mini|Apple II, Baujahr 1977 mini|Commodore PET 2001, Baujahr 1977 mini|IBM Personal Computer, Baujahr 1981 mini|Tablet-PC, seit 2002 mit integrierter und seit 2010 meist ganz ohne oder mit dockbarer Tastatur. Erste und letzte Option vermitteln den Eindruck eines Laptops.
Ein Personal Computer (engl., zu dt. „persönlicher Rechner“), kurz PC, ist ein Mehrzweckcomputer, dessen Größe und Fähigkeiten ihn für den individuellen persönlichen Gebrauch im Alltag nutzbar machen; im Unterschied zu vorherigen Computermodellen beschränkt sich die Nutzung nicht mehr auf Computerexperten, Techniker oder Wissenschaftler. Das Konzept geht zurück auf eine Idee aus den 1970er-Jahren, begründet von Hackern.Steven Levy: Hackers: Heroes of the Computer Revolution. Doubleday 1984, ISBN 0-385-19195-2Boris Gröndahl: Hacker. Rotbuch 3000, ISBN 3-434-53506-3Steve Wozniak: „iWoz: Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete.“. Deutscher Taschenbuchverlag, Oktober 2008, ISBN 978-3-423-34507-1 Die leichte Bedienbarkeit und ein für Privathaushalte erschwinglicher Preis waren wichtige Voraussetzungen für das Konzept, das seit 1976 technisch umgesetzt wird. Erst Geräte dieser Art lösten das aus, was der Journalist Steven Levy als Computerrevolution bezeichnet. Demgegenüber werden Geräte aus einer früheren Zeit vereinzelt bereits Personal Computer genannt, obgleich sie nicht in das Konzept passen.
Ein Personal Computer ist ein Mikrocomputer, in Abgrenzung zu einem Minirechner oder Großrechner. Er tritt beispielsweise als Desktop-,Desktop-PC, Lexikon von itwissen.de, abgerufen am 22. August 2016 Notebook-Notebook, ein akkubetriebener Klein-PC, Lexikon von itwissen.de, abgerufen am 22. August 2016 oder Tabletcomputer, Lexikon von itwissen.de, abgerufen am 22. August 2016 in Erscheinung und kann unter einem beliebigen Betriebssystem laufen, wie Windows,Personal Computer, Lexikon von itwissen.de, abgerufen am 22. August 2016 macOS,, Lexikon von itwissen.info, abgerufen am 23. September 2021 Android oder ein Unix. Das Spektrum reicht vom Bereich des Heimcomputers bis hin zum typischen Arbeitsplatzrechner. Überdurchschnittlich leistungsfähige Arbeitsplatzrechner für rechen- und speicherintensive Anwendungen werden als Workstation bezeichnet; ihr Preis kann ein Vielfaches eines Personal Computer betragen.
Obwohl bereits in den 1970er-Jahren üblich, wurde der Begriff „Personal Computer“, vor allem dessen Kurzform „PC“, ab 1981 im Sprachgebrauch zunehmend und exklusiv mit dem IBM Personal Computer und dessen IBM-kompatiblen PC-Nachbauten verknüpft. Das war dem Marketing von IBM mit seiner erfolgreichen Werbung geschuldet. Die Verknüpfung bezog sich auf die darin verbaute x86-Prozessor-Familie und der darauf laufenden Betriebssysteme DOS und Windows. Zur Vermeidung von Verwechslung des allgemeinen Begriffs mit der aus dem historischen IBM PC entstandenen Plattform wird manchmal vermieden, den allgemeinen Personal Computer mit PC abzukürzen, wohingegen IBM-PC-kompatible Systeme fast ausschließlich als „PC“ bezeichnet werden.
Darüber hinaus wird der Begriff vereinzelt mit der Bauart eines Desktop-PC assoziiert,PC – Personal Computer, elektronik-kompendium.de, abgerufen am 21. August 2016 was jedoch im Widerspruch zu den alternativen Bauarten und Bezeichnungen, z. B. Notebooks oder Tablet-PCs, steht.
Aufbau Personal Computer sind universelle Mikrocomputer und verfügen üblicherweise über folgende Komponenten: den Hauptprozessor (Central Processing Unit, CPU) die Hauptplatine (auch Mainboard, Motherboard, Systemboard oder Logicboard genannt) Arbeitsspeicher (Hauptspeicher, Random Access Memory, abgekürzt RAM) Massenspeicher (oft ungeachtet der tatsächlichen Speichertechnologie mit „Festplatte“ bezeichnet), insbesondere als Startmedium, für den Betrieb des Computers ein Gehäuse ein Netzteil für den Anschluss an die Stromversorgung
Peripheriegeräte sind optional und zählen nicht zwangsläufig zu den Komponenten des Personal Computers. Sie sind zudem meist austauschbar, wie beispielsweise die Peripheriegeräte Tastatur und Maus zur Eingabe, Monitor oder Drucker zur Ausgabe, sind zur Nutzung als Arbeitsplatzrechner an einem Bildschirmarbeitsplatz allerdings unerlässlich. Werden PCs hingegen z. B. als Server genutzt, werden sonst übliche Peripheriegeräte auch weggelassen, die für diesen Einsatz nicht notwendig sind („“).
mini|Typische Komponenten eines Personal Computers; die Abbildung zeigt einen Desktop-PC in einem Tower-Gehäuse mit Peripherie (um 2010) So hatte ein typischer Desktop-Computer um 2010 typischerweise folgenden Komponenten (siehe Abbildung): Hauptplatine mit Schnittstellen zu allen nachfolgenden Bauteilen Hauptprozessor (CPU), entweder auf einem Sockel (wie bei Desktop-PCs fast ausschließlich) oder auf der Hauptplatine fest verlötet (z. B. bei den allermeisten Notebooks) Prozessorkühler (CPU-Kühler, mit Anschlüssen für den Lüfter auf der Hauptplatine, nicht selten mit einer aktiven, regelbaren Lüftersteuerung) Arbeitsspeicher bzw. RAM, entweder als Speichermodul (DIMMs) oder fest verlötet (beispielsweise meist bei Einplatinencomputern, u. a. auch bei einigen Laptops) Steckkarten bzw. Erweiterungskarten, optional (in der Abbildung exemplarisch zwei Steckkarten) bei Desktop-Computern ist dies oft eine „dedizierte“ Grafikkarte, die üblicherweise per PCIe-Schnittstelle auf der Hauptplatine aufgesteckt wird auch integrierte Grafikprozessoren (im Hauptprozessor, früher auch oft als „Chipsatz-Grafik“) sind möglich, wodurch die Notwendigkeit einer Grafikkarte entfällt („integriert“ versus „dediziert“) freie Steckplätze ermöglichen allgemein die spätere Erweiterung mit zusätzlichen Steckkarten PC-Netzteil für die Stromversorgung der Hauptplatine und intern verbauten Komponenten als Massenspeicher konnten herkömmliche Festplattenlaufwerke (HDDs) oder SSDs verwendet werden; Ende der 2010er Jahre haben sich durchwegs NVMe-M.2-SSDs durchgesetzt (anders als in der Abbildung sitzen diese meist direkt auf der Hauptplatine) immer schon optional war ein optisches Laufwerk (seit ca. 2015 werden intern verbaute optische Laufwerke meist weggelassen); als separates Peripheriegerät können optische Laufwerke auch über externe Schnittstellen wie USB angeschlossen werden Monitor Tastatur (tastaturlose Tablet-PCs bieten per Touch-Display eine Bildschirmtastatur) Maus (oder ein alternatives Zeigegerät wie ein Touchpad oder ein Touchscreen)
Gerade Desktop-PCs und Workstations lassen sich üblicherweise sehr einfach erweitern: PC-Gehäuse, meist aus Blech und Kunststoff, bieten Platz für (interne) Erweiterungen, beispielsweise zusätzliche Laufwerke oder andere Geräte, z. B. in einem 5,25″-Einschub generell sind, nicht nur bei IBM-PC-kompatiblen Rechnern, übliche Bauformen auf Basis der ATX-Spezifikation verbreitet weitere Steckkarten über die freien Steckplätze der vorhandenen Schnittstellen (üblicherweise PCIe, früher auch PCI oder einer der Vorgänger), beispielsweise für Controller für Massenspeicher oder Wechseldatenträger, beispielsweise für (zusätzliche) Anschlüsse für ATA, SCSI, SATA oder NVMe Soundkarten zusätzliche Grafikkarten (zusätzliche) Gehäuselüfter – diese sind bei leistungsfähigen Systemen, die viel Abwärme produzieren, zur ausreichenden Kühlung meist notwendig, beispielsweise bei Gaming-PCs oder spezialisierten Workstations externe Erweiterungen, die über die vorhandenen externen Schnittstellen an den Computer angeschlossen werden können, neben den klassischen Eingabegeräten (Tastatur und Maus) beispielsweise: Drucker Scanner
Nicht bei allen Formen von Personal Computern ist der Aufbau gleich. So sind bei spezialisierten PCs viele der Komponenten oft zusammengefügt und/oder Erweiterungsmöglichkeiten eingeschränkt, etwa bei Notebooks, eingebetteten Systemen oder Industrie-PCs. Wo Desktop-Steckplätze fehlen, gibt es teils Alternativen zur Erweiterbarkeit wie ExpressCard und MiniPCI Express (früher auch PC Card bzw. PCMCIA oder MiniPCI).
Entwicklung
Der Journalist Steven Levy veröffentlichte 1984 das weltweit erste Buch, das sich unter anderem mit der frühen Geschichte des Personal Computers auseinandersetzt und dabei die Entwickler und deren Motivation in den Mittelpunkt stellt. Es trägt den Titel „Hackers – Heroes of the Computer Revolution“. Darin beschreibt er eine Gruppierung von Hackern – eine Art stark ausgeprägter Technikenthusiasten –, die sich in den 1970er-Jahren für die Idee eines persönlichen Computers begeisterten. Ihnen ging es darum, Computer im Alltagsleben zu integrieren, sie für jedermann öffentlich zugänglich zu machen, bis hin zu dem damals visionären Ziel, einer breiten Masse die Nutzung universell einsetzbarer persönlicher Computer zu ermöglichen.
Um dieses Ziel zu erreichen, musste der persönliche Computer einige Voraussetzungen erfüllen: So war eine praktikable Größe wichtig, die es einer durchschnittlichen Person erlaubt, ihn transportieren und beispielsweise auf einem Schreibtisch installieren zu können. Er musste für Privathaushalte verfügbar, erschwinglich und universell einsetzbar sein. Entscheidend war eine Handhabung, die für die breite Masse geeignet ist. Das machte eine intuitive und universelle Datenein- und -ausgabe erforderlich, die weit hinaus ging über die Kippschalter und Leuchtdioden der bislang üblichen Computer des unteren Preissegments. Damit die Nutzung nicht nur Elektronik-Fachleuten vorbehalten blieb, mussten Bausätze auch über fertig verlötete Komponenten verfügbar sein, die der Computerhändler oder der Benutzer leicht zusammenfügen kann. Über die jeweilige Bedienungsanleitung hinaus sollte es keine spezielle Schulung erfordern, sowohl den Computer als auch eine darauf installierte Anwendungssoftware zu betreiben. Darüber hinaus sollte der Endbenutzer die Möglichkeit erhalten, seinen persönlichen Computer frei programmieren zu können. Erst Geräte dieser Art lösten das aus, was Levy in seinem oben genannten Buch als Computerrevolution bezeichnet.
Diese Idee wurde von der damals vorherrschenden Industrie als absurd abgetan. So soll Thomas J. Watson, der frühe Chef von IBM, 1943 erklärt haben: „Ich glaube, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht 5 Computer“.Der Mainframe (bzgl. Thomas Watson) und Der PC (bzgl. Ken Olsen) aus Die schlimmsten IT-Fehler – Die zehn größten IT-Irrtümer und -Fehlprognosen. Tecchannel.de, 10. April 2007 Wenn auch nicht in diesem Ausmaß, folgten in den 1970er-Jahren Unternehmen wie Texas Instruments, Fairchild, IBM und DEC im Grunde noch immer diesem Dekret. Von einem Mitarbeiter auf die Entwicklung eines persönlichen Computers angesprochen, wies DEC-Chef Ken Olsen 1977 diesen Vorschlag mit der Begründung von sich, dass er sich keine Privatperson vorstellen könne, die einen solchen Computer haben wolle.
Der Idee eines öffentlich zugänglichen Computers, der Vorstufe auf dem Weg zum persönlichen Computer, widmete Ted Nelson 1974 ein Buch mit dem Titel „Computer Lib“, welches zum Standardwerk unter den damaligen Verfechtern dieser Idee wurde. Lee Felsenstein gründete bereits im selben Jahr das Community-Memory-Projekt, welches über öffentliche Terminals in Plattenläden und Bibliotheken den Zugriff auf einen Computer ermöglichte. Das Projekt war für die damalige Zeit wegweisend und hatte den praktischen Nutzen eines schwarzen Bretts, auf dem man per ADD einen beliebigen Beitrag einfügen und mit FIND finden konnte. Auch Alan Kay, der ab 1973 u. a. im Team mit Butler Lampson, Charles Simonyi und Larry Tesler am Xerox Alto arbeitete, benutzte eigenen Angeben zufolge bereits den Begriff „“.