mini|hochkant=1.2|„Komm, Bibib!“ Das Wort Bibelche, Biber, Biberlein oder Bibi bezeichnet in einigen deutschen Mundarten ein Kinderwort für Küken oder einen Kosenamen für Hühner.#Fritz-Scheuplein 1997.
Wortherkunft Das Wort Bibelche ist eine Verkleinerungsform von „Bib“ oder „Bibi“, einem lautmalerischen Kinderwort für Küken, das dem Pieplaut der Küken nachgebildet ist. Kinder rufen mit dem Lockruf „komm, Bibib“ nach einem Küken.#Pfälzisches Wörterbuch 1. Das Wort Bibelche kommt in alemannischen, pfälzischen und fränkischen Mundarten vor.Etymologie, #Pfälzisches Wörterbuch 1, #Fritz-Scheuplein 1997.
Das Wort „Bib“ ist mit „piep“, einem lautmalerischen Wort für die Lautäußerungen der Vögel verwandt, desgleichen mit den Wörtern Pfeife und pfeifen.#Grimmsches Wörterbuch 13.
Die Schreibweise des Wortes Bibelche und seiner Ableitungen kann vielfach variieren, zum Beispiel Bibbelche, Biebelche, Biebele.
Verwendung Das Wort Bibelche und seine Ableitungen wird in verschiedenen zusammengesetzten Wörtern verwendet.
Bibeleskäs Im Alemannischen wird Quark als Bibeleskäs bezeichnet, da früher Bibele mit Molke gefüttert worden sein sollen.#Fritz-Scheuplein 1997.
Tannenzapfen / Kiefernzapfen Als Kinderspielzeug erhielten Tannen- oder Kiefernzapfen oftmals Kosenamen und Tierbezeichnungen aus der Kindersprache, unter anderem wurden sie als Bibelche bezeichnet. Im unterfränkischen Partenstein spielen die Kinder mit Dannebibern („Tannenküken“). (PDF; 340 kB)
Bibelschesbohnensuppe Die Bibelschesbohnensuppe ist eine Suppe aus kaffeelöffelgroß geschnippelten grünen Bohnen.#Allkemper 1977. Den Namen verdankt sie den Bohnenschnippeln, die wegen ihrer Kleinheit an Bibelchen erinnern. Sie wird auch Schnippelchesbohnensuppe oder Löffelchesbohnensuppe genannt.
Literatur Gisela Allkemper, Gabriele Schütz: Das Kochbuch aus dem Saarland. Hölker, Münster 1977, Seite 14. Monika Fritz-Scheuplein: Wörterbuch von Unterfranken: eine lexikographische Bestandsaufnahme. Königshausen & Neumann, Würzburg 1997, S. 42.
Ernst Christmann, Julius Krämer, Rudolf Post: Pfälzisches Wörterbuch. Steiner, Wiesbaden 1965–1968, Band 1, Spalte 882, woerterbuchnetz.de.
Einzelnachweise
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