Josef Berg (* 25. Juni 1903; † 22. Dezember 1967) war ein deutscher Buchhändler, Verleger und nationalsozialistischer Kulturfunktionär.
Leben Der Buchhändler Josef Berg wurde 1922 Angestellter des Franz-Eher-VerlagesGewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht. Internationaler Teil, Band 74, Verlag Chemie, 1972, S. 58. und enger Mitarbeiter von Max Amann, der 1922 die Leitung dieses Zentralverlages der NSDAP übernommen hatte. Zum 4. Juli 1925 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 10.831).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2461684 Später wurde Berg Prokurist des Franz-Eher-VerlagesArchiv für Geschichte des Buchwesens Bd. 60, 2006, ISBN 3-59824-856-3. S. 269. und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er Leiter der Sortimentsbuchhandlung.Ernst Fischer, Reinhard Wittmann: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Drittes Reich: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Band 3: Drittes Reich. Teilband 1. Walter de Gruyter, Berlin 2015. ISBN 978-3-598-24806-1. S. 187.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Josef Berg zudem Landesleiter der Reichsschrifttumskammer für den Gau München-Oberbayern.Kirsten Schrick: Die Münchner Kunststadt-Diskussion 1781-1945: Dokumentation einer kulturhistorischen Debatte, Holzhausen Verlag, 1994, ISBN 3-90051-817-3. S. 236.
Hitlers zweites Buch wurde von Josef Berg im Mai 1945 einem amerikanischen Offizier übergeben.Hitler. Reden, Schriften, Anordnungen. Februar 1925 - Januar 1933: Von der Reichstagswahl bis zur Reichstagspräsidentenwahl. Oktober 1930 - März 1932: Band 4, Teil 1: Oktober 1930 - Juni 1931. Hrsg. v. Constantin Goschler, Christian Hartmann. Saur, München 1997, ISBN 3-598-22008-1. S. XIII. Als das Buch 1958 von Gerhard Weinberg in den USA in dorthin verbrachten NS-Archiven wiederentdeckt wurde, bestätigte Josef Berg die AuthentizitätHolger Radke: Hitlers außenpolitische Grundsätze, GRIN Verlag, 2007, ISBN 3-6386-4382-4. dem Münchner Institut für Zeitgeschichte.Sabine Viktoria Kofler: Hitlers Zweites Buch. Eine vergessene Quelle der Zeitgeschichte zu Hitlers außenpolitischen Ansichten. SE-Arbeit, eingereicht bei ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Albrich, 2016.
Einzelnachweise
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