Eduard Havlicek, kurz Edi Havlicek bzw. Ed(d)y Havlicek (* 20. Februar 1912Sportbild-Serie König Fußball, Gau Sachsen, PSV Chemnitz, Spieler Nr. 9, Dresden o. J. in Wien, Österreich-Ungarn; † unbekannt), war ein österreichischer Fußballspieler und -trainer.
Karriere Eduard Havlicek wurde am 20. Februar 1912 als Sohn des Wasserleitungsaufsehers Johann Gottlieb Havlicek (auch Havlíček; * 29. April 1869 in Písek, Böhmen) und dessen Ehefrau Julie (geborene Novotny; * 15. Februar 1885 in Mühlhausen, Böhmen) in Wien geboren und am 1. März 1912 auf den Namen Eduard getauft.Taufbuch Wien-14., Breitensee, tom. 1912, fol. 52 (Faksimile), abgerufen am 18. Juli 2025 Seine Eltern hatten am 18. November 1906 in der Pfarre Simmering geheiratet.
Über seine Spielerkarriere ist bekannt, dass „der frühere Wiener Berufsspieler (...), der auch längere Zeit in Frankreich tätig war“Fußball-Woche (Ausgabe A) vom 3. Januar 1938, S. 16 im Januar 1938 für den PSV Chemnitz spielberechtigt wurde.Hamburger Nachrichten vom 3. Januar 1938, S. 7 In Frankreich hatte er bei US Longwy unter Vertrag gestanden.austriasoccer.at, aufgesucht am 30. Dezember 2019 Zuvor sollte der Stürmer ab 1935 bei Rapid Wien gespielt haben,Illustrierte Kronen-Zeitung vom 3. August 1935, S. 12 wobei es sich aber um eine Verwechslung mit Rudolf Rudolf im rapidarchiv.at, aufgesucht am 25. Dezember 2019, Schreibweise dort mit w oder möglicherweise Gottfried zu handeln scheint.Marc Barreauds Dictionnaire des footballeurs étrangers du championnat professionnel français (1932-1997), Paris 1998, nennt auf S. 53 God Hawlicek als Spieler von Strasbourg und Longwy, gemeint sind aber wohl zwei Havliceks: Gottfried (Strasbourg, vorher Karlsbad, später FC Basel) und Eduard (Longwy).
Nachdem ihn der Kicker-Almanach bereits für die Spielzeit 1941/42 als ehrenamtlichen „Übungsleiter“ für Turn- und Rasenspiele Bonn führte (am 30. Dezember 2019 nicht aufrufbar), war Havlicek nach dem Zweiten Weltkrieg als Trainer im Fußballsport tätig. Nach knapp zwei Saisons bei Borussia Dortmund in der Oberliga West, in denen er mit der Mannschaft bis ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1949 vordrang und gegen den Außenseiter VfR Mannheim verlor,Im Frühjahr 1950 heuerten die Dortmunder vor Saisonende Josef Kretschmann von Holstein Kiel als neuen Trainer an. folgten zwei Jahre beim STV Horst-Emscher.Ahauser Kreiszeitung vom 8. Mai 1952 (beim STV ausgeschieden) 1953 wurde er Nachfolger von Kuno Krügel bei den Stuttgarter Kickers in der Oberliga Süd. Doch bereits nach einer Saison trennten sich die Wege bereits wieder und Havlicek übernahm 1955 das Traineramt der luxemburgischen Nationalmannschaft, doch bereits zu Beginn der Saison wechselte er erneut, dieses Mal zu Borussia Neunkirchen, wo er bis 1957 als Trainer fungierte. Es folgten mit dem FC Singen 04, dem CS Le Stade Düdelingen in Luxemburg, dem TuS Eving-Lindenhorst und Union Ohligs weitere Stationen als Trainer.
Selbst unterschrieb er auf Postkarten auch mit „Eddy“ Havlicek.So im Januar 1950 mit der kompletten Dortmunder Mannschaft, siehe Niedersachsen-Sport am 6. Februar 1950, Faksimile auf Seite 5
Familie Sein jüngerer Bruder war der Fußballtorwart und Fußballtrainer Viktor Havlicek; weitere Brüder waren Gottfried Havlicek, ebenfalls Fußballprofi, und der Schwergewichts-Boxprofi Hans Havlicek.Der (Wiener) Tag vom 2. August 1935, S. 9, sowie: Wiener Sporttagblatt vom 6. September 1935, S. 5
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Fußballtorhüter (First Vienna FC) Kategorie:Fußballtrainer (F91 Düdelingen) Kategorie:Fußballtrainer (Borussia Dortmund) Kategorie:Fußballtrainer (Stuttgarter Kickers) Kategorie:Fußballtrainer (Borussia Neunkirchen) Kategorie:Fußballnationaltrainer (Luxemburg) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann