Jan Markus Linhof (* 7. Mai 1965 in Paris, Frankreich) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.
Leben Jan Markus Linhof wurde 1965 in Paris, Frankreich, als zweites von fünf Kindern geboren und wuchs dort und am Starnberger See auf. Sein Vater war ein Versicherungsdirektor aus Schlesien, seine Mutter ist die Tochter eines Försters und kommt aus dem Schwarzwald. Linhof ging als Kind auf eine deutsche Schule in Paris und später auf ein Gymnasium in Starnberg. Später begann er ein Sprachenstudium, welches er als Dolmetscher für Französisch und Englisch abschloss.
Er begann verschiedene „Miniatur-Karrieren“ als Vermessungsgehilfe, Altenpfleger, Dolmetscher, Pfadfinderführer, Lackierer und Komparse.
Linhof schloss die Ausbildung zum Kameraassistenten und Volontär ab und wurde später Redakteur bei dem bayrischen Regionalmagazin Bayern Journal, wo er Erfinder und alleiniger Mitarbeiter der Kinosendung Lichtspiele war.
Später produzierte er Imagefilme und Werbespots für die Hypovereinsbank und Edgar Gratispostkarten. Beim WDR war Linhof Lektor von Comedy-Formaten für das Jugendfernsehen. Außerdem stellte er Touristikfilme zur „besseren Vermarktung öder Orte“ und Musikvideos für die Fischer-Chöre her.
Ab 1996 war Linhof einer von vier Regisseuren der Comedy Factory, zog sich aber aus dem Fernsehen zurück und wurde Ressortleiter Kultur beim Münchner Stadtmagazin, später Redaktionsleiter der Internet-Plattform kino.de.
2001 kehrte er zum Fernsehen zurück und war als Regisseur und Co-Autor der WIB-Schaukel für das ZDF tätig. Ab 2003 führte er Sketch-Regie bei Tramitz and Friends, führte Regie bei drei Filmparodien zur Schöneberger-Show und realisierte diverse Serienpiloten mit u. a. Barbara Schöneberger und Erkan und Stefan. Im Winter 2005 war er zusammen mit Martin Schneider auf einer Dokumentarfilmreise in den Himalaya.
Linhof hat laut eigener Aussage „auf privater Ebene ausgeprägte Vorlieben für elektronische Musik, zeitgenössische Kunst und den FC Bayern München“. Er lebt im Süden von München.
Auszeichnungen Quelle: herr-linhof.de
Gewonnen 2004: Adolf-Grimme-Preis, Beste Unterhaltung für WIB-Schaukel 2009: Deutscher Comedypreis, Beste Sketchcomedy für Ladykracher 2010: Deutscher Comedypreis, Beste Sketchcomedy für Ladykracher 2011: Deutscher Comedypreis, Beste Sketchcomedy für Ladykracher 2011: Deutscher Fernsehpreis, Beste Comedy für Ladykracher 2014: Gewinner ZDFneo TVLab mit Blockbustaz
Nominiert 1997: Goldene Rose Montreux, Best Comedy für Comedy Factory 1998: Telestar, Beste Comedy-Sendung für Comedy Factory 2003: Goldene Rose Montreux, Best Comedy für WIB-Schaukel 2003: Deutscher Fernsehpreis, Beste Comedy-Sendung für WIB-Schaukel 2004: Deutscher Comedypreis, Beste Sketch Show für Tramitz and Friends 2005: Deutscher Comedypreis, Beste Sketch Show für Tramitz and Friends 2010: Deutscher Comedypreis, Beste Comedyserie für Pastewka 4 2011: Deutscher Comedypreis, Beste Comedyserie für Pastewka 5 2012: Adolf-Grimme-Preis, Beste Unterhaltung für Pastewka 5 2013: Deutscher Fernsehpreis, Beste Serie für Hubert und Staller 2019: Jupiter Award, Publikumspreis Beste TV-Serie National für Blockbustaz II
Filmografie (Auswahl) 1995–1998: Comedy Factory, 3 Staffeln 2001–2004: WIB-Schaukel, 66 Folgen 2003–2006: Tramitz and Friends, 3 Staffeln 2006–2008: Disneys Kurze Pause, 3 Staffeln 2007: Die dreisten Drei, 3 Folgen 2008: Kesslers Knigge, 6 Folgen 2008–2011: Ladykracher, 4 Staffeln 2009–2010: Pastewka, 11 Folgen 2012–2015: Hubert und Staller (14 Folgen) 2015: Blockbustaz, 6 Folgen 2016: Hubert und Staller – Unter Wölfen 2018: Merz gegen Merz, 4 Folgen 2023: Wir sind die Meiers Quelle:
Weblinks
Website von Jan Markus Linhof
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Darstellender Künstler (Bayern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann