Nick Huard (* 29. März 1991 in Sudbury, Ontario) ist ein kanadischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2023 beim EK Zell am See aus der Alps Hockey League unter Vertrag steht und dort auf der Position des Centers spielt. Zuvor war Huard unter anderem vier Spielzeiten für die Dresdner Eislöwen in der DEL2 aktiv und absolvierte dabei weit über 200 Partien.

Karriere Huard war als Schüler in der Great North Midget League in seinem Heimatstaat Ontario bei den North Bay Trappers aktiv. Von dort wurde er im Sommer 2008 von den Tigres de Victoriaville aus der Ligue de hockey junior majeur du Québec (LHJMQ) für die Saison 2008/09 verpflichtet. Während der Saison wechselte der Stürmer innerhalb er Liga zu den Lewiston MAINEiacs. Für die Spielzeit 2009/10 blieb er an der Ostküste und schloss sich den Woodstock Slammers aus der Provinz New Brunswick an. Die Slammers waren damals in der Maritime Junior Hockey League aktiv. Huard war in seiner ersten Saison gleich punktbester Spieler seines Vereins, mit dem er auch die Meisterschaft der Liga gewann. Daraufhin wurde er für das Eishockeyturnier der World Junior A Challenge in das Nationalteam Canada East berufen. Huard shines in the Maritimes, baytoday.ca, 17. Mai 2010, abgerufen am 21. April 2019 Zwei weitere Spielzeiten und damit den Rest seiner Juniorenzeit blieb er bei den Slammers, mit denen er in seiner letzten Saison 2011/12 erneut die Ligameisterschaft gewann. North Bay’s Nick Huard: From cut in OUA to one step away to AHL, baytoday.ca, 21. Mai 2016, abgerufen am 21. April 2019 mini|links|Huard im Trikot der Dresdner Eislöwen (2019)

Nach der Juniorenzeit kehrte er in seinen Heimatstaat Ontario zurück und nahm an der University of Guelph ein Studium auf, das er nach drei Jahren als Bachelor of Arts abschloss. In dieser Zeit war er auch für das Eishockeyteam der Universität, den Guelph Gryphons aktiv, die innerhalb der kanadischen Universitätsliga Canadian Interuniversity Sport (CIS) in der Ontario University Athletics (OUA) organisiert sind. Huard war dabei in jeder Saison einer der punktbesten Spieler seines Teams. In seiner letzten Universitätssaison 2014/15 konnte er mit den Gryphons nach 18 Jahren wieder den Queen’s Cup – die Meisterschaft der OUA-Conference – gewinnen und sich für das Turnier um den University Cup qualifizieren. Er war dabei der punktbeste Spieler seines Vereins und wurde zum Most Valuable Player der OUA-Playoffs gewählt.Mens hockey team wins Queens Cup, Womens team fall to Western in OUA final, University of Guelph, 7. März 2015, abgerufen am 21. April 2019

Nach seinen guten Leistungen in der Universitätsliga wurde er noch in der Saison 2014/15 vom ECHL-Team Cincinnati Cyclones verpflichtet.Nick Huard signs with Cincinnati Cyclones of ECHL, gryphons.ca, März 2015, abgerufen am 21. April 2019 Auch die folgenden beiden Spielzeiten war er für die Cyclones aktiv, wobei er in der Saison 2016/17 punktbester Spieler seines Vereins wurde. Huard re-signs with Cyclones, thesinbin.net, 6. Juli 2016, abgerufen am 21. April 2019 Durch seine Leistungen in der ECHL erweckte Huard auch das Interesse des europäischen Marktes und so wurde er für die DEL2-Saison 2017/18 vom damaligen Trainer Franz Steer für die Dresdner Eislöwen verpflichtet. Huards next step a big one, jumping accross the pond, baytoday.ca, 9. Juli 2017, abgerufen am 21. April 2019 Die Saison verlief nicht nach den Erwartungen der Eislöwen, was man auch mit den Leistungen der ausländischen Kontingentspieler begründete. Es reicht vorn und hinten nicht, Sächsische Zeitung, 8. März 2018, abgerufen am 21. April 2019 Mit 44 Punkten in 53 Spielen war Huard dabei der erfolgreichsten ausländischen Spieler in den Reihen des sächsischen Vereins, so dass er nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug von Wade MacLeod doch noch eine Vertragsverlängerung für die folgende Spielzeit 2018/19 bei den Eislöwen erhielt. Ersatz für den erkrankten McLeod – Dresdner Eislöwen verlängern den Vertrag mit Angreifer Nick Huard, Eishockey News, 7. Juni 2018, abgerufen am 21. April 2019 Auch in der Hauptrunde der Saison 2018/19 mussten die Dresdner lange um die Teilnahme an den Pre-Playoffs kämpfen. Schlimmste Befürchtungen für die Play-Down-Runde, TAG24, 12. Februar 2019, abgerufen am 21. April 2019 Die Eislöwen besiegten in den Play-offs dann den amtierenden DEL2-Meister Bietigheim Steelers und erreichten das Halbfinale. In der Playoff-Serie, in der Huard den ersten Hattrick seiner Karriere erzielte, war er – wie auch schon in der Hauptrunde – hinter Jordan Knackstedt zweitbester Scorer sowie erfolgreichster Torschütze seines Teams, so dass der Eishockeyverein aus Dresden den Vertrag mit dem Kanadier um eine weitere Saison verlängerte.Genäht und erster Hattrick! Diesen Eislöwensieg vergisst Huard wohl nie, TAG24, 17. März 2019, abgerufen am 21. April 2019Kanadier Nick Huard bleibt ein Dresdner Eislöwe, Eishockey News, 17. April 2019, abgerufen am 21. April 2019 2020 erhielt er eine weitere Vert5ragsverlängerung, so dass er bis zum Ende der Spielzeit 2020/21 für die Eislöwen aktiv war.

Anschließend wechselte der Kanadier für eine Spielzeit nach Rumänien, wo er für den CSM Corona Brașov auflief. Danach kehrte Huard wieder nach Deutschland zurück und verbrachte die Saison 2022/23 beim EC Bad Tölz in der drittklassigen Eishockey-Oberliga. Zur Spielzeit 2023/24 zog es ihn nach Österreich zum EK Zell am See in die Alps Hockey League. Im Frühjahr 2025 gewann er mit den Eisbären die Alps Hockey League.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2024/25 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2008/09 Tigres de Victoriaville LHJMQ 20 1 1 2 6 – – – – – 2008/09 Lewiston MAINEiacs LHJMQ 31 0 3 3 8 4 0 0 0 8 2009/10 Lewiston MAINEiacs LHJMQ 4 2 2 4 2 – – – – – 2009/10 Woodstock Slammers MJAHL 48 41 35 76 53 14 10 13 23 8 2010/11 Woodstock Slammers MJAHL 46 30 51 81 58 12 5 8 13 8 2011/12 Woodstock Slammers MJAHL 45 26 40 66 125 15 9 6 15 34 2012/13 University of Guelph CIS 28 11 15 26 22 5 3 3 6 6 2013/14 University of Guelph CIS 25 18 19 37 22 3 2 2 4 4 2014/15 University of Guelph CIS 26 11 17 28 30 – – – – – 2014/15 Cincinnati Cyclones ECHL 13 3 3 6 4 – – – – – 2014/15 Adirondack Flames AHL 1 0 0 0 0 – – – – – 2015/16 Cincinnati Cyclones ECHL 72 21 31 52 44 7 0 2 2 16 2016/17 Cincinnati Cyclones ECHL 72 18 31 49 55 – – – – – 2017/18 Dresdner Eislöwen DEL2 51 19 22 41 40 2 0 3 3 8 2018/19 Dresdner Eislöwen DEL2 51 28 31 59 40 14 9 13 22 12 2019/20 Dresdner Eislöwen DEL2 47 22 40 62 62 2 2 4 6 0 2020/21 Dresdner Eislöwen DEL2 49 21 27 48 34 – – – – – 2021/22 CSM Corona Brașov Erste Liga 33 11 32 43 34 4 2 1 3 9 2021/22 CSM Corona Brașov LNH 22 8 28 36 51 – – – – – 2022/23 EC Bad Tölz Oberliga 41 27 48 75 117 2 0 2 2 4 2023/24 EK Zell am See AlpsHL 36 20 28 48 48 – – – – – 2023/24 EK Zell am See Österr. Meisterschaft – – – – – 2 0 2 2 0 2024/25 EK Zell am See AlpsHL 44 10 39 49 79 13 8 6 14 2 2024/25 EK Zell am See Österr. Meisterschaft – – – – – 2 0 0 0 0 MJAHL gesamt 139 97 126 223 236 41 24 27 51 50 LHJMQ gesamt 55 3 6 9 16 4 0 0 0 8 CIS gesamt 79 40 51 91 74 8 5 5 10 10 ECHL gesamt 157 42 65 107 103 7 0 2 2 16 DEL2 gesamt 198 90 120 210 176 18 11 20 31 20 Alps Hockey League gesamt 80 30 67 97 127 13 8 6 14 2 Österr. Meisterschaft gesamt – – – – – 4 0 2 2 0

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Einzelnachweise

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