Lengwil ist eine Ortschaft und seit 1998 eine politische Gemeinde im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz. Lengwil liegt südlich der Stadt Kreuzlingen auf dem Seerücken.

Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Lengwil, Dettighofen (Lengwil), Oberhofen bei Kreuzlingen und Illighausen. Lengwil hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Konstanz–Weinfelden.

Geschichte Seit 1998 bildet die ehemalige Munizipalgemeinde Illighausen zusammen mit ihren ehemaligen Ortsgemeinden Illighausen und Oberhofen bei Kreuzlingen die politische Gemeinde Lengwil, während die früher ebenfalls zur Munizipalgemeinde Illighausen zählende Ortsgemeinde Schönenbaumgarten seit 1998 zur politischen Gemeinde Langrickenbach und der Weiler Ast aus der ehemaligen Ortsgemeinde Oberhofen zur politischen Gemeinde Berg gehören. Der Oberhofer Ortsteil Lengwil gab der neuen Gemeinde den Namen.

Die seit 1942 bestehende reformierte Kirchgemeinde Lengwil verfügt über zwei Kirchen, eine in Illighausen und eine in Oberhofen. Letztere wird auch von den nach Kreuzlingen-Emmishofen pfarrgenössigen Katholiken genutzt.

→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Illighausen → siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Oberhofen bei Kreuzlingen

Wappen mini|links|x100px|Oberhofen

Blasonierung: Halbgespalten und geteilt von einer eingebogenen erniedrigten Spitze; 1: In Rot drei seitlich aneinander stossende weisse Rauten; 2: In Weiss ein schreitender schwarzer Schwan mit rotem Schnabel und roten Füssen; 3: Die weisse Spitze belegt mit vier, je zu zwei aus der rechten und der linken Fussflanke kommende, rote Keile, sich in der Spitze treffend.Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019

Das Wappen von Lengwil setzt sich zusammen aus den Wappen der ehemaligen Ortsgemeinden Oberhofen und Illighausen. Die drei Rauten symbolisieren die Ortschaften Oberhofen, Lengwil und Dettighofen der ehemaligen Ortsgemeinde Oberhofen. Der schwarze Schwan stammt aus dem ausgestorbenen Geschlecht der Illighauser in Konstanz. Die Schweife symbolisieren die Zusammenführung der zwei ehemaligen Ortsgemeinden zur Gemeinde Lengwil.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Lengwil +Bevölkerungsentwicklung von Lengwil Jahr 2000 2010 2018 2023 Gemeinde 1227 1363 1726 1772 Ortschaft Lengwil 230 242 553mit Aussenhöfen573 Ortschaft Dettighofen 147 173 200187 Quelle Ortschaften +Ausländer und Konfessionen (31.12.2023) Einwohnerinsgesamt Ausländer Evangelisch-Reformierte Römisch-Katholische Gemeinde 1772 497 (28,0 %) 569 (32,1 %) 384 (21,7 %) Ortschaft Lengwil 573 226 (39,4 %) 135 (23,6 %) 128 (22,3 %)Ortschaft Dettighofen 187 42 (22,5 %) 87 (46,5 %) 20 (10,7 %)

Wirtschaft mini|Bahnhof und Tanklager Lengwil Lengwil verfügt über eine vielfältige Landwirtschaft. Die Heil- und Bildungsstätte Ekkharthof ist neben Industrie und Handwerk (Gewerbepark) der grösste Arbeitgeber. Im Jahr 2016 bot Lengwil 673 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 9,2 % in der Land- und Forstwirtschaft, 24,6 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 66,2 % im Dienstleistungssektor tätig.

Sehenswürdigkeiten

Paritätische Kirche Oberhofen Schloss Liebburg

Persönlichkeiten Hermann Weideli (1877–1964), Architekt, wurde im Ortsteil Oberhofen geboren. Kristin Thielemann lebt seit 2009 im Ortsteil Oberhofen.

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Lengwil

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Schweizer Gemeinde