mini|Porträt-Zeichnung des 1870 verstorbenen Heimatdichters

Ludwig Schulmann (Pseudonym L. Justus; geboren 1814 in Hildesheim;Vergleiche die Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (DNB)Davon abweichend wird das Geburtsjahr 1816 (Seelmann) genannt; vergleiche die Angaben der (DNB) gestorben 24. Juli 1870 in Hannover) war ein deutscher Pädagoge, Zeitungsverleger, -herausgeber und -redakteurIsidore Singer, Abraham Lewinsky: Schulmann, Ludwig (in englischer Sprache), in: The Jewish encyclopedia. A descriptive record of the history, religion, literature, and customs of the Jewish people from the earliest times to the present day, Transkription auf der Seite jewishencyclopedia.com sowie Heimatdichter jüdischen Glaubens. Er schrieb im Calenberger Platt bzw. Hildesheimer Platt, einem ostfälischen Dialekt der niederdeutschen Sprache.o. V.: Ludwig Schulmann. In: Leben und Schicksal. Zur Einweihung der Synagoge in Hannover. Herausgegeben von der Landeshauptstadt Hannover, Presseamt, in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Hannover e.V. Beeck in Kommission, Hannover 1963, S. 101.

Leben Ludwig Schulmann war ein Sohn des zeitweilig in Paderborn tätigen Rabbiners David Levi, der den Familiennamen Schulmann angenommen hatte.Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde Bände 4–5, Hrsg.: Volkskundliche Kommission für Westfalen (1957), S. 157;

Schulmann studierte Philologie an der Universität Göttingen und lehrte anschließend einige Zeit in seiner Heimatstadt Hildesheim.

Ab 1842 setzte er sich für die systematische Ausbildung jüdischer Volksschullehrer im Königreich Hannover ein. Als Folge seiner Bemühungen wurde am 7. November 1848 in Hannover ein Seminar für jüdische Lehrer eröffnet.

Schulmann war zeitweiliger Herausgeber des in Hildesheim erschienenen Blattes Allgemeine Zeitung und Anzeigen. Ab 1863 gab er die in der Residenzstadt Hannover erschienenen Neuen Hannoversche Anzeigen heraus. Als diese mit dem Hannoverschen Kurier zusammengelegt wurde, behielt er die Redaktion bei, die er bis zu seinem Tod weiterführte.

Darüber hinaus schrieb Schulmann Beiträge in der Allgemeinen Zeitung des Judenthums sowie – unter dem Pseudonym Justus in anderen Zeitschriften.

Schriften Talmudische Klänge, dem Hildesheimer Bezirksrabbiner Meyer Landsberg gewidmete Gedichte, Hildesheim: Fincke, 1856 Norddütsche Stippstörken un Legendchen, Hildesheim: Rege 1: Druck und Verlag von Carl Ernst Sundmacher; Digitalisat Tweite Rege: Gerstenbergsche Buchhandlung, 1856; Digitalisat 2. Auflage, Hildesheim: Gerstenberg, 1900 Dat Bödekerlied, Hildesheim 1864 2. Uplage, Hannover: Jänecke, 1864 Fiefte Uplage, Hannover: Kniep, 1878 Kneiplied der 23. Philologen-Versammlung zu Hannover am 27. September 1864, Hannover: Jänecke, 1864 Das Waterloo-Lied, Hannover, 1865 Michael, Balladenzyklus, in Leopold Stein, Samuel Süskind: Israelitischer Volkslehrer, 2. Jahrgang, 1856, S. 315–322 sowie Deutschland, in: Allgemeine Zeitung des Judenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdisches Interesse im Betreff von Politik, Religion, Literatur, Geschichte, Sprachkunde und Belletristik, hrsg. von Ludwig Philippson, Jhrg. 6, Leipzig: Verlag von Baumgärtners Buchhandlung, 1842, S. 624f.; Digitalisat

Literatur (Auswahl) Abraham Lewinsky: Zur Jubelfeier der Bildungsanstalt für Jüdische Lehrer zu Hannover, in: Allgemeine Zeitung des Judentums, 1898, S. 519 ff.

Siehe auch Geschichte der Juden in Hannover

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