Nicolaus Martin (* 27. Februar 1780 in Kriegsfeld; † 13. Dezember 1869 in Erndtebrück) war ein deutscher Fabrikant und Politiker.

Nicolaus Martin war Pulverfabrikant und Kaufmann in Erndtebrück. Er war katholischerer Konfession Wittgensteiner Familiendatei und heiratete am 27. September 1801 die evangelische Hedwig Sinner (1783–1834). Zuvor hatte er von ihrem Vater, dem Schultheiß Johann Jost Sinner (1755–1822), die kurz zuvor gegründete Pulvermühle übernommen Brief Martins an die Rentkammer in Laasphe vom 5. März 1801, Fürstliches Archiv, Laasphe und zusätzliche Grundstücke für eine Erweiterung erworben. 1820 errichtete er 10 km ederabwärts in Aue eine weitere Pulverfabrik Aue-Wingeshausen am Südhang des Rothaargebirges, 1995 . In den 30er Jahren wurden beide Standorte erweitert, aber 1852 wurde Martin insolvent Kreisblatt für den Kreis Wittgenstein vom 9. Dezember 1852 und das Unternehmen wurde 1853 von Johann Wenté und dessen Schwiegervater Christian Soest übernommen. Wenté war ein Schwager von Martins Sohn Karl, der seit 1841 Posthalter in Erndtebrück war. Briefmarkenfreunde Wittgenstein e.V. Eine der Töchter, Christine Amalie Martin (* 18. Juni 1812 in Erndtebrück; † 6. Januar 1894 in Düsseldorf), heiratete 1832 den Landrat Wilhelm Friedrich Groos. Martin war Hauptmann der Landwehr. Kommunalpolitisch war er als Beigeordneter in Erndtebrück tätig. 1837 bis 1841 war er Mitglied im Provinziallandtag der Provinz Westfalen.

Literatur Alfred Bruns (Hrsg.), Josef Häming (Zusammenstellung): Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826–1978 (= Westfälische Quellen- und Archivverzeichnisse, Band 2). Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster 1978, S. 440.

Einzelnachweise

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