Unter Play Fair Code tritt der österreichische Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS) nach außen auf. Der Verein hat das Ziel, durch Prävention und Bewusstseinsbildung Sportwettbewerbe ohne Spielmanipulation und Wettbetrug zu erreichen.

Gründung Der Play Fair Code wurde 2012 auf Initiative des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), des Österreichischen Fußball-Bundes und der Österreichischen Fußball-Bundesliga gegründet. Der Verein ist als Non-Profit-Organisation konstituiert.

Aufgaben Kernaufgabe des Vereins ist Durchführung von Präventionsschulungen bei Athleten, Schiedsrichtern, Vereins- und Verbandsfunktionären. Seit seiner Gründung hat der Play Fair Code mit seinen Schulungen ca. 30.000 (Stand 2026) Personen in verschiedene Sportdisziplinen (Fußball, Basketball, Handball, Volleyball, Eishockey, American Football, Tennis und Ski) erreicht. Im Auftrag der UEFA schult der Play Fair Code laufend europäische Nachwuchs-Fußballnationalmannschaften im Rahmen von in Österreich stattfindenden Qualifikationsturnieren.

Der Play Fair Code iagiert außerdem als Erstanlaufstelle für Meldung von Wahrnehmungen bzw. zur Beratung von betroffenen Personen und unterhält darüber hinaus eine rund um die Uhr per Telefon oder E-Mail erreichbare Ombudsstelle.

Laut seinen Statuten setzt sich der Play Fair Code dafür ein, Manipulation im Sport zu verhindern und das Bewusstsein für Fairness und Integrität zu stärken. Der Verein informiert und schult Sportlerinnen und Sportler sowie weitere Zielgruppen, berät Organisationen und arbeitet mit nationalen und internationalen Sportverbänden, Wettanbietern, Behörden und anderen Partnern zusammen. Außerdem erstellt der Play Fair Code Studien zum Thema Sportintegrität und engagiert sich für einen fairen und verantwortungsvollen Sport auf allen Ebenen.Vereinsstatuten auf der Website des Play Fair Code, abgerufen am 25. Januar 2019

Struktur Ordentliche Mitglieder Die ordentlichen Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit des Play Fair Code beteiligen:

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) Österreichischer Fußball-Bund (ÖFB) Österreichische Fußball-Bundesliga (OEFBL) Österreichischer Skiverband (ÖSV) ICE Hockey League (ICE) Basketball Austria Österreichischer Tennisverband (ÖTV) Handball Austria Österreichischer Volleyballverband (ÖVV) Österreichischer Eishockey Verband (ÖEHV) American Football Bund Österreich (AFBÖ)

Außerordentliche Mitglieder Weitere Mitglieder und Partner im Netzwerk des Play Fair Code sind: Sport Austria - Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) Österreichische Lotterien Österreichisches Olympische Comité (ÖOC) Österreichisches Paralympisches Comité (ÖPC) Österreichischer Sportwettenverband (OSWV)Österreichischer Sportwettenverband (OSWV)

Wettanbieter Admiral tipp3 Cashpoint bwin bet-at-home Interwetten win2day Safebet

Vorstand und Beirat Der Play Fair Code wird von einem ehrenamtlichen Vorstand unter Vorsitz von Friedrich Stickler geleitet.„Wir müssen in die Köpfe und Herzen der Jugend und Funktionäre“, auf sportsbusiness.at Von 2012 bis 2022 war Günter Kaltenbrunner Präsident des Play Fair Code.

Weitere Schwerpunkte Neben den genannten Aufgaben verfolgt der Play Fair Code weitere Themen:

Nationale Plattform Am 2. Juni 2016 fand im Rahmen der internationalen EPAS-Konferenz in Wien die Unterzeichnung des Übereinkommens des Europarats über die Manipulation von Sportwettbewerben (Council of Europe Convention on the Manipulation of Sports Competitions) durch den damaligen Bundesminister für Sport Hans Peter Doskozil statt, nachdem im Jänner 2016 die Unterfertigung der Konvention seitens Österreich im Ministerrat beschlossen wurde. Ziel des Übereinkommens über die Manipulation von Sportwettbewerben ist es, Wettbetrug im Sport zu verhindern, aufzudecken und zu sanktionieren sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen und Schulungen für Sportlerinnen und Sportler weiter auszubauen.

Mit der Unterzeichnung der Konvention wurde das Fundament für die Einrichtung und Ausgestaltung einer „Nationalen Plattform“ in Österreich geschaffen. Damit soll national die Zusammenarbeit zwischen den Sportverbänden und den verantwortlichen Behörden forciert werden. Auch die Ermittlungs- und Justizbehörden sollen stärker vernetzt und die internationale Koordination im Kampf gegen Match-Fixing weiter verbessert werden.Sportminister Doskozil unterzeichnet Konvention gegen Wettbetrug

Internationale Expertise Der Play Fair Code ist bzw. war auf internationaler Ebene in mehreren Bereichen präsent: Als vom Sportministerium nominiertes Mitglied in der EU Expert Group Match-Fixing. Als Kooperationspartner diverser Erasmus+ geförderter EU-Projekte (unter anderen): „European Rookie Cup“, „Fix the Fixing“, „Anti Match-Fixing Top Training“ und „Against Match Fixing“. Als Expertenpartner bei der IOC, bei INTERPOL, UNODC, FIFA, UEFA und IIHF.

Auszeichnungen Der Play Fair Code wurde 2014 in Riga für seine Aktivitäten vom European Fair Play Movement mit dem European Fair Play Diploma 2014 ausgezeichnet.2014 European Fair Play Diploma (Organization), abgerufen am 25. Januar 2019

Für die Kampagne #NoManipulation wurde der Play Fair Code zusammen mit win2day 2022 vom European Fair Play Movement mit einem Diploma of Recognition ausgezeichnet.

Siehe auch Wette

Weblinks Website des Play Fair Code „Taboga hat vielen Menschen und dem Fußball Schaden zugefügt“ in Der Kurier 11. November 2018, abgerufen am 25. Januar 2019 „Fünf Jahre danach“ in COLOR OF SPORTS 30. Oktober 2018, abgerufen am 25. Januar 2019 „Fünf Jahre Play Fair Code: Eine Erfolgsgeschichte“ in Der Kurier 27. Februar 2017, abgerufen am 25. Januar 2019 „Play Fair Code“: Erfolgsmodell im Kampf gegen Spielmanipulation und für Integrität im Sport auf der ASKÖ Webseite abgerufen am 25. Januar 2019 „Der Fall Taboga hat uns geholfen“ in COLOR OF SPORTS 21. März 2016, abgerufen am 25. Januar 2019 „Eine Bedrohung für den Fußball“ in Kleine Zeitung 23. November 2013, abgerufen am 25. Januar 2019

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen (Wien) Kategorie:Sportverband (Wien) Kategorie:Nationaler Sportverband (Österreich) Kategorie:Öffentliches Unternehmen (Österreich) Kategorie:Verbandsgründung 2012 Kategorie:Sport (Österreich)