Fântânele alte Schreibweise Fîntînele [] (veraltet Gialacuta; ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Fântânele ist auch unter der siebenbürgisch-sächsischen Bezeichnungen Gielekonten und der ungarischen Gyalakuta bekannt.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Fântânele im Kreis Mureș Die Gemeinde Fântânele liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im Siebenbürgischen Becken. An der Târnava Mica (Kleine Kokel), der Nationalstraße DN13A und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid befindet sich der Ort Fântânele sechs Kilometer westlich der Kleinstadt Sângeorgiu de Pădure (Sankt Georgen auf der Heide) und etwa 28 Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte Der Ort Fântânele, von Szekler gegründet, wurde 1332 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Gebiet Fântâneles, am Bach Hrean (Tormás), wurde bei Grabungen ein Beil der Bronzezeit zugeordnet. Reste einer Bug zwischen den Bächen Taurului (Bikás) und Szele wurden noch keinem Zeitalter, bei Pădurea sașilor (Szászok erdeje) Urnen der Römerzeit zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Fântânele, abgerufen am 9. April 2019 (rumänisch). Reste einer Burg umgeben von einem Erdwall auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Călimănești (ungarisch Kelementelke), auf dem von den Einheimischen genannten Areal Cetatea turcilor, wurde noch keinem Zeitalter zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Călimănești, abgerufen am 9. April 2019 (rumänisch). Archäologische Funde auf dem Areal der eingemeindeten Dörfer Roua (ungarisch Rava) und Viforoasa (Havadtő) bei Făgetul Mare wurden laut Angaben von Márton Roska und Gábor Téglás der Jungsteinzeit als auch der Hallstattzeit zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Roua, abgerufen am 9. April 2019 (rumänisch).

Im 16. bis ins 18. Jahrhundert gehörte der Ort Fântânele der ungarischen Adelsfamilie Lázár, aus der der ungarische Schriftsteller János Lázár (1703–1772) entstammt.

Im Königreich Ungarn gehörten Orte der heutigen Gemeinde zum Teil dem Stuhlbezirk Maros alsó („Unter-Maros“) in der Gespanschaft Maros-Torda und zum Teil dem Stuhlbezirk Székelykeresztúr im Komitat Udvarhely anschließend dem historischen Kreis Odorhei und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Das hier in Fântânele einst größte Gaskraftwerk Rumäniens, 1952 von einer russischen Firma errichtet und von einer deutschen fertiggestellt, hatte eine Leistung von 250 MW; wurde Mitte der 1990er Jahre stillgelegt. 2014 unterzeichneten Electrocentrale Bukarest (ELCEN) und die japanische Firma Marubeni einen Vertrag, bis 2017 hier in Fântânele neben dem ehemaligen Kraftwerk ein neues zu errichten.Titi Dălălău: Die Investition in das Kraftwerk Fântânele ist ins Wasser gefallen, am 22. März 2017, bei punctul.ro, abgerufen am 10. April 2019 (rumänisch).

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Fântânele entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 3690 53 3375 - 262 1930 4496 141 4173 2 180 1966 6922 655 6018 105 144 1977 6009 116 5604 22 267 2002 5067 68 4749 1 249 2011 4693 69 4301 2 321 2021 4854 76 4563 2 213 (114 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl der Rumänen, Magyaren und der Rumäniendeutschen 1966; der Roma (265) 1977 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die reformierten Kirche im 13. Jahrhundert errichtet und im 18. erneuert, steht unter Denkmalschutz. (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im Gemeindezentrum das Lazar Haus im 18. Jahrhundert errichtet und das Anwesen in der Hauptstraße Nr. 83 im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Bordoșiu (Bordosch) die römisch-katholische Kirche und der Glockenturm im 15. Jahrhundert errichtet, 1857 erneuert, und dessen Pfarrhaus 1812 errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Roua (ungarisch Rava) die unitarische Kirche im 18. Jahrhundert und der Glockenturm 1723 errichtet, im 19. erneuert, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Viforoasa (ungarisch Havadtő) die reformierten Kirche 1826 errichtet.Angaben zur reformierten Kirche in Mureni bei biserici.org, abgerufen am 10. April 2019 (rumänisch).

Weblinks

Die Gemeinde Fântânele bei ghidulprimariilor.ro Webdarstellung von Fântânele (rumänisch, ungarisch) Kovács Csenge: Gyulakuta, bei diakszemmel.eloerdely.ro (ungarisch; PDF; 3,5 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1332