Die Gmina Czernichów ist eine Landgemeinde im Powiat Żywiecki der Woiwodschaft Schlesien Polen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist das Dorf Tresna. Namensgebend ist das Dorf Czernichów mit mehr als 1000 Einwohnern.
Die Einwohnerzahl der Gemeinde in Stadtnähe ist steigend und hat 2016 die Marke von 6800 überschritten.Jeweils am 31. Dezember betrug die Einwohnerzahl: 6798 (2015), 6817 (2016) und 6805 (2017). Quelle: GUS: Gmina Czernichów w liczbach. (polnisch; abgerufen am 9. April 2019)
Geographie mini|Karte der Landgemeinde Die Gemeinde liegt in den Kleinen Beskiden, an der Nordspitze des Powiats Żywiecki. Sie grenzt im Nordwesten an die Großstadt Bielsko-Biała und im Süden an die Kreisstadt Żywiec (Saybusch). Weitere Nachbargemeinden sind: Kozy, Łękawica, Łodygowice, Porąbka und Wilkowice.
Wichtigstes Gewässer ist die Soła. Der Fluss durchbricht hier das Gebirge und wird auf Gemeindegebiet zweimal aufgestaut. Größter Stausee ist der Żywiecer See (Jezioro Żywieckie) im Süden der Gemeinde, der Wasserspeicher hat eine Fläche von 10 km². Der Jezioro Międzybrodzkie ist mit dem Speichersee Jezioro Żar auf dem Gipfel des 761 Meter hohen Bergs Żar verbunden.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 56,26 km² von denen 22 Prozent landwirtschaftlich genutzt werden und 61 Prozent mit Wald bedeckt sind.
Geschichte Von 1975 bis 1998 gehörte die Gemeinde zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.Dz.U. 1975 nr. 17 poz. 92 (PDF-Datei, 783 kB; polnisch) Im Jahre 1966 wurde Tresna teilweise vom Żywiecer See überschwemmt.
Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2006 war dies Adam Kos, der 2018 nicht erneut kandidierte. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. März 2026. Łukasz Harat (Wahlkomitee „Łukasz Harat. Zeit für Entwicklung – Zeit für Arbeit“) 64,3 % der Stimmen Barbara Kos-Harat (Wahlkomitee „Barbara Kos-Harat. Verantwortliche Entwicklung“) 35,7 % der Stimmen
Damit wurde Harat bereits im ersten Wahlgang zum neuen Gemeindevorsteher gewählt.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. März 2026. Barbara Kos-Harat (Wahlkomitee „Unabhängig und Verantwortungsbewusst“) 40,1 % der Stimmen Marek Szlagor (Wahlkomitee Marek Szlagor) 35,5 % der Stimmen Tadeusz Madej (Wahlkomitee „Unsere Gemeinde – Unser Zuhause“) 24,4 % der Stimmen
In der damit notwendigen Stichwahl wurde Kos-Harat mit 63,5 % der Stimmen gegen Szlagor zur neuen Gemeindevorsteherin gewählt.
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. März 2026. Wahlkomitee „Łukasz Harat. Zeit für Entwicklung – Zeit für Arbeit“ 50,0 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee „Barbara Kos-Harat. Verantwortliche Entwicklung“ 43,5 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Lokale Verwaltungsgemeinschaft des Powiats Żywiecki“ 3,6 % der Stimmen, 1 Sitz Wählervereinigung „Integration Eurobeskiden“ 2,9 % der Stimmen, 1 Sitz
Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. März 2026. Wahlkomitee Marek Szlagor 36,5 % der Stimmen, 7 Sitze Wahlkomitee „Unsere Gemeinde – Unser Zuhause“ 32,6 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Unabhängig und Verantwortungsbewusst“ 28,7 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Lokale Verwaltungsgemeinschaft des Powiats Żywiecki“ 2,2 % der Stimmen, 1 Sitz
Gemeindepartnerschaften Die Gemeinde ist nach der politischen Wende eine Partnerschaft mit Neunkirchen-Seelscheid in Deutschland eingegangen. Weitere Partnerschaften bestehen mit Bicester, England, und Csór, Kreis Székesfehérvár in Ungarn.
Gliederung Die Landgemeinde gliedert sich in vier Dörfer mit Schulzenämtern (sołectwa):
Czernichów, Tresna, Międzybrodzie Bialskie und Międzybrodzie Żywieckie.
Wirtschaft und Tourismus An der Soła wurden auf Gemeindegebiet drei Wasserkraftwerke angelegt: Der Stausee des Kraftwerks in Porąbka 1936, das Kraftwerk Tresna 1966 und das Pumpspeicherkraftwerk Porąbka-Żar 1979. Mit einer Fallhöhe von 440 Metern und einer Leistung von 500 MW gehört es zu den leistungsfähigsten seiner Art in Polen.
Tourismus mini|Glockenturm und Heiligenhäuschen in Czernichów Auf dem Gemeindegebiet gibt es mehrere markierte Wanderwege, unter anderem den Kleinen Beskidenweg. Auf den Gipfel des Żar führt die Standseilbahn Żar und an seinem Hang befindet sich ein Skigebiet.
Am Hang des Berges befindet sich das Segelfluggelände Żar (Lotnisko Żar, EPZR) mit einer Flugschule. Bei besonderen Wetterlagen sind Segelflüge in der Leewelle der Beskiden möglich. Am Berg wird auch Drachenflug betrieben. Der nächste Verkehrslandeplatz befindet sich in Bielsko-Biała.
Sehenswürdigkeiten Zu den denkmalgeschützten Sehenswürdigkeiten gehören im Hauptort Czernichów der hölzerne Glockenturm und das benachbarte Heiligenhäuschen. Von weiterem Interesse sind auch die unterschiedlichen Staudämme und -wehre am Fluss.
Sonstiges Auf dem Gemeindewappen werden der Berg Żar mit seiner Wetterstation und Segelflugzeug dargestellt, die untere Hälfte symbolisiert einen See.
Weblinks
Webpräsenz der Gemeinde (polnisch)
Fußnoten