Einen Kappa-Organismus oder Kappa-Partikel nennt man in der Biologie vererbbare zytoplasmatische Symbionten (Endosymbionten), die in einigen Stämmen des Wimperntierchens Paramecium (Pantoffeltierchen) vorkommen. Paramecium-Stämme mit diesen Partikeln werden als „Killer-Paramecia“ bezeichnet. Sie setzen eine als Paramecin bezeichnete Substanz in das Kulturmedium frei, die für Kappa-Partikel-freie Paramecium tödlich ist. Kappa-Partikel werden in Genotypen von Paramecium aurelia syngen 2 gefunden, die das dominante Gen K tragen.

Kappa-Partikel sind Feulgen-positiv und färben sich nach einer Säurehydrolyse mit Giemsa-Färbung. Die Länge der Partikel beträgt 0,2–0,5 μm.

Lange Zeit war man sich unklar über das Wesen der Kappa-Partikel (Viren, Bakterien, Organellen), in mediLexicon. Heute weiß man, dass es sich bei den Partikeln um intrazelluläre bakterielle Symbionten handelt (Caedibacter taeniospiralis, γ-Proteobacteria).Caedibacter, Caedibacter taeniospiralis, auf: NCBI Taxonomy Browser[ Caedibacter], auf: Taxonomicon Caedibacter taeniospiralis enthält zytoplasmatische Proteineinschlüsse, sogenannte R-Körper, die als Toxinverteilungssystem fungieren.

Einzelnachweise

Weblinks

John R. Preer, Jr., Richard W. Siegel, Pearl S. Stark: The Relationship between Kappa and Paramecin in Paramecium Aurelia, in: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 1953 Dec; 39(12): S. 1228–1233. , PMID 16589403 Willem J. van Wagtendonk: The Action Of Enzymes On Paramecin, in: Journal of Biological Chemistry. 1948, 173: S. 691–704, 13. Januar 1948

Siehe auch Paramecium aurelia

Kategorie:Zellbiologie