mini|300px|Kastell Tia Mare im Verlauf der dakischen Limites Das Kastell Tia Mare ist ein ehemaliges römisches Auxiliarkastell auf dem Gebiet der Gemeinde Tia Mare, Kreis Olt, an der Grenze zwischen den rumänischen Regionen Kleine Walachei und Große Walachei.
Lage Der Standort des Kastells befindet sich östlich oberhalb des Flusses Olt gegenüber dem heutigen Dorf Tia Mare. Bodenverformungen lassen eine Kastellumwehrung vermuten. Durch die erhöhte Position wäre der Kastellbesatzung eine gute Überwachung des Schiffsverkehrs auf dem Olt und des Landverkehrs auf der am anderen Ufer parallel zum Fluss verlaufenden Limesstraße möglich gewesen.Nicolae Gudea: Der Dakische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. In: Jahrbuch des Römisch Germanischen Zentralmuseums Mainz. 44, 2, 1997, S. 83, (Digitalisat).
Kenntnisstand Dumitru Tudor, der sich schon 1942, 1953, 1965, 1968 und 1969 mit dem möglichen Kastellstandort auseinandergesetzt hatte, postulierte 1978 ein Kleinkastell in steinerner Bauweise und mit einem quadratischen Grundriss von rund 30 m mal 30 m, entsprechend einer Grundfläche von 900 m². Wenn die wahrnehmbaren Bodenverformungen dem Kastellgrundriss entsprechen, war es mit seinen Seiten in etwa in die vier Himmelsrichtungen orientiert. Das Kastell wäre Bestandteil des Limes Alutanus gewesen und hätte administrativ zur Provinz Dacia inferior, später zur Dacia Malviensis gehört.Dumitru Tudor: Oltenia romană. Editura Academiei Republicii Socialiste România, București 1978, S. 301 und 307. Das in Frage kommende Areal wurde bislang noch nicht archäologisch ergraben.Felix Marcu: The Internal Planning of Roman Forts of Dacia. (= Bibliotheca Mvsei Napocensis XXX), Mega Publishing House, Cluj-Napoca 2009, ISBN 978-606-543-058-7, S. 238.
Siehe auch Liste der Limeskastelle in Dakien
Literatur Nicolae Gudea: Der Dakische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. In: Jahrbuch des Römisch Germanischen Zentralmuseums Mainz. 44, 2, 1997, S. 83, (Digitalisat). Felix Marcu: The Internal Planning of Roman Forts of Dacia. (= Bibliotheca Mvsei Napocensis XXX), Mega Publishing House, Cluj-Napoca 2009, ISBN 978-606-543-058-7, S. 238.
Einzelnachweise
Tia Mare Tia Mare Kategorie:Bauwerk im Kreis Olt Tia Mare Tia Mare