Beutelsdorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Herzogenaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Beutelsdorf liegt in der Gemarkung Haundorf.
Geographie Beutelsdorf ist ein Haufenwegedorf. Westlich von Beutelsdorf entspringt der Bimbachgraben, der anschließend durch den Ort fließt. Dieser mündet als linker Zufluss östlich in den Bimbach, der später in Erlangen von der Regnitz aufgenommen wird. Im Nordwesten liegen die Beutelsdorfer Weiher. Unmittelbar ist der Ort ansonsten von Acker- und Grünland umgeben. Im Süden wird die Flur Auracher Weg genannt. 0,5 km weiter östlich, nördlich und westlich ist die Flur von einem zusammenhängenden Waldgebiet umgeben, im Nordwesten Hammerbacher Wald und im Nordosten Oberholz genannt.
Die Kreisstraße ERH 25 verläuft nach Haundorf (1,7 km östlich) bzw. nach Hammerbach zur Staatsstraße 2263 (3,2 km westlich). Die Kreisstraße ERH 14 verläuft zur Staatsstraße 2244 bei Herzogenaurach (1,5 km südwestlich) bzw. nach Untermembach (2,7 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1348 im Bamberger Urbar erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname „Butili“. Eine Person dieses Namens kann als Gründer der Siedlung angenommen werden. Lehnsherr war das Hochstift Bamberg. Wie aus der Urkunde hervorgeht, wurde ein Teil des Zehnts an den Nürnberger Patrizier Konrad Groß verkauft, dem Gründer des Nürnberger Heilig-Geist-Spitals. Dessen Ansprüche gingen auf das Spital über. Der andere Zehntanteil unterstand dem bambergischen Kastenamt Herzogenaurach.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 118 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 75.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Beutelsdorf aus 7 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Herzogenaurach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Herzogenaurach. Grundherren waren das Kastenamt Herzogenaurach (5 Güter) und das Spital Forchheim (2 Güter).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 60. 1799 gab es 6 Anwesen, wovon eines das Spital Forchheim als Grundherrn hatte.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 373f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Beutelsdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hammerbach zugeordnet. Es gehörte der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Haundorf an.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 142.
Am 1. Januar 1974 wurde Beutelsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Herzogenaurach eingegliedert.
Baudenkmäler In Beutelsdorf gibt es zwei Baudenkmäler: Katholische Kapelle: Ein neugotischer Saalbau mit Satteldach mit dreiseitigem Schluss und Dachreiter, der 1898 durch Spenden von neun Landwirten errichtet werden konnte. Die Kapelle ist einmal im Jahr Zwischenstation der Flurprozession der Pfarrei St. Magdalena. Martersäule, ein Rechtecksockel mit gebauchter Säule und vierseitigem Aufsatz aus Sandstein aus dem 17. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019 2021Einwohner 66 89 94 104 94 110 169 138 168 205 297 310HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 10 20 20 20 21 23 51 Quelle
Religion Beutelsdorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Magdalena (Herzogenaurach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Evangelische Stadtkirche (Herzogenaurach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Herzogenaurach) Kategorie:Ersterwähnung 1348