mini|hochkant|1960 Ford Typ B Automatikgetriebeöl
MERCON ist der Handelsname einer Reihe technischer Spezifikationen von Automatikgetriebeölen, die Ford erstellt hat. Den Namen hat sich Ford eintragen lassen, zuerst als Registered Trade Mark und später als Handelsmarke. Mercon kann in Lizenz für Name und Spezifikation an Ölhersteller vergeben werden, die Öle dieser Spezifikationen unter ihren eigenen Markennamen verkaufen. Nicht alle Mercon-Flüssigkeiten sind für den Wiederverkauf unter einem anderen Markennamen lizenziert. Alle lizenzierten Mercon-Flüssigkeiten müssen auf dem Behälter eine Lizenznummer haben. Wenn keine Lizenznummer gefunden wird, ist die Flüssigkeit möglicherweise nicht von Ford zugelassen und es kann nicht garantiert werden, dass die Flüssigkeit den Ford-Spezifikationen entspricht. Automobilhersteller wie Ford verwenden Getriebe, die von Getriebeherstellern auf der ganzen Welt zugeliefert und nicht von Ford selbst hergestellt werden. Viele dieser Automatikgetriebe brauchen spezielle Öle, die auf dieser Seite möglicherweise nicht gelistet sind.
Ursprünglich verwendete Ford seine Marke MERCON nur für Automatikgetriebeöle, später auch für andere Getriebeöle und Schmierstoffe.
Ford Automatikgetriebeöle (ATF) Das ursprüngliche Mercon-Automatikgetriebeölspezifikation (M2C185-A) ist vom Januar 1987. Im Laufe der Jahre wurde die ursprüngliche Mercon-Spezifikation von Mercon V, Mercon SP, Mercon LV und Mercon ULV verdrängt. Ford hat die Mercon-Spezifikationen im Laufe der Jahre verfeinert. Die neueren Öle sind nicht immer rückwärtskompatibel mit früheren Ölen. Neuere 6- und 10-Gang-Getriebe sowie Übertragungstechnologien von Plug-In-Hybriden (PHEV) und Elektrofahrzeugen (EV) erfordern spezielle Öle, um einwandfrei zu funktionieren. Es gibt nach wie vor einen Markt für ältere Öle, die vorgeben, die früheren Ölspezifikationen zu erfüllen. Einzelheiten zur Rückwärtskompatibilität der einzelnen Öle sind in den nachstehenden Angaben:
Vor der MERCON-Spezifikation (1942–1987) 1942 – Motorenöl mini|hochkant|(Beispiel: Mobiloil 1942) In der Flüssigkeitskupplung Liquamatic Drive wurde Motoröl verwendet
Im Jahr 1942 wurde für die Fahrzeuge Mercury 8 und Lincoln wahlweise ein „Liquamatic Drive“, ein Dreiganggetriebe mit einer Strömungskupplung, einer Trockenkupplung zum Schalten und einem unterdruckbetätigten automatischen Gangwechsel zwischen zweitem und dritten Gang angeboten. Das Getriebe hatte eine Überholkupplung an der Getriebewelle. Bei Lincoln war das Liquamatic Drive mit zusätzlichem Overdrive erhältlich.
Die Strömungskupplung am Schwungrad war mit SAE 10-Motoröl gefüllt. Das Getriebe lief in traditionellem Getriebeöl. Dieses Getriebe wurde nur wenige Monate vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg hergestellt. Es bewährte sich nicht, fast alle wurden in Rückrufaktionen durch herkömmliche Getriebe ersetzt und nach dem Krieg die Produktion dieses Getriebes wieder aufgenommen.macsmotorcitygarage.com Automatic Failure: Ford’s 1942 Liquamatic Experiment
1949 – Flüssigkeit für GM Hydra-Matic mini|hochkant|1950 GM Hydra-Matic-Antriebsflüssigkeit
Im April 1949 begann Lincoln die Hydra-Matic 4-Gang-Automat von General Motors in ihren 1950er-Modellen anzubieten. Dieses Angebot wurde auch im Modelljahr 1954 fortgesetzt. Der Wartungsplan von Lincoln forderte „Lincoln Automatic Transmission Fluid“. Diese Flüssigkeit erfüllte die Spezifikationen der GM Hydra-Matic-Antriebsflüssigkeit (siehe Dexron).
Dieses Öl wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1949 Hydra-Matic mit L-9 Präfix der Seriennummer 1950 Hydra-Matic mit L-50 Präfix der Seriennummer 1951 Hydra-Matic mit L-51 Präfix der Seriennummer 1952 Hydra-Matic mit L-52 Präfix der Seriennummer 1953 Hydra-Matic mit L-53 Präfix der Seriennummer 1954 Hydra-Matic mit L-54 Präfix der Seriennummer
1950 – GM Flüssigkeit vom Typ „A“ mini|hochkant|1955-1957 Gulf ATF Typ „A“ AQ-ATF-291
Es ist wichtig zu verstehen, dass jedes Automatikgetriebe, das von einem beliebigen Fahrzeughersteller hergestellt wird (Oldsmobile, Cadillac, Buick, Chevrolet, Pontiac, GMC, Ford, Mercury, Lincoln, Chrysler, Dodge, Desoto, Packard und Studebaker), GM-Getriebe der Baujahre 1949–1958 die Öle vom Typ „A“ verwenden.
1950, 11 Jahre danach brachte General Motors (GM) das Hydra-Matic 4-Gang-Automatikgetriebe heraus und sein besonderes Hydra-Matic-Automatikgetriebeöl (siehe Dexron). Ford hatte 1951 sein erstes vollautomatisches Fordomatic 3-Gang-Getriebe angeboten.sae.org FORD-MERCURY AUTOMATIC TRANSMISSION Dieses neue vollautomatische Getriebe verwendete Öl vom Typ GM-Typ-„A“. Ford und Hunderte anderer Wiederverkäufer wurden lizenzierte Wiederverkäufer des GM-Typ-„A“-Öls mit einer Ausrüsterqualifikationsnummer. Das Öl vom Typ „A“ wurde unter dem Markennamen Ford vertrieben.
Diese Flüssigkeit wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1951 Fordomatic (Borg-Warner FX) 3-Gang-Automatik 1954 Criuseomatic (Borg-Warner MX) 3-Gang-Automatik 1955 Lincoln TurboDrive 3-Gang-Automatik 1957 Ford Transmatic Drive 6-Gang-Automatik für mittelschwere und schwere Lkw 1958 Cruise-O-Matic 3-Gang-Automatik 1958 Edsel Mile-O-Matic 3-Gang-Automatik 1958 Mercury Multi-Drive 1958 Lincoln TurboDrive 3-Gang-Automatik
1959 – Ford Flüssigkeit vom Typ „A“ Im Jahr 1959 veröffentlichte Ford seine eigene Typ-A-Automatikgetriebeflüssigkeitsspezifikation (M2C33-A) und stellte die Übernahme der GM-Ölspezifikationen für die eigenen Getriebe ein. Das Ford M2C33-A-Öl hatte das Suffix „A“ vom GM-Typ „A“. Die Lebensdauer der Getriebeöl war ziemlich kurz und häufige Getriebeölwechsel waren erforderlich.
1959 – Flüssigkeit vom Typ „B“ Im Jahr 1959 veröffentlichte Ford eine aktualisierte Spezifikation für das Automatiköl Typ B (M2C33-B). Das Ford M2C33-B-Öl erfüllte die Eigenschaften des Öls GM-Typ „A“. Wie bei der vorherigen Spezifikation war die Lebensdauer der Getriebeflüssigkeit ziemlich kurz und häufige Getriebeölwechsel waren erforderlich.
1960 – Flüssigkeit vom Typ „D“ mini|hochkant|August 1960 Ford Type D ATF
1960 führte Ford die Typ-D-Spezifikation (M2C33-D) für den Einsatz von Betriebsflüssigkeiten in Fahrzeugen des Modelljahrs 1960 ein. Diese Änderung der Ölspezifikation führte auch zu besserem Oxidationverhalten, besserer Verschleißfestigkeit und höheren statischen Kapazitäten. Die Oxidationseigenschaft des Öls wurde mit einem neuen Merc-O-Matic-Oxidationstest gemessen.
Diese Flüssigkeit wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1964 C-4 3-Gang-Automatik 1966 C-6 3-Gang-Automatik 1968 FMX 3-Gang-Automatik
1967 – Flüssigkeit vom Typ „F“ mini|hochkant|1981 Ford ATF Typ F, Ford Lizenz Nr. 2P-800512
Im Jahr 1967 führte Ford eine neue Spezifikation für Flüssigkeiten ein, die Flüssigkeit vom Typ-F (M2C33-F). Diese Flüssigkeit lieferte einen hohen statischen Reibungskoeffizienten, der zu einem rauen Schalten führte. Die Spezifikation der Öle vom Typ F sollten ein „Lifetime“-Öl sein, das niemals erneuert werden muss. Es war das erste von vielen Lifetime-Ölen von Ford. Im Ford Werkstatthandbuch von 1974 heißt es: „Das Automatikgetriebe ist werkseitig mit ‚Lebensdauermedium‘ befüllt. Wenn Flüssigkeit nachgefüllt oder ersetzt werden muss, müssen Flüssigkeiten verwenden, die der Ford-Spezifikation M2C33F entsprechen.“
1972 – Flüssigkeit vom Typ „G“ Im Jahr 1972 führte Ford in Europa eine neue Ölspezifikation ein, die Typ-G-Flüssigkeit (M2C33-G). Dieses Öl wurde bis 1981 verwendet.
Dieses Öl wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: Borg-Warner 35 Automatikgetriebe und dessen Varianten
1974 – Flüssigkeit vom Typ „CJ“ mini|hochkant|1981 Ford Typ CJ, Dexron-II(D), Dexron (B), Typ „A“ Suffix „A“ Fluid (All Licensed)
Im September 1974 führte Ford die neue Spezifikation für Typ-CJ-Öle (M2C138-CJ) ein. Dieses Öl sorgte für ein sanfteres Schalten und weniger Zahngeräusche durch höhere dynamische Reibeigenschaften. Die Ford-Typ-CJ-Ölspezifikation entsprach auch der GM Dexron-II (D) und vorhergehende Spezifikationen. Ford war ein lizenzierter Hersteller von GM Dexron-II (D).
Diese Kompatibilität könnte bedeuten, dass alle Mercon-Öle von Ford mit Dexron kompatibel sind, was nicht richtig ist. Verwendet werden muss immer die vom Hersteller empfohlene Öl für das Getriebe. (Siehe unten, Abschnitt Aftermarket Automatikgetriebeöle)
Diese Flüssigkeit wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1974 C-3 3-Gang-Automatik im Pinto 1978 ATX 3-Gang-Automatik 1980 ATX 3-Gang-Automatik mit zentrifugal gekuppelter Kupplung (CLC) im Drehmomentwandler 1980 Jatco 3-Gang-Automatik 1980 ATX 3-Gang-Automatik mit einer Fluid Linked Clutch (FLC) im Drehmomentwandler 1980 AOD 4-Gang-Schnellgang-Automatik mit Drehmomentwandler-Bypass (Fords erster vierter Schnellgang) 1983 ZF-4HP33 4-Gang-Schnellgang-Automatik (Dexron-II (D))
1981 – Flüssigkeit vom Typ "H" mini|hochkant|Lizenz Nr. D-21685 / Unlizenzierte ATF Ford Typ-H
Infolge des Ölembargos der OPEC im Jahr 1973 und der Verknappung von Treibstoffen hat die US-Regierung 1975 die Regelung Corporate Average Fuel Economy (CAFE) erlassen. Die Regelungen sollten bis zum Modelljahr 1978 vollständig umgesetzt werden. Die Automobilindustrie reagierte mit drei normalerweise ungenutzten Übertragungstechnologien:
Ein 4. Gang (Overdrive) Eine hydrodynamische Drehmomentwandler-Kupplung / (Torque Converter Clutch, TCC) Vorderradantrieb (FWD).
Die Einführung des TCC führte zu Kundenbeschwerden über ein Flattern beim Fahren. Alle Fahrzeughersteller hatten Änderungen an ihren ATF-Spezifikationen und den Steuerungen ihres TCC vorgenommen, um das Problem zu beheben. GM veröffentlichte 1978 die Dexron-II-(D)-Spezifikation, Chrysler die ATF+2-Spezifikation im Jahr 1980 und Ford kam mit der Typ-H-Spezifikation (M2C166-H) im Juni 1981.
Die Flüssigkeitsspezifikation Typ H ermöglichte verbesserte Reibungseigenschaften in Drehmomentenwandlerkupplungen (Verringerung der Erschütterung beim Aufbringen und Lösen). Mit dieser neuen Spezifikation führte Ford den Aluminiumbecher-Oxidationstest (ABOT) ein, der den älteren Merc-O-Matic-Oxidationstest ersetzte.
Die Ford-Typ-H-Flüssigkeit war mit den Spezifikationen von GM Dexron II (D) kompatibel. Diese Kompatibilität kann für einige aber nicht alle Flüssigkeiten bedeuten, dass Fords, Mercon und GM Dexron kompatibel sind. Verwendet muss immer die vom Hersteller empfohlene Flüssigkeit für das Getriebe. (Siehe unten, Abschnitt Aftermarket Automatikgetriebeöle)
Diese Flüssigkeit wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1982 C-5 (C4 mit Drehmomentwandler-Kupplung (TCC)) 3-Gang-Automatik 1985 A4LD (C3 mit Overdrive) 4-Gang-Automatik 1986 AXOD 4-Gang-Automatik 1986 Elektronisches 4-Gang-Automatik A4LD
MERCON Flüssigkeiten ab 1987 1987 – MERCON mini|hochkant|Kanister von 2004 Lizenzkennung: M040901
Im Januar 1987 veröffentlichte Ford die ursprüngliche Spezifikation von Mercon (M2C185-A). Mercon wurde mit der Qualifizierung und Lizenzierung von Flüssigkeiten ein Markenzeichen für Flüssigkeiten, um die Qualität auf dem Markt sicherzustellen. Diese ursprüngliche Mercon-Spezifikation war abwärtskompatibel mit der Ford-Typ-H-Flüssigkeit von 1981 und dem GM-Typ „A“ von 1958.
Kompatibilität: Diese Version von Mercon war mit GMs Dexron-II (D) kompatibel und spätere Formulierungen waren mit Dexron-III (H) kompatibel. Zukünftige Versionen von Mercon (Mercon V, Mercon SP, Mercon LV, Mercon ULV) sind jedoch nicht mit GMs Dexron III (H) oder einer neueren Version von Dexron (Dexron-VI, Dexron HP, Dexron ULV) kompatibel.
Diese Flüssigkeit wurde erstmals in folgenden Getrieben eingesetzt: 1989 E4OD (C-6 mit Overdrive) Fords erstes elektronisches 4-Gang-Automatik 1990 4EAT-G Mazda 4-Gang-Automatik 1990 F-4EAT 4-Gang-Automatik 1990 XOD-E 4-Gang-Automatik 1992 AOD-E (Electronic AOD) 4-Gang-Automatik 1993 AOD-EW/4R70W 4-Gang-Automatik 1994 AX4S 4-Gang-Automatik 1994 CD4E Batavia 4-Gang-Automatik 1995 AX4N/4F50N 4-Gang-Automatik