Vânători [] (veraltet Hașfalău; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Vânători ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Diewaldsdorf und Truffelsdorf und der ungarischen Héjásfalva bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Vânători im Kreis Mureș Die Gemeinde Vânători liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im Siebenbürgischen Becken. An der Târnava Mare (Große Kokel), der Nationalstraße DN13 – hier Teil der Europastraße 60 – und der Bahnstrecke Teiuș–Brașov befindet sich der Ort Vânători 12 Kilometer östlich der Stadt Sighișoara (Schäßburg) und etwa 65 Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
In Vânători zweigt eine Bahnlinie nach Odorheiu Secuiesc im Kreis Harghita ab.
Geschichte mini|Dorfzentrum in Archita Der Ort Vânători wurde 1297 erstmals urkundlich erwähnt.
Eine Besiedlung auf dem Gebiet der Gemeinde wird auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Archita (Arkeden), bei den Einheimischen genannten Berg Dealului Cetății, bis in die Spätbronzezeit zurück bestätigt. Eine zweite Besiedlung auf dem Areal des Dorfes wird neben der Bahnbrücke bestätigt, ist aber noch keinem Zeitalter zugeordnet. Auch zahlreiche archäologische Funde sind auf dem Areal des Dorfes Archita aus unterschiedlichen Zeitaltern, von der Jungsteinzeit über die Frühbronzezeit, der Hallstattzeit bis in die Römerzeit, dokumentiert.Repertoriul Arheologic al României – Archita, abgerufen am 31. März 2019 (rumänisch). Auch auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Mureni (Neuflaigen) wurde ein Beil der Frühbronzezeit, ein Schwert und eine Gewandnadel der Latènezeit zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Mureni, abgerufen am 31. März 2019 (rumänisch).
Im Königreich Ungarn gehörten Orte der heutigen Gemeinde zum Teil dem Komitat Groß-Kokelburg und einige dem Komitat Klein-Kokelburg, anschließend den historischen Kreisen Târnava-Mare und Odorhei, und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Vânători entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 3536 1547 964 639 386 1930 4551 2351 1532 581 87 1977 4104 2212 1230 285 377 1992 3647 1743 1008 23 873 2002 3760 1755 980 9 1016 2011 3901 1399 746 2 1754 2021 4131 1515 648 2 1966 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl (4588) 1941 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (2374) wurde 1966, der Magyaren (1747) 1910, die der Roma (1709) 2021 und die der Rumäniendeutschen (667) wurde 1890 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum das Pfarrhaus der reformierten Kirche, im 19. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Archita (Arkeden), die Kirchenburg im 13. Jahrhundert errichtet und im 18. erneuert, steht unter Denkmalschutz. Denkmal Zeyk Domokos (1816–1849),1. Bild zum Denkmal Zeyk Domokos; und 2. Bild ein Offizier der sich das Leben nach verlorener Schlacht bei Vânători zwischen dem ungarischen Revolutionsheer und den Habsburgern in der Revolution von 1848 nahm. Im eingemeindeten Dorf Mureni (Neuflaigen oder Sedresch) die reformierte Kirche 1731 errichtet.Angaben zur reformierten Kirche in Mureni bei biserici.org, abgerufen am 31. März 2019 (rumänisch).
Weblinks
Die Gemeinde Vânători bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1297