Das amotivationale Syndrom (AMS) beschreibt das psychologische Phänomen von Leistungsminderung und AntriebsstörungenRoche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, München/Jena 2003, ISBN 978-3-437-15156-9, S. 65. über Gleichgültigkeit bis zu Apathie auf Grund geringer bis fehlender Motivation bei Menschen. Weitere Symptome können Antriebsarmut, Adynamie, eine mangelnde Zielgerichtetheit und erlernte Hilflosigkeit sein.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 267. Auflage. Verlag de Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-049497-6, S. 1757. Daraus erklärt sich die Etymologie des AMS als fehlende Motivation (alpha privativum und Motivation).

Die Symptomatik findet sich auch bei und nach chronischer Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen, Depression und Schizophrenie. Laut dem Handbook of Clinical Psychopharmacology wird das amotivationale Syndrom als mögliche Nebenwirkung von SSRIs bei der Behandlung von klinischen Depressionen aufgeführt.

Siehe auch

Weblinks Amotivationales Syndrom/Amotivationssyndrom. DrugScouts.de Gibt es das Amotivations-Syndrom? drugcom.de

Einzelnachweise

Kategorie:Entwicklungspsychologie Kategorie:Neuropsychologisches Syndrom Kategorie:Pathologie Kategorie:Psychosomatik