Der Handball-FDGB-Pokal der Herren wurde mit der Saison 1989/90 zum 20. Mal ausgetragen. Es war zugleich die letzte Auflage unter diesem Titel. Noch während des laufenden Wettbewerbs wurde eine Umbenennung in „Pokal“ vorgenommen. Der SC Magdeburg, der ungeschlagen seinen vierten Titel errang, sicherte sich zudem die Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger.

Teilnehmende Mannschaften Für den FDGB-Pokal hatten sich folgende 66 Mannschaften qualifiziert: DDR-Oberligadie 12 Vereine der Saison 1989/90 DDR-Ligadie 24 Vereine der Saison 1989/90 Bezirksvertreter die 25 Vereine aus der Saison 1988/89 (Meister, Pokalsieger bzw. Pokalfinalisten)die 5 DDR-Liga Absteiger der Saison 1988/89 ASK Vorwärts Frankfurt/O. SC Magdeburg SC Empor Rostock (TV) SC Leipzig SC Dynamo Berlin BSG Motor Eisenach BSG Post Schwerin SG Dynamo Halle-Neustadt BSG Wismut Aue SG Stahl Brandenburg/Kirchmöser BSG Chemie Piesteritz HG 85 Köthen

SC Dynamo Berlin ⇒ 1. SC Berlin SG Stahl Brandenburg/Kirchmöser ⇒ BSV Stahl Brandenburg (während der Endrunde)Staffel Nord BSG Lokomotive RAW Cottbus BSG ZAB Dessau ASK Vorwärts Frankfurt/O. II SC Dynamo Berlin II BSG SVKE Britz SC Empor Rostock II SG Dynamo/Motor Staßfurt BSG Chemie Premnitz SG Dynamo „Dr. Kurt Fischer“ Berlin BSG Post Schwerin II BSG Schiffahrt/Hafen Rostock BSG Stahl Eisenhüttenstadt

Staffel Süd SG Lok/Motor Süd-Ost Magdeburg ASG Offiziershochschule Löbau BSG Grubenlampe Zwickau SC Magdeburg II SC Leipzig II SG Dynamo Halle-Neustadt II BSG Motor Eisenach II HSG Wissenschaft Freiberg SG Dynamo Mitte/EGS Suhl BSG Motor Bernburg BSG „Thomas Müntzer“ Mühlhausen BSG Motor Zwönitz Bezirk Rostock BSG Motor Stralsund Bezirk Schwerin BSG Aufbau/Chemie Schwerin BSG Lokomotive Bützow Bezirk Neubrandenburg ASG Vorwärts Trollenhagen BSG Einheit/Sirokko Neubrandenburg Bezirk Potsdam HSG PH Potsdam BSG Motor Hennigsdorf Ost-Berlin BSG EAW Treptow BSG Lokomotive „Erich Steinfurth“ Berlin BSG Rotation Prenzlauer Berg Bezirk Frankfurt (Oder) BSG SVKE Britz II Bezirk Magdeburg TSG Calbe BSG Post Magdeburg BSG Traktor Solpke/Mieste Bezirk Halle BSG Stahl Frankleben Bezirk Leipzig BSG Traktor Glesien BSG Lokomotive Delitzsch Bezirk Cottbus BSG Lokomotive RAW Cottbus II TSG Lübbenau TSG Bad Liebenwerda Bezirk Dresden BSG Traktor Lommatzsch BSG Motor Cunewalde Bezirk Karl-Marx-Stadt BSG Wismut Aue II BSG Motor Spinnereimaschinenbau Karl-Marx-Stadt Bezirk Erfurt BSG Umformtechnik Erfurt Bezirk Gera BSG Motor Hermsdorf BSG Wismut Ronneburg BSG WBK Gera Bezirk Suhl BSG Traktor Breitungen BSG Plasta Sonneberg

Modus In sechs Runden, die alle im K.-o.-System ausgespielt wurden, wurde der sechste Teilnehmer für das Endrunden-Turnier ermittelt. An der ersten Hauptrunde nahmen vier Betriebssportgemeinschaften der Handball-Oberliga (9. und 10. des Spieljahres 1988/89 sowie beide Aufsteiger), die Mannschaften aus der Handball-DDR-Liga und sämtliche Bezirksvertreter teil. In der zweiten Hauptrunde kamen dann die restlichen drei Betriebssportgemeinschaften aus der Handball-Oberliga dazu. Die Auslosung erfolgte in beiden Runden nach möglichst territorialen Gesichtspunkten und brachte in der 1. Hauptrunde den Bezirksvertretern einen Heimvorteil gegenüber höherklassigen Mannschaften. Ab der 3. Hauptrunde wurde dann frei gelost. Im Endrunden-Turnier, welches im Modus „Jeder gegen Jeden“ ausgetragen wurde, traf der Qualifikationssieger auf die gesetzten fünf Sportclub Mannschaften aus der Oberliga.

1. Hauptrunde

2. Hauptrunde

3. Hauptrunde

4. Hauptrunde

5. Hauptrunde

6. Hauptrunde

Qualifikant für das Endrunden-Turnier

Endrunde Hauptspielort der Endrunde, die vom 13. bis 17. Juni 1990 ausgetragen wurde, war die Rostocker Sport- und Kongresshalle. Weitere vier Spiele fanden in der Wismarer Sport- und Mehrzweckhalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße statt.

Spiele 1. Spieltag:

2. Spieltag:

3. Spieltag:

4. Spieltag:

5. Spieltag:

Abschlusstabelle

FDGB-Pokalsieger 1. SC Magdeburg 60px|Logo vom SC Magdeburg Tor: Knut Koch, Gunar Schimrock Feldspieler: Holger Winselmann (20/–), Jens Fiedler (21/3), Heiner Benecke (13/–), Markus Pregler (8/–), Andreas Fink (6/–), Heiko Triepel (15/1), Steffen Stiebler (8/–), Gerrit Klemm, Thomas Michel (21/–), Holger Dorst (1/–), Andreas Frank, Karsten Schulze (4/–), Sven Liesegang (6/1) – (Tore/7 m) Trainer: Hartmut Krüger

Torschützenliste Torschützenkönig des Endturniers wurde Uwe Seidel vom ASK Vorwärts Frankfurt/O. mit 32 Toren. Spieler Mannschaft Tore / 7m 1. Uwe Seidel ASK Vorwärts Frankfurt/O. 32 / 11 2. Rüdiger Borchardt SC Empor Rostock 29 / 8 3. Jürgen Querengässer 1. SC Berlin 27 / 11 4. Andreas Friedrich SC Leipzig 24 / 2 5. Frank Mühlner SC Leipzig 22 / 11 6. Thomas Michel SC Magdeburg 21 / – Jens Fiedler SC Magdeburg 21 / 3 8. Holger Winselmann SC Magdeburg 20 / – Stephan Hauck 1. SC Berlin 20 / – Enrico Marcus SC Leipzig 20 / 1 Jörg Rademacher BSV Stahl Brandenburg 20 / 1

Literatur

#1989/90 Kategorie:Handballsaison 1989/90 Kategorie:Handballwettbewerb in Rostock