Robert Marie Joseph Alphonse (Rob) Steenhuis (* 26. Oktober 1949 in Amsterdam; † 9. Februar 2018 in Rosmalen) war ein niederländischer Architekt. Er war vor allem für seine Entwürfe von Bahnhofsgebäuden bekannt.

Leben Von 1971 bis 1978 studierte Steenhuis Architektur an der Technischen Universität Delft. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er kurzzeitig beim Architekturbüro Duintjer in Amsterdam, woraufhin er ab 1978 beim Architekturbüro Cor Kalfsbeek in Borger in der Provinz Drenthe tätig war. Ab 1982 war in der Ingenieursabteilung der Nederlandse Spoorwegen beschäftigt, die im Jahr 1995 als eigenständiges Tochterunternehmen ausgelagert wurde. Dort blieb er noch ein weiteres Jahr, bis er anschließend seine Arbeit bei Van Dijk Steenhuis Architecten in Gieten und ’s-Hertogenbosch aufnahm. Während seiner Zeit bei den Nederlandse Spoorwegen entstanden die meisten seiner Bauten. Ab 2000 war er Leiter des Bureau Spoorbouwmeester, eines unabhängig agierenden Organs der Nederlandse Spoorwegen und von ProRail. Unter ihm wurde das Spoorbeeld () eingerichtet. Ebenso entwickelte er die erste Version des Spoorbeeldgids (deutsch „Eisenbahnbild-Leitfaden“) und war hauptsächlich für die Beratung und Vorbereitung zuständig. In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Rijksbouwmeester, Jo Coenen, konzipierte er den Ansatz für die sogenannten Nieuwe Sleutelprojecten (deutsch „Neue Schlüsselprojekte“), die groß angelegte Entwicklungspläne für die Bahnhöfe Amsterdam Zuid, Arnhem Centraal, Breda, Den Haag Centraal, Rotterdam Centraal und Utrecht Centraal und die Anbindung an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz vorsahen. Im Jahr 2005 wurde er Direktor des Ateliers von Arcadis und bekleidete diese Position bis 2007. Bis zu seinem Tod leitete Steenhuis das Unternehmen SOTAstudio mit Sitz in Nijmegen. Steenhuis verstarb am 9. Februar 2018 in Rosmalen nahe ’s-Hertogenbosch. Er war Mitglied des Bundes Niederländischer Architekten.

Bauwerke Steenhuis entwarf die Gebäude folgender Bahnhöfe: 1985: Sliedrecht (Abriss 2012) 1986: Amsterdam De Vlugtlaan (Stilllegung 2000 und Abriss 2001) 1986: Amsterdam Lelylaan 1987: Helmond Brouwhuis 1988: Arnhem Velperpoort 1988: Assen (Abriss 2016) 1989: Hoogezand-Sappemeer 1989: Heerhugowaard 1992: Amsterdam RAI 1993: Diemen Zuid 1998: ’s-Hertogenbosch

Außerdem war er für den Umbau beziehungsweise die Restaurierung folgender Bahnhofsgebäude verantwortlich: 1997: Amsterdam Lelylaan 2000: Groningen

Bilder

Auszeichnungen Für folgende Projekte wurde Steenhuis für einen Preis nominiert oder ausgezeichnet: 1986: Nationale Staalprijs – Auszeichnung für RoRo-Schiff in Hoek van Holland 1987: Schildersprijs – Nominierung für Bahnhof Amsterdam Lelylaan 1989: Brunel Award – Auszeichnung für Bahnhof Arnhem Velperpoort 1991: Betonprijs – Nominierung für vierspurige Hubbrücke über die Gouwe 1992: Schildersprijs – Nominierung für Bahnhof Amsterdam RAI 1993: Sphinx Cultuurprijs – Auszeichnung für Gesamtwerk 1994: Brunel Award – Auszeichnung für Bahnhof Amsterdam RAI 2000: Architectuurprijs 2000 ’s-Hertogenbosch – Nominierung für Bahnhof ’s-Hertogenbosch 2000: Welstandsprijs Noord-Brabant – Nominierung für Arbeitsstätte Den Hartog Staalbouw in Aalburg 2001: Europa Nostra Award – Auszeichnung für Bahnhof Groningen 2007: Waterford Crystal – Auszeichnung für Bahnhof ’s-Hertogenbosch

Quellen Belege Curriculum vitae Ir. R.M.J.A. Steenhuis. In: docplayer.nl (niederländisch).

Einzelbelege

Weblinks R.M.J.A. Steenhuis. In: stationsweb.nl (niederländisch).

Kategorie:Architekt (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Nederlandse Spoorwegen)