mini|Westfenster, 1954, St. Johannis, Hamburg-Harburg mini|hochkant|Ostfenster, 1954, St. Johannis, Hamburg-Harburg mini|Runde Fenster, 1954, St. Johannis, Hamburg-Harburg mini|hochkant|links|Grabstein auf dem Neuen Friedhof Harburg mini|Fisch, 1961, Hamburg-Langenhorn mini|Carl-Ihrke-Weg, Hamburg-Harburg

Carl Ihrke (* 18. September 1921 in Harburg; † 28. Februar 1983 in Hamburg) war ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer.

Leben Carl Ihrke studierte von 1942 bis 1944In Volker Detlef Heydorns Maler in Hamburg ist 1942 bis 1945 angegeben. an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar Bühnenbild, Architektur und Malerei. Von 1946 bis 1950 war er als Bühnenbildner an den Bühnen von Hans Fitze in Hamburg-Harburg tätig und wirkte danach als Maler und Grafiker. In den 1950er Jahren hielt er sich eine Zeit lang in Paris auf.Kurzbiografie auf artplacement Hamburg-Süd Ihrke war Mitglied des Hamburger Künstlervereins. In den Hamburger Adressbüchern für die Jahre 1959 bis einschließlich 1963 ist Carl Ihrke als Kunstmaler in der Knoopstraße 4 in Hamburg-Harburg aufgeführt. Um 1982 wohnte er in der Knoopstraße 39.Carl Ihrke. In: Elisabeth Axmann (Red.): Künstler in Hamburg. Hrsg.: Kulturbehörde Hamburg, Christians Verlag, Hamburg 1982 (nicht paginiert).

Die Harburger Apotheke St. Georg veröffentlichte bis zu Ihrkes Tod jährlich einen Kalender mit Ihrke-Motiven. Carl Ihrke, der zu Lebzeiten in der Öffentlichkeit immer eine Baskenmütze trug, wurde auf dem Neuen Friedhof Harburg in Hamburg-Eißendorf beigesetzt.Harburg erinnert an Carl Ihrke. In: Hamburger Abendblatt, 5. Februar 2003 Der Nachlass Ihrkes ging in die Sammlung des Altonaer Museums über. Weitere Werke Ihrkes befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Harburger Rathauses, des Helms Museums in Hamburg-Harburg und des Kaamp-Hüs in Kampen auf Sylt. Der Metallbildhauer Hendrik-André Schulz schuf 1984 nach Entwürfen Ihrkes den im Volksmund so genannten Fischbrunnen, der in der Lämmertwiete in Hamburg-Harburg aufgestellt wurde. Die Fische gingen bis auf einen Aal durch Vandalismus verloren und wurden 2011 von Schulz wieder ersetzt.Restauration des Ihrke-Brunnens abgeschlossen, 1. Dezember 2011, hamburg.de

Nach der Auflösung des Grabes Carl Ihrkes wurde der Grabstein, nachdem dessen Inschrift um ein paar Daten ergänzt wurde, im Grabsteinmuseum am sogenannten Wasserweg des Neuen Friedhofs im September 2004 wieder aufgestellt. Die Enthüllung des Steines fand anlässlich Ihrkes 83. Geburtstages statt. Zur Enthüllung waren unter anderen der frühere Harburger Gartenamtschef Volker Maaß, der frühere Bezirksamtsleiter des Bezirks Harburg Bernhard Hellriegel, der Heimat- und Museumsvereinsvorsitzende Will Baumgarten, der Friedhofschef Wolfgang Bartelt sowie alte Freunde und ein Verwandter Ihrkes aus Kiel anwesend.Adolf Brockmann: Harburger enthüllten Ihrke-Grabstein. In: Hamburger Abendblatt, 25. September 2004

Nachdem Siegfried Bonhagen, der damalige Kulturpolitische Sprecher der Harburger CDU-Fraktion, Anfang 2011 diesbezüglich einen Antrag stellte, wurde am 28. November 2013 ein 65 Meter langer Teil der Hermann-Maul-Straße in Hamburg-Harburg in Carl-Ihrke-Weg umbenannt. Bei der Enthüllung des Straßenschildes waren zahlreiche Vertreter der Harburger Politik und Verwaltung sowie viele Familienmitglieder und Wegbegleiter Ihrkes anwesend.Würdigung für einen großen Künstler: Harburg hat jetzt einen Carl-Ihrke-Weg, 28. November 2013, harburg-aktuell.deUmbenennung einer Teilstrecke der Hermann-Maul-Straße in Carl-Ihrke-Weg, 25. November 2013, hamburg.de

Werk Nach anfänglich transparenten Landschaftsaquarellen sowie Pflanzen- und Kostümstudien schuf er nach seiner Begegnung mit dem Kubismus 1945/1946 abstrahierende Gouachen mit stärkerem Volumen und der Betonung von Linie und Fläche. Es entstanden Landschaften mit Verzicht auf Detailgestaltung und Auflösung der Form in geometrische Einzelflächen, darunter Strand-, Dünen-, Küsten- und Stadtlandschaften. Um 1960 betrieb er zudem Aktstudien. Ab 1970 widmete er sich vermehrt der Zeichnung. Unter seiner Motivauswahl befanden sich uthlandfriesische Häuser in Kampen auf Sylt, Kirchen und alte Häuser in Hamburg. Viele seiner Motive tauchen in seinen Grafiken wieder auf. Er bevorzugte dabei den Linolschnitt und die Lithografie. Für Aufträge im Bereich Kunst am Bau entwarf er zudem Tierplastiken, vorzugsweise Fische,Maike Bruhns: Ihrke, Carl. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump; ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 477 (Hauptquelle des Wikipedia-Eintrages) und Fenster.

Werke (Auswahl) Zwischen 1945 und 1951: Entwürfe für Fenster im Rathaus Harburg, Hamburg-Harburg 1949: 2 Bronzereliefs, Hafenmotive, Foyer der Friedrich-Ebert-Halle, Hamburg-Heimfeld 19??: Buntglasfenster, Frontseite, Friedrich-Ebert-Halle, Hamburg-Heimfeld 1953: Phönix, Ernst-Eger-Straße 10, Hamburg-Harburg 1953: Aufblühender Baum, Sgraffito, Haeckelstraße 6, Hamburg-HarburgFriederike Weimar, Ute Janssen, SAGA GWG (Hrsg.): , Hamburg 2008, S. 76–77 oder PDF-S. 76–77 1953: Bilder vom Harburger Hafen, dreiteilig, Goethe-Schule-Harburg, Treppenhaus, B-Gebäude (Altbau), Bennigsenstraße 7 1954: Entwürfe für mehrere Fenster, Antikglas, St. Johannis, Hamburg-Harburg 1955: Sonnenuhr, Schulgarten im Harburger Stadtpark, Hamburg-Wilstorf, Marmsdorfer Weg 1958: Fisch, Langenfort, Spielplatz, Hamburg-Barmbek-Nord 1959: Elefant, Harburger Chaussee 59, Spielplatz, Hamburg-Wilhelmsburg 1959: Hamburg-Plakat 1961: Fisch, Haus der Jugend Eberhofweg (auch Freizeittreff Eberhofstieg), Eberhofstieg 22, Hamburg-Langenhorn, rechts vom Gebäude auf dem Spielplatz 1962: Fisch, Zentrum für Alleinerziehende und ihre Kinder, Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB), Hohe Liedt 67, Hamburg-Langenhorn. Die Skulptur wies irgendwann Beschädigungen auf und ist nicht mehr vorhanden. Sie glich dem Fisch von 1961., Nr. 21.2, auf der alten Website des Langenhorn-Archives (im Internet Archiv) 1963: Flutdenkmal (Sturmflut 1962), Hamburg-Wilhelmsburg 1972: Sturmflut-Gedenkstein, Kirchdorfer Straße / Siedenfelder Weg, Hamburg-Wilhelmsburg 1983: Entwurf für Brunnen mit stilisierten Fischen, Lämmertwiete, Hamburg-Harburg. Von Hendrik-André Schulz nach Ihrkes Entwurf 1984 gebaut und 2011 restauriert. 19??: 2 Vögel, Kindergarten (ehemalige Dorfschule), Sinstorfer Kirchweg 2, südliche Außenwand zum Garten, Hamburg-Sinstorf

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen Mehrere Ausstellungen in Hamburg-Harburg, unter anderen im Helms Museum 1957: Hamburger Kunsthalle 1964: Altonaer Museum 2003: Haus der Kirche, Hölertwiete 5, Hamburg-Harburg 2007: Ausstellung mit 65 Werken, Haus der Kirche, Hölertwiete 5, Hamburg-HarburgDie norddeutsche Heimat lag ihm am Herzen. In: Der neue Ruf, Ausgabe: 29. September 2007, S. 2 Gemeinschaftsausstellungen 1957: Hamburger-Kunsthalle 1957: Helms Museum, Hamburg 1964: Altonaer Museum 1988: Altonaer Museum 2005: 13:13, Ausstellung des Helms Museums im Kunstverein Harburger BahnhofAusstellung 13:13 auf der Website des Kunstvereins Harburger Bahnhof 2009: Helms MuseumAdolf Brockmann: Schöner und heller - Helms-Museum eröffnet. In: Hamburger Abendblatt, 15. Mai. 2009 2010: Kaamp-Hüs, Kampen, SyltK. Korell: Schätze der Kampener Künstlerkolonie. In: Sylter Rundschau, 18. November 2010

Literatur Ihrke, Carl. In: Volker Detlef Heydorn: Maler in Hamburg. Band 3: 1966–1974. Hrsg.: Berufsverband Bildender Künstler, Hamburg. Hans Christians Verlag, Hamburg 1974, ISBN 3-7672-0290-5, S. 128. Carl Ihrke. In: Elisabeth Axmann (Red.): Künstler in Hamburg. Hrsg.: Kulturbehörde Hamburg, Christians Verlag, Hamburg 1982, ISBN 978-3-7672-0749-3 (nicht paginiert). Carl Ihrke. In: Heinz Zabel: Plastische Kunst in Hamburg – Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum, 2. Auflage, Dialog-Verlag, Reinbek 1987, ISBN 3-923707-15-0, S. 32, 62, 86, 88, 92, 101. Friederike Weimar, Ute Janssen, SAGA GWG (Hrsg.): Kunst im Quartier. Hamburgs großer Vermieter fördert Kultur in den Stadtteilen. Beispiele aus acht Jahrzehnten, Hamburg 2008, S. 76–77 (PDF-Datei). Maike Bruhns: Ihrke, Carl. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump; ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 477. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: Kunstwerke im öffentlichen Raum, Hamburg, 14. August 2018, S. 15–17, 24, 29 (PDF-Datei).

Weblinks

Der Harburger Kunstpfad mit dem Brunnen von Carl Ihrke auf harburg-aktuell.de Fotos vom Fischbrunnen Carl Ihrke bei artplacement Kunst Metropolregion Hamburg-Süd Carl Ihrke bei Arcadja

Einzelnachweise

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