alt=Porträt der deutschen Schriftstellerin Theresa Hannig vor einer Bücherwand, am Schreibtisch sitzend|mini|Theresa Hannig (2020) Theresa Hannig (* 21. Juni 1984 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin mit einem Schwerpunkt im Bereich der Science-Fiction-Literatur.

Leben und Werk Theresa Hannig wuchs in Kottgeisering und Fürstenfeldbruck auf. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaft (mit den Nebenfächern Philosophie und Volkswirtschaftslehre) an der Universität München. Sie arbeitete anschließend als Softwareentwicklerin, als SAP-Beraterin, im Projektmanagement von Solaranlagen und schließlich als Lichtdesignerin.Lars Schmeink: „Ich dachte immer: Was auch passiert, mein Job ist sicher!“ Interview mit Theresa Hannig. In: Zeitschrift für Fantastikforschung. Band 7, Nr. 2, 2020, S. 1–27. doi:10.16995/zff.1893. Online auf larsschmeink.de vom 2. Juni 2020, abgerufen am 18. November 2020.

Im Jahr 2016 gewann sie mit ihrem unveröffentlichten Manuskript zum Science-Fiction-Roman Die Optimierer den Stefan-Lübbe-Preis.Zweifache Mutter schreibt Science-Fiction-Roman, Merkur.de am 28. September 2017 Hannig erhielt dadurch einen Verlagsvertrag mit Bastei Lübbe und gelangte so zu ihrer ersten Veröffentlichung,Stefan-Lübbe-Preis für Debütautoren. Theresa Hannig gewinnt mit „Die Optimierer“, Börsenblatt, 25. Oktober 2016 die 2018 mit dem Phantastik-Literaturpreis Seraph für das beste DebütTheresa Hannig gewinnt mit ihrem Roman „Die Optimierer“ den SERAPH 2018 in der Kategorie „Bestes Debüt“ ausgezeichnet wurde. Hannig setzt sich darin mit politischen und ethischen Aspekten der Themenfelder Datenschutz, bedingungsloses Grundeinkommen und Automatisierung auseinander.Florian J. Haamann: Eine düstere Zukunft, Sueddeutsche.de am 27. September 2017

Im Juni 2019 erschien mit Die Unvollkommenen eine Fortsetzung von Die Optimierer, die fünf Jahre nach den im ersten Buch geschilderten Ereignissen ansetzt. Der Roman gelangte 2020 auf die offizielle Shortlist des Phantastik-Preises der Stadt Wetzlar. Mit König und Meister veröffentlichte Hannig im Februar 2021 einen Mystery-Thriller. Der Roman verknüpft die Themen Familie und Schuld mit übernatürlichen Handlungselementen.

Darüber hinaus hält Hannig Vorträge zu den Themenbereichen Science Fiction sowie Zukunft der Digitalisierung und der Arbeit. Sie ist Mitglied im Phantastik-Autoren-Netzwerk und engagierte sich zeitweise bei der Piratenpartei. Im Oktober 2021 übernahm Hannig im Stadtrat Fürstenfeldbruck das Amt als Referentin für Gleichstellung und Antidiskriminierung. Seit Dezember 2022 schreibt sie als Kolumnistin für die taz die monatliche Kolumne Über Morgen.

Theresa Hannig ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Fürstenfeldbruck.

Aktionen mini|Theresa Hannig (Podium Mitte) bei der Podiumsdiskussion auf dem Tag des Freien Wissens von Wikimedia Deutschland, Juni 2019 Zusammen mit weiteren Unterstützenden startete sie am 2. April 2019 die Online-Petition unter dem Schlagwort #wikifueralle auf Change.org mit dem Ziel, mehr „Geschlechtergerechtigkeit“Für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Wikipedia, Theresa Hannig im Gespräch mit Gesa Ufer. In: Deutschlandfunk, 3. April 2019. in Wikipedia herzustellen, „Frauen und nicht-binäre Menschen“ sichtbarer zu machen und einen „internen Demokratisierungsprozess“ anzustoßen. Gegenüber Netzpolitik.org gab Hannig an, eines der in der Petition angesprochenen Probleme sei es, dass Artikel „standardmäßig im generischen Maskulinum, der männlichen Personalform“, verfasst seien. In einem 2019 publizierten Interview mit Jetzt.de sagte Hannig, sie sei keine Wikipedia-Autorin.Maximilian Senff: Theresa will das generische Maskulinum bei Wikipedia abschaffen. In: jetzt.de, 9. April 2019.

Im September 2020 engagierte Hannig sich für die Einhaltung der Corona-Verhaltensregeln in der Initiative Corona #Wellenbrecher.

Preise 2016: Stefan-Lübbe-Preis für Die Optimierer 2018: Phantastik-Literaturpreis Seraph für Die Optimierer in der Kategorie Bestes Debüt 2023: Tassilo-Preis in der Kategorie Förderpreis 2023: Phantastik-Literaturpreis Seraph für Pantopia in der Kategorie Bestes Buch 2025: Phantastik-Literaturpreis Seraph für Parts per Million in der Kategorie Bestes Buch 2025: Krefelder Preis für Fantastische Literatur für Parts per Million

Publikationen Romane Die Optimierer. Bastei Lübbe, Köln 2017, ISBN 978-3-404-20887-6. Die Unvollkommenen. Bastei Lübbe, Köln 2019, ISBN 978-3-404-20947-7. König und Meister. Edition Roter Drache, Meschede 2021, ISBN 978-3-96815-014-7.

Pantopia. Fischer Tor, Frankfurt am Main 2022, ISBN 978-3-596-70640-2. Parts Per Million. Fischer Tor, Frankfurt am Main 2024, ISBN 978-3-596-70891-8. Theaterstücke mit Christina Schmiedel: König und Meister. UA: Neue Bühne Bruck, Fürstenfeldbruck, 21. Oktober 2022; Regie: Christina Schmiedel

Beiträge in Anthologien und Zeitschriften BKA vs. King. In: Diana Kinne, Fabienne Siegmund, Isa Theobald (Hrsg.): Dunkle Ziffern. Edition Roter Drache, Meschede 2019, ISBN 978-3-946425-60-1, S. 156–166. EVI. In: miromente – Zeitschrift für Gut und Bös. Nr. 57, Oktober 2019, S. 3–8. Feminismus heute. In: Bettina Schulte (Hrsg.): Heute ist ein guter Tag, das Patriarchat abzuschaffen. Hirzel Verlag, 2024, Stuttgart ISBN 978-3-7776-3475-3, S. 19–42. Hand, Herz und Hose. In: Peter Seyferth, Falko Blumenthal (Hrsg.): Science Fiction und Labour Fiction. Zukunftsvorstellungen von Arbeit und Arbeitskämpfen (= Arbeit und Organisation). Transcript, Bielefeld 2025, ISBN 978-3-8376-7067-7. Über Morgen. Geschichten aus einer besseren Zukunft. Hirnkost Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3988571410.

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