Ralph Färber (* 30. August 1971 in Leipzig) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer. Er war Mitglied der DDR-Nationalmannschaft und nach der Wende Teil der gesamtdeutschen Nationalmannschaft. Bevor er 1991 zum Ersten Offenbacher Schwimmclub wechselte, startete er für den SC DHFK Leipzig.

Leben Ralph Färber besuchte in Leipzig die Kinder- und Jugendsportschule. Nach seinem Wechsel von Leipzig nach Offenbach, legte er am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Offenbach das Abitur ab. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft absolvierte er ein Studium der Sportwissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main. Seine Magisterarbeit verfasste er 2001 zum Thema „Krafttraining im Schwimmen“.

Färber arbeitet als Sportwissenschaftler und Athletiktrainer am Olympiastützpunkt Hessen in Frankfurt am Main.https://www.osph.de/zentrale/mitarbeiter/athletik-und-rehatraining Von 2008 bis 2025 war er Athletiktrainer des Deutschen Tischtennis-Bundeshttps://www.tischtennis.de/trainer-betreuer/spieler/ralph-faerber.html und betreute die deutsche Tischtennisnationalmannschaft der Herren im Athletiktraining.https://www.tischtennis.de/news/dttb-teams-legen-in-formia-und-hinterzarten-die-konditionelle-basis.html Diese Tätigkeit fand Anerkennung von Seiten der Bundestrainer und Sportler. Darüber hinaus engagierte er sich in der Trainerausbildung des Verbandes.

Dem Schwimmsport ist er als Personaltrainer treu geblieben. In diesem Rahmen stellte er in mehreren Videos Tipps für das athletische Training von Schwimmern vor und leitete verschiedene Seminare in der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt. Darüber hinaus unterstützt er regelmäßig den Hessischen Schwimmverband mit seinem Landestrainer Nachwuchs Benjamin Friedrich bei Kadermaßnahmen und gibt seine Expertise bei Lehrgängen mit dem deutschen Top-Schwimmer Marco Koch an jüngere Athleten weiter.

Nach seiner aktiven Laufbahn im Schwimmsport widmete sich Färber mehrere Jahre dem Triathlon und Marathonlaufen. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem aus dem Fernsehen bekannten Feuerwehrmann, Rettungssanitäter, Buchautor, Koch und 13-fachen „World fire games“-Weltmeister Jörg Färber, absolvierte er im Jahre 2003 den Ironman Austria. Zudem erzielte er beim Brockenmarathon 2009 einen hervorragenden 8. Platz in seiner Altersklasse (35. des Gesamtklassements) und absolvierte im Oktober 2007 in Wernigerode in 03:29,56 als Sechzehnter in seiner Altersklasse.

Sein vier Jahre jüngerer Bruder Jörg, der ebenfalls mehrere Ironman- und Marathonteilnahmen absolvierte, trat 2007 in Färbers Fußstapfen und bestritt seine erste Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft im Schwimmen.

Ralph Färber wohnt mit seiner Familie in Wiesbaden.

Sportliche Karriere Neben Titeln bei Junioren-Europameisterschaften, DDR-Meisterschaften und Deutschen Meisterschaften, war er bei Europa- und Weltmeisterschaften platziert. Er erreichte Siege und vordere Platzierungen bei Weltcupshttp://www.fina.org/competition-detailed-results/150763 und weiteren internationalen Wettkämpfen.http://www.fina.org/competition-detailed-results/150780http://www.fina.org/competition-detailed-results/150773

Bei den letzten DDR-Meisterschaften im Jahre 1990 in Dresden wurde er letzter DDR-Meister über die 100 m Brust. Im gleichen Jahr wurde er bei den ersten gesamtdeutschen Meisterschaften in München erster Deutscher Meister über 100 m Brust.

Erfolge 1987 DDR-Meisterschaften 3. Platz 100 m Brust

Junioreneuropameisterschaften 1. Platz 4 × 100 m Freistilstaffel 1. Platz 4 × 200 m Freistilstaffel 3. Platz 100 m Brust 3. Platz 4 × 100 m Lagenstaffel

1988 DDR-Meisterschaften 3. Platz 100 m Brust 3. Platz 200 m Brust

Europapokal 9. Platz 200 m Brust

1989 DDR-Meisterschaften 1. Platz 100 m Brust mit Jahresweltbestzeit und DDR-Rekord

Europapokal 3. Platz 100 m Brust

1990 DDR-Meisterschaften 1. Platz 100 m Brust (letzter DDR-Meister über 100 m Brust)

Good Will Games 6. Platz 100 m Brust

Deutsche Meisterschaften 1. Platz 100 m Brust (1. gesamtdeutscher Meister)

1991 Deutsche Meisterschaften 1. Platz 100 m Brust 1. Platz 200 m Brust mit Deutschen Rekord 3. Platz 4 × 100 m Lagenstaffel mit E.O.S.C.-Mannschaft

1992 Weltcupserie 3. Platz der Weltcupgesamtwertung

Deutsche Meisterschaften 1. Platz 200 m Brust 3. Platz 100 m Brust

1994 Deutsche Meisterschaften 3. Platz 100 m Brusthttp://www.sport-komplett.de/sport-komplett/sportarten/s/schwimmen/hst/137.html

Good Will Games 2. Platz 4 × 100 m Lagenstaffel

1995 Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 3. Platz 200 m Brust

Einzelnachweise

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