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Oberschöllenbach (fränkisch OwaschölmmbochD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 263. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ôwɐšölṃbōx“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Oberschöllenbach hat eine Fläche von 2,563 km². Sie ist in 771 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3323,72 m² haben.
Geografie Das Dorf befindet sich im Bereich der nördlichen Albrandregion und ist im Süden von Acker- und Grünland umgeben, im Nordosten grenzt der Dormitzer Forst an und im Norden das Schwabachholz. Durch den Ort fließt der Altbach (im Unterlauf Geroldsbach genannt), ein linker Zufluss der Schwabach. Die Kreisstraße ERH 8 führt nach Unterschöllenbach (1 km nördlich) bzw. nach Großgeschaidt (1 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Brand zur Staatsstraße 2240 (1,5 km östlich) und nach Röckenhof (1,5 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1278/79 als „Schellenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Namensgebend war der Bach, der heute Altbach genannt wird. Das Bestimmungswort des Hydronyms ist nicht eindeutig feststellbar. Eine Ableitung von wie auch vom Personennamen Schēllo ist gleichermaßen möglich.
Der Ort war ursprünglich ein Reichslehen. Um 1300 gehörten die vier Lehen „zue den zwain Schellenbach“ den Burggrafschaft Nürnberg.D. Fastnacht: Erlangen, S. 261ff. 1512 erwarb der Nürnberger Patrizier Sixtus I. Ölhafen den Hauptteil des Ortes, den die Familie Oelhafen bis zur Aufhebung des Alten Reiches besaß.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 101.
Von 1797 bis 1810 unterstand Oberschöllenbach dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Eschenau und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Eschenau zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberschöllenbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen (1919 in Finanzamt Erlangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Oberschöllenbach zum Bezirksamt Erlangen (1939 in Landkreis Erlangen umbenannt) und zum Stadt- und Landgericht Erlangen (1879 in das Amtsgericht Erlangen umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,572 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Oberschöllenbach am 1. Oktober 1971 in die Gemeinde Eschenau eingegliedert und zusammen mit dieser am 1. Juli 1972 ein Bestandteil der neu gebildeten Gemeinde Eckental.
Baudenkmäler mini|hochkant=0.9| In Oberschöllenbach gibt es zehn Baudenkmäler: Naabstraße 2: Wohnstallhaus mit Scheune Naabstraße 5: Kleinhaus Oberschöllenbacher Hauptstraße 2: Ehemaliger Herrensitz mit Nebengebäude Oberschöllenbacher Hauptstraße 3: Wohnhaus und Scheune eines Kleinbauernanwesens Oberschöllenbacher Hauptstraße 5: Bauernhaus mit Einfriedung Oberschöllenbacher Hauptstraße 7: Bauernhaus Oberschöllenbacher Hauptstraße 9: Wohnhaus, Scheune und Nebengebäude eines Bauernanwesens Oberschöllenbacher Hauptstraße 14: Hofeinfahrt Rheinstraße 2: Kleinbauernhaus mit Wappenstein Ruhstein
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2025Einwohner 122 185 186 190 200 192 166 189 211 221 190 174 172 183 194 175 165 189 193 319 303 268 261 322 487 864HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 24 26 30 35 35 36 36 44 55 140 Quelle
Religion Oberschöllenbach war ab 1520 nach St. Egidien (Beerbach) gepfarrt, das 1524 infolge der Reformation evangelisch-lutherisch wurde, und seit 1858 zur Pfarrei St. Bartholomäus (Eschenau). Die Katholiken sind nach Mariä Verkündigung (Dormitz) gepfarrt.D. Fastnacht: Erlangen, S. 261.
Persönlichkeiten die im Ort gelebt haben Kurt Albert (1954–2010), Kletterer, Bergsteiger, Fotograf und Lehrer Wolfgang Güllich (1960–1992), Sportkletterer und Expeditionsbergsteiger
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Eckental) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Erlangen-Höchstadt) Kategorie:Ersterwähnung 1278 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Erlangen-Höchstadt