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Herpersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Herpersdorf hat eine Fläche von 5,781 km². Sie ist in 1101 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5250,62 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Ebach und Mausgesees.

Geografie Das Dorf liegt im Bereich der nördlichen Albrandregion. Die südöstlich entspringenden Bäche Krebsbach und Dözlbach vereinigen sich im Ort mit dem von Bullach kommenden Hainbüchachgraben zum Mühlbach, einem linken Zufluss der Schwabach. Der Dözlbach speist die im Südosten des Ortes gelegenen Mühlweiher. Den nördlichen Ortsrand berührt die Staatsstraße 2236, die nach Eckenhaid (2 km westlich) bzw. nach Großbellhofen führt (4 km südöstlich). Die Kreisstraße ERH 12/LAU 8 führt nach Bullach (1 km südlich) bzw. nach Benzendorf (2,3 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Laipersdorf (1,3 km südöstlich) und über einen Kreisverkehr der St 2236 nach Kirchröttenbach (1,2 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1021 als „Heribrethesdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Herpersdorf bestand schon damals aus mehreren Höfen und gehörte zum Erzbistum Bamberg. Die Bewohner lebten nach bayerischem Recht, weil sie von bayerischen Siedlern gegründet wurde. 1051 wurde Herpersdorf von Kaiser Heinrich III. dem Bamberger Bischof entzogen und zum Reichsgut gemacht, das dem Reichsamt Heroldsberg zugewiesen wurde. 1433 kaufte die Gemeinde Herpersdorf zwei große Waldstücke zur gemeinsamen Nutzung und wurde dadurch zu einer der reichsten Gemeinden im weiten Umkreis. Herpersdorf hatte eine wechselvolle Geschichte unterschiedlicher Grundherren, seit dem 16. Jahrhundert waren dies Nürnberger Patrizier. Die Hochgerichtsbarkeit ging de facto 1662 an das Kurfürstentum Bayern über.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 99.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Herpersdorf aus 26 Anwesen. Das Hochgericht übte das pfalz-bayerische Landrichteramt Schnaittach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Seifried Pfinzing’sche Stiftung. Grundherren waren die Seifried Pfinzing’sche Stiftung (2 Höfe, 13 Güter, 1 Mühle, 2 Tropfhäuslein, 2 Tagelöhnerhäuser), der Nürnberger Eigenherr Tucher von Simmelsdorf (1 Gut).W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 70.

1806 kam Herpersdorf an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Herpersdorf gebildet. Zu diesem gehörten Bullach, Ebach, Eckenhaid, Marquardsburg und Mausgesees. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Herpersdorf, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) gehörten zur Ruralgemeinde Herpersdorf nur noch Ebach und Mausgesees. Die Gemeinde war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Lauf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hersbruck (1919 in Finanzamt Hersbruck umbenannt). Ab 1862 gehörte Herpersdorf zum neu gegründeten Bezirksamt Hersbruck und weiterhin zum Landgericht Lauf (1879 in das Amtsgericht Lauf an der Pegnitz umgewandelt). Ab 1908 war für die Verwaltung das neu gebildete Bezirksamt Lauf zuständig (1939 in Landkreis Lauf an der Pegnitz umbenannt).W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 143. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,787 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die gesamte Gemeinde Herpersdorf am 1. Januar 1972 zu einem Bestandteil der neu gebildeten Gemeinde Eckental.

Baudenkmäler Herpersdorfer Hauptstraße 4: Bauernhaus mit Scheune

Einwohnerentwicklung Gemeinde Herpersdorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 219 309 290 304 294 331 352 319 351 365 344 343 343 367 320 318 330 330 329 397 411 392 436 489HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 42 45 54 61 61 61 65 68 84 Quelle Für die Gemeinde Herpersdorf inklusive Ebach (S. 20) und Mausg’sees (S. 58).

Ort Herpersdorf Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 152 205 199 225 229 226 231 295 303 344 383 492Häuser 27 29 38 38 42 45 56 94 Quelle

Religion Herpersdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis (Kirchröttenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Eckental) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Erlangen-Höchstadt) Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Ersterwähnung 1021