mini|250px|LageplanZeichnung von Carl Faehlmann mini|Drohnenvideo der Ruinen des ehemaligen Viehgartens der Bischofsburg Fegefeuer Die Bischofsburg Fegefeuer () befindet sich bei Raasiku im Kreis Harrien in Estland. Die Ruinen befinden sich heute im Bezirk Harju im Dorf Kiviloo am Ufer des Flusses Jõelähtme (baltendeutsch Kostiferischer Bach).

Geschichte Burg Fegefeuer gehörte dem Bischof von Reval als Tafelgut. Erstmals als Burg erwähnt wurde Fegefeuer 1474, als Simon von der Borch Bischof war, wo die Burg Fegefeuer neben der Burg Borkholm als Tafelgüter genannt wurde. Während des Livländischen Kriegs wurde die Festung schwer beschädigt, danach Teil eines Gutshofs. In den 1750er Jahren war die Festung noch relativ gut erhalten und teilweise nutzbar. Im Jahr 1828 beschrieb der baltendeutsche Dichter G. J. F. Baron Ungern-Sternberg die Burg bereits als Ruine. Von 1839 bis zur Verstaatlichung des Guts in den 1920er Jahren gehörte der Besitz der Familie Stackelberg.

Bauwerk mini|Ansicht der Ruine im 19. JahrhundertAquarell von Carl Faehlmann Das Hauptgebäude war aus zwei unter einem rechten Winkel aneinandergefügten Flügeln gebildet. Die Burg hatte einen runden Kanonenturm in der Nordostecke und eine Halle auf der gesamten Südseite.

Literatur Christofer Herrmann: Burgen in Livland – Mittelalterliche Wehrbauten in Estland und Lettland. Michael Imhof Verlag, 2023 Petersberg, ISBN 978-3-7319-1405-1, S. 254–255.

Weblinks Burg Fegefeuer auf burgenwelt.org Ilmar Arens: Schloss und Amt Fegefeuer (estnisch "Kiviloo")

Einzelnachweise

Fegefeuer Kategorie:Kulturdenkmal (Estland) Kategorie:Raasiku Kategorie:Ersterwähnung 1474 Kategorie:Zerstört im 19. Jahrhundert Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video