Seubersdorf in der Oberpfalz (amtlich: Seubersdorf i.d.OPf.) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde, etwa zehn Kilometer südöstlich von Neumarkt i.d.OPf. gelegen, liegt auf einem zur mittleren Frankenalb gehörenden Höhenrücken zwischen der Schwarzen Laber und der Weißen Laber. Im Gemeindeteil Wissing entspringt die Wissinger Laber.

Gemeindegliederung Es gibt 19 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Frischgrün ist kein Gemeindeteil.

Geschichte Erstmals urkundlich genannt wurde Seubersdorf mit der Schreibweise Seyferßdorf im Jahr 1320 als zur Landgerichtsschranne Freyenstat gehörende Galgenstätte.Konrad Schmid: Chronik Seubersdorf : Heimatgeschichte aller Ortsteile der Gemeinde. MZ-Druck, Regensburg 1993, S. 138.

Seubersdorf war ein Teil der Herrschaft Holnstein, die Franz Ludwig von Holnstein, dem unehelichen Sohn des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht (Kaiser Karl VII.), 1747 als böhmisches Lehen übertragen worden war. Das Gemeindewappen ist jedoch eine Mischung aus Elementen der Wappen der Adelsfamilien, die für die zum Gemeindegebiet gehörende ehemalige Hofmark Ittelhofen am bedeutsamsten waren. So sollen die sechs goldenen Lindenblätter auf rotem Grund an die Herren von Ittelhofen (Uttelhofen) und der schwarze, von blauen Wolken umkranzte Doppeladler auf goldenem Grund an die Familie Apian erinnern.

Auf einer Bergkuppe bei Seubersdorf befindet sich die Ruine der Burg Adelburg aus dem 12. Jahrhundert.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinden Eichenhofen mit den Gemeindeteilen Gastelshof und Haag und Wissing mit dem Gemeindeteil Wachtlhof eingegliedert. Am 1. Juli 1976 kamen Ittelhofen mit Waldkirchen, das noch am 1. Januar 1976 von Hermannsberg nach Ittelhofen umgegliedert worden war, und Schnufenhofen mit Krappenhofen hinzu. Am 1. Mai 1978 folgten Batzhausen mit Waldhausen, Klingelmühle und Frischgrün sowie Daßwang mit den Ortsteilen Winn und Willmannsdorf.

Politik mini|Rathaus in Seubersdorf Gemeinderat Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder: CSU 7 Sitze FREIE WÄHLER / Parteilose Wählergemeinschaft 5 Sitze SPD 4 Sitze Junge Bürger Gemeinde Seubersdorf 3 Sitze Zweckgemeinschaft Eichenhofen 1 Sitz (Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020) Bürgermeister Bei der Wahl vom 7. Mai 2023 wurde Andreas Steiner (SPD) im ersten Wahlgang zum Ersten Bürgermeister gewählt. Seine Gegenkandidaten waren Wilhelm Bußmann (CSU) und Andreas Kellermeier (parteilos).

Zweiter Bürgermeister ist Thomas Meier (Freie Wähler), Dritter Bürgermeister Karl Solfrank (Freie Wähler).

Wappen

Gemeindepartnerschaften Es besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|St. Peter und Paul in Waldkirchen Wallfahrtskirche Maria Hilf in Batzhausen Fernmeldeturm auf dem Göschberg bei Batzhausen Jacobikirche mit Epitaph des Claudius Apian und des Carl Apian in Ittelhofen Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Waldkirchen Kirche St. Leonhard in Waldhausen

Sport ASV Batzhausen 1959 e. V. SV Eintracht Seubersdorf e. V. SV Freihausen 1965 e. V. DJK Johannis 1972 Dasswang e. V. Outdoor Batzhausen e. V.

Oldtimervereine Oldtimerfreunde Batzhausen

Regelmäßige Veranstaltungen Faschingssonntag: Faschingszug in Schnufenhofen Mariä Himmelfahrt (15. August): Kirchweih in Batzhausen und Wissing Erstes Septemberwochenende Seubersdorfer Kirchweih im Regnetstodl Zweiter Freitag im September Batzhauser Weinfest im Gemeindestodl 2. Oktober Rocknacht des Burschenvereins Wissing am Wissinger Sportplatz 31. Dezember Seubersdorfer Silvesterlauf

Bildung mini|Grund- und Mittelschule Seubersdorf Grundschule, Mittelschule Seubersdorf

Söhne und Töchter der Gemeinde Hans Pröll (1922–2017), Jurist und Landrat, im Ortsteil Freihausen geboren Josef Poxleitner (* 1948), Ministerialdirektor Gerda Stauner (* 1973), Schriftstellerin

Verkehr mini|Bahnhof Seubersdorf Der Bahnhof Seubersdorf liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg. Die Strecke wurde in den Jahren 1869 bis 1873 erbaut. Eröffnet wurde der Bahnhof Seubersdorf am 15. Mai 1873. Die anfangs eingleisige Trasse wurde zwischen 1894 und 1896 um ein zweites Gleis erweitert und 1950 elektrifiziert.

Weblinks

Gemeinde Seubersdorf

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1320 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)