Viișoara [] (veraltet Hundorf; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Viișoara ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen Hundorf und Hondorf, und der deutschen Hohendorf und Hahnendorf bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Viișoara im Kreis Mureș Die Gemeinde Viișoara liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) in einem südlichen Seitental der Târnava Mică (Kleine Kokel). Am Domald – ein linker Zufluss der Târnava Mică – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 142C, befindet sich der Ort Viișoara acht Kilometer nördlich von der Kleinstadt Dumbrăveni (Elisabethstadt) und etwa 45 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Geschichte Der heutige Ort Viișoara entstand durch die Zusammenlegung der beiden Dörfer Hohndorf und Maldorf. Hohndorf wurde nach unterschiedlichen Angaben 1367Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Viișoara, abgerufen am 10. März 2019 (rumänisch). oder 1376 und Maldorf 1420 erstmals urkundlich erwähnt.
Archäologische Funde wurden auf dem Gebiet von Hohndorf in die Jungsteinzeit und auf dem Areal von den Einheimischen genannt Pe Platou (Auf der Breite), in die Spätbronzezeit datiert.Repertoriul Arheologic al României – Viișoara/Hundorf, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
Auf dem Gebiet des Ortsteils Domald (Maldorf) wurde eine Urne aus der Römerzeit gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Viișoara/Maldorf, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
Unter den Kleinadligen, welche auf dem Gebiet des Gemeindezentrums Grundbesitz hatten, war auch der Mathematiker János Bolyai.
Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Erzsébetváros in der Gespanschaft Klein-Kokelburg anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Viișoara entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2780 822 20 1855 83 1941 3750 1161 47 2310 232 1977 2574 1319 32 1013 210 1992 1636 1092 27 115 402 2002 1663 1151 47 39 426 2011 1659 1008 29 28 594 2021 1802 1217 32 52 501 (363 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumäniendeutschen 1941 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (1708) 1956, der Magyaren (66) wurde 1900 und die der Roma (530) 2011 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die evangelische Kirche im 15. Jahrhundert errichtet und mehrere Male erneuert,Angaben zur evangelischen Kirche in Viișoara bei biserici.org, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch). steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Ormeniș (Irmesch), die evangelische KircheAngaben zur evangelischen Kirche in Ormeniș bei biserici.org, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch). im 16. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Sântioana (Johannisdorf), die schlichte evangelische Kirche,Bild der evangelischen Kirche in Sântioana steht nicht unter Denkmalschutz.
Weblinks
Hohndorf bei siebenbuerger.de Maldorf bei siebenbuerger.de Die Gemeinde Viișoara bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1376