mini|Analrinne Die Analrinne, Gesäßspalte, Gesäßfalte (anatomisch unscharf, Gefahr der Verwechslung mit der Gesäßfurche), Afterfurche,Otto Dornblüth: Klinisches Wörterbuch. 21. u. 22. Aufl. Walter de Gruyter, Berlin / Leipzig 1934, S. 429. AfterrinneLexikon Medizin. 4. Aufl. Verlag Naumann & Göbel, München , ISBN 3-625-10768-6, S. 1458.Roche Lexikon Medizin. 5. Aufl. Urban & Fischer, München / Jena 2003, ISBN 3-437-15156-8, S. 1606.Maxim Zetkin, Herbert Schaldach (Hrsg.): Lexikon der Medizin. 16. Aufl. Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 3-86126-126-X, S. 1748. oder Afterspalte (lateinisch Crena analis, Crena ani, Crena interglutaealis, Sulcus analis, Crena clunium, Clunium stria, Rima aniHexal Taschenlexikon Medizin. 2. Aufl. Urban & Fischer, München / Jena 2000, ISBN 3-437-15010-3, S. 675.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 267. Aufl. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-049497-6, S. 1567. oder Rima clunium;Günter Thiele (Hrsg.): Handlexikon der Medizin. Band 3: L–R. Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore ohne Jahr, S. 2101. englisch anal rim, intergluteal cleft, gluteal fold, bum crack oder bottom cleft; umgangssprachlich Pospalte, Pofalte, Arschritze, Kimme, Arschkimme oder ArschkerbeDeutsches Wörterbuch der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, Band 1, Spalten 566 f, sowie Band 11, Spalte 705.) ist die tiefe Furche, welche beide Gesäßbacken (Clunes) oder GesäßhälftenDuden: Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke. 4. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1985, ISBN 3-411-02426-7, S. 608. medial voneinander trennt.

In der alten offiziellen anatomischen Nomenklatur hieß diese horizontale Struktur Crena ani, und zwar schon in den Basler Nomina Anatomica (BNA) von 1895 sowie dann in den Jenaer Nomina Anatomica (JNA) von 1935 und auch noch in den Pariser Nomina Anatomica (PNA) von 1955. In der aktuell geltenden Terminologia Anatomica von 1998 (TA98) heißt die senkrechte Gesäß- beziehungsweise Analspalte dagegen jetzt entweder Crena analis oder Crena interglutealis mit der Nummer A01.2.08.003. Dabei bedeutet das lateinische (beziehungsweise anatomisches Neulatein) Femininum crena soviel wie Kerbe, Einschnitt, Spalte.

An ihrem oberen Ende ist die Spitze des Steißbeins tastbar, kopfwärts schließt sich die Michaelis-Raute an. Nach unten geht die Analrinne in den Damm mit dem Thigh Gap über. In der Analrinne liegt verborgen der Anus. Da in der Analrinne die Haut eng aneinander liegt, besteht dort eine Prädisposition für eine Hautfaltendermatitis (Intertrigo), für ein Analekzem und für einen Analpruritus.Peter Altmeyer: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. 2. Aufl. Springer, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-23781-X, S. 55. Außerdem kann in der Gesäßfalte ein Pilonidalsinus entstehen.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der Schamspalte (Rima pudendi, Rima vulvae) der Frau.Johannes Wilhelm Rohen: Funktionelle Anatomie des Menschen. 3. Aufl. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 1977, ISBN 3-7945-0600-6, S. 223. Diese liegt in Verlängerung der Analrinne Richtung ventral über den Damm hinaus.

Die Analrinne darf auch nicht mit den beiden senkrecht dazu verlaufenden Gesäßfalten (Sulcus glutaeus, Sulcus glutaealis, Ruga glutaea horizontalis) verwechselt werden. Diese waagerecht verlaufenden Furchen werden manchmal ebenfalls als Gesäßfalten bezeichnet. Hier beginnen die Oberschenkel.

Alle diese Spalten- oder Faltenbezeichnungen sind in den offiziellen Listen der anatomischen Fachbegriffe nicht enthalten.

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