mini|hochkant|Gesäßfurchen bei der Frau Die Gesäßfurche (lateinisch Sulcus glutaeus, auch Sulcus [sulcus = Rinne, Furche (lateinisch)] glutealis,Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, München/Jena 2003, ISBN 3-437-15156-8, S. 1780. Sulcus glutaealis, Sulcus gluteus, Sulcus infra nates,Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Loseblattsammlung 1966–1977, 6. Ordner (S–Zz). Urban & Schwarzenberg, München/Berlin/Wien 1974, ISBN 3-541-84006-4, S. S 389. Gesäßfalte,Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung 1966–1977, 3. Ordner (F–Hyperlysinämie), München/Berlin/Wien 1969, ISBN 3-541-84000-5, S. G 96. Ruga [ruga = Falte (lateinisch)] glutaea horizontalis, Glutealfalte oder Glutäalfurche) ist eine durch straffe Bindegewebszüge (Fascia glutaea) entstandene,Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden (= Exa-Med. Band 4b). Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 103. beidseits horizontal verlaufende Rinne unterhalb der Gesäßbacken (Clunes) bzw. unterhalb der beiderseitigen Vorwölbungen des Musculus gluteus maximus, die insbesondere bei der Anspannung des Gesäßmuskels im Standbein sichtbar wird.

In der alten offiziellen anatomischen Nomenklatur hieß diese bilaterale Struktur Sulcus glutaeus, und zwar schon in den Basler Nomina Anatomica (BNA) von 1895 sowie dann in den Jenaer Nomina Anatomica (JNA) von 1935 und auch noch in den Pariser Nomina Anatomica (PNA) von 1955. In der aktuell geltenden Terminologia Anatomica von 1998 (TA98) heißt die paarige Gesäßfurche dagegen jetzt Sulcus glutealis mit der TA-Nummer A01.2.08.004 und mit der englischen Entsprechung gluteal fold (deutsch: Gesäßfurche oder Gesäßfalte).

Sie grenzt die Hüftregion (Regio glutaea) kaudal von der hinteren Oberschenkelgegend (Regio femoralis posterior) ab. Diese Gesäßfalte entsteht durch einen von der Fascia lata ausgehenden Faszienstreifen, der zwischen dem großen Umdreher (Trochanter major) des Oberschenkelknochens zum Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum) verläuft. Diese Faszienverstärkung wird auch „Sitzhalfter“ genannt. Sie ist „ein von der Glutäalfaszie bogenförmig zum Tuber ischiadicum ziehendes starkes, kollagenes Faserbündel.“Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Loseblattsammlung 1966–1977, 6. Ordner (S–Zz). Urban & Schwarzenberg, München/Berlin/Wien 1974, ISBN 3-541-84006-4, S. S 389.

Die Gesäßfalte ist nicht identisch mit dem unteren Rand des Musculus gluteus maximus, dieser verläuft schräg und nicht horizontal. Die „Gesäßfurche [ist eine] gebogene Querfurche, die das Gesäß von der Rückseite des Oberschenkels trennt.“Duden:

Die Gesäßfurchen dürfen auch nicht mit der senkrecht dazu verlaufenden Analrinne (Rima ani) verwechselt werden, zumal diese Analrinne gelegentlich irrtümlich ebenfalls als Gesäßfalte bezeichnet wird.

Literatur Walther Graumann: CompactLehrbuch Anatomie. Band 2, Schattauer, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-7945-2062-6, S. 120 und 135.

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Kategorie:Untere Extremität