Der Marion Ermer Preis ist ein Kunstpreis der Marion Ermer Stiftung zur Förderung junger Künstler in den neuen Bundesländern, der von 2001 bis 2018 jährlich oder zweijährlich verliehenen wurde.Marion-Ermer-Stiftung Jährlich wurden insgesamt 20.000 Euro an vier Preisträger vergeben, 5.000 Euro je Preisträger.
Bewerber sollen aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik und anderen bildnerischen Medien kommen. Sie müssen ihren Erst- oder Zweitwohnsitz in den neuen Bundesländern (ausgenommen Berlin) und ihr Studium der Bildenden Kunst in einer der Kunsthochschulen der neuen Bundesländer (ausgenommen Berlin) absolviert haben. Zugelassen sind auch Studierende, die sich in der Diplomphase befinden sowie Meisterschüler an Staatlichen Kunsthochschulen.
Marion Ermer Stiftung
Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 fiel Marion Ermer (* 1953 in München) ein Vermögen vor allem durch die Restitution von Immobilien zu. 1992 gründete sie als erste private Kulturstiftung der neuen Bundesländer die „Marion Ermer Stiftung“. 1993 wurde die Stifterin für ihr Engagement mit der Maecenas-Ehrung geehrt.Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e. V. für Marion Ermer Laudator war Lothar Späth. Aufgrund einer Erkrankung ist Marion Ermer heute weitgehend erblindet.
Ein Stiftungsvolumen von 10 Mio. DM war vorgesehen, von dem initial 6 Mio. DM bereitgestellt wurden. Durch den späteren Verlust des Vermögens und Liquidation der Marion Ermer Gruppe konnte die restliche Summe nicht mehr aufgebracht werden.
Die Marion Ermer Stiftung fördert Kunst und Kultur in den neuen Bundesländern, mit besonderem Schwerpunkt in Sachsen und Thüringen. Sie konzentriert sich vor allem auf die Förderung von Nachwuchskünstlern. Es wurden aber auch soziale Kulturprojekte unterstützt, wie z. B. „Innerstes ans Licht gebracht“ (Ausstellung mit Bildern geistig Behinderter), das Theaterprojekt „Urban Shots“ und die Ausstellung „Aufriss Kunst“ sowie das Kinderstudio Jena e. V.
Zu den Hauptaufgaben der Stiftung gehört heute die Vergabe des Marion Ermer Preises. Aufgrund von Schwankungen des Zinsertrages, der durch die Anlage des Stiftungsvermögens entsteht, wird der Preis nicht jedes Jahr vergeben.
Preisträger 2001: David Adam, Markus Draper, Reinigungsgesellschaft, Cornelia Renz, Henrik Schrat, Eva-Maria Wilde 2002: Katinka Bock, Juliane Duda, Mario Röhrle, Clemens von Wedemeyer 2003: Jana Dahms, Tim Eitel, Juliane Köhler, Marion Porten 2004: Dirk Heerklotz, Franziska Lamprecht, Esperanza Spierling, Tobias Zielony 2005: Jan Brokof, Stefanie Bühler, Jana Gunstheimer, Sven Johne 2006: Famed, Christiane Haase, Grit Hachmeister, Peggy Meinfelder 2007: Ulrich Gebert, Andreas Hildebrandt, Tilman Hornig, Angela Köntje 2008: Laura Bielau, Falk Haberkorn, Nahla Küsel, Markus Uhr 2009: Stefan Eichhorn, Margret Hoppe, Andrea Legiehn, Hans-Christian Lotz 2010: Tamayo Misawa, Cindy Schmiedichen, Sebastian Stumpf, Miriam Visaczki 2011: Loretta Fahrenholz, Claudia Schötz, Emanuel Mathias, Jens Schubert 2013: Franziska Jyrch, Inga Kerber, Oskar Schmidt, Andrzej Steinbach 2015: Andrey Klassen, Falk Messerschmidt, Marten Schech, Ivana de Vivanco 2016: Manaf Halbouni, Marian Luft, Katharina Schilling, Thomas Taube 2018: Fine Bieler, Ronny Bulik, Kirill Gluschenko, Jana Schulz
Kuratoren Die Ausstellungen und Kataloge zum Marion Ermer Preis werden von wechselnden Kuratoren betreut: 2003: Susanne Altmann 2004: Kai-Uwe Hemken 2005: Susanne Altmann 2006: Kai-Uwe Hemken 2007: Constanze von Marlin 2008: Ute Vorkoeper 2009: Ellen Blumenstein 2010: Angelika Richter 2011: Axel Lapp 2013: Angelika Richter 2015: Holger Birkholz 2016: Kristin Bartels 2018: Marcus Andrew Hurttig und Elizabeth Youngman
Weblinks Marion-Ermer-Stiftung
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstpreis Kategorie:Kulturpreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 2001