alternativtext=Gita Gopinath beim Indischen Weltwirtschaftsforum 2012.|mini|Gita Gopinath beim Indischen Weltwirtschaftsforum 2012. Gita Gopinath (* 8. Dezember 1971 in Mysuru im Bundesstaat Karnataka in Indien) ist eine indisch-amerikanische Ökonomin. Sie war Erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Zuvor war sie als erste Frau auf dieser Position Chefökonomin des IWF.
Leben Gita Gopinath hat einen Bachelor-Abschluss vom Lady-Shri-Ram-College sowie Master-Abschlüsse von der Delhi School of Economics und der University of Washington. 2001 wurde sie an der Princeton University in Volkswirtschaftslehre promoviert. Zu ihren Betreuern gehörten Kenneth S. Rogoff und Ben Bernanke. Von 2001 bis 2005 lehrte sie als Assistant Professor in Volkswirtschaftslehre an der University of Chicago.
2005 wechselte Gopinath an die Harvard University, wo sie 2010 Professorin wurde und seit 2015 den John-Zwaanstra-Lehrstuhl für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre bekleidet. Zwischen 2016 und 2018 war sie offizielle Wirtschaftsberaterin der kommunistisch geführten Regierung im indischen Bundesstaat Kerala. Anfang 2019 löste sie Maurice Obstfeld als Chefvolkswirtin des IWF ab und wurde damit die erste Frau auf diesem Posten. Im Oktober 2021 kündigte sie an, zum Jahreswechsel aufzuhören und ihre vakante Professur in Harvard wieder aufzunehmen, blieb dann jedoch beim IWF. Seit 21. Januar 2022 ist sie als First Deputy Managing Director die Vizechefin des IWF. Im Juli 2025 wurde bekanntgegeben, dass sie sich mit Ende August 2025 als stellvertretende geschäftsführende IWF-Direktorin zurückziehe und an die Harvard University zurückkehren werde.
Gopinaths Vater ist Bauer und Manager. Sie ist verheiratet mit Iqbal Singh Dhaliwal, der im in der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Massachusetts Institute of Technology forscht.
Sie besitzt sowohl die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten als auch die Indische Staatsangehörigkeit.
Forschung Gita Gopinath erforscht vor allem internationale Handelsbeziehungen sowie die Rolle von Zöllen und Währungen. Auch mit Währungskrisen in Schwellenländern hat sie sich befasst.
Gemeinsam mit Jeremy Stein hat sie sich mit der Hegemonie des Dollars im internationalen Währungssystems befasst. Die beiden glauben, dass die Hegemonie auf Dauer angreifbar ist, falls die Vereinigten Staaten Anteile am Welt-Exportmarkt verlieren.
Auszeichnungen
2011: Young Global Leader des Weltwirtschaftsforum 2012: 25 Indians to Watch, Financial Times 2014: Beste 25 Ökonomen unter 45, Internationaler Währungsfonds 2018: Wahl zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 2019: Aufnahme in die "Top Global Thinker" der Zeitschrift Foreign Policy 2019: Pravasi Bharatiya Samman 2023: Bernhard-Harms-Preis Veröffentlichungen (Auswahl)
Handbook of International Economics, Hrsg. zusammen mit Kenneth S. Rogoff und Elhanan Helpman, Band 4, Elsevier 2014, ISSN 1573-4404 Workbook for the Foundation of International Economics, zusammen mit Maurice Obstfeld und Kenneth S. Rogoff, MIT Press 1998.
Weblinks
Biographie beim Internationalen Währungsfonds Homepage an der Harvard University
Einzelnachweise
Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Inder Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Frau