Lunca (veraltet Uifalău oder Vaidei; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Zur Gemeinde („comună“) Lunca gehören die Dörfer Băița (dt. Ginsdorf), Frunzeni, Logig (dt.Ludwigsdorf), Lunca (Gemeindesitz) und Sântu.

Der Ort Lunca ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen Oláhújfalu, Újfalu und Oláhfalu, und der deutschen Neustadt bekannt.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Lunca im Kreis Mureș

Die Gemeinde Lunca liegt in der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei), Teil des Siebenbürgischen Beckens. Das Dorf Lunca liegt am gleichnamigen Bach und dem Drum național 15A, 14 Kilometer nordwestlich der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 45 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch).

Geschichte Auf eine Besiedlung des Gemendegbiets während der vorrömischen Eisenzeit deuten Funde einer Totenstadt der Hallstattzeit bei dem eingemeindeten Dorf Băița (Ginsdorf), auf einem Areal, das von den Einheimischen la jie (rum. „am Weinberg“) genannt wird.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).

Das siebenbürgisch-sächsisches Dorf Lusstref (deutsch Ludwigsdorf, rum. Lunca, ung. Szászludvég) wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt und blieb bis zur Zwangsevakuierung der Siebenbürger Sachsen aus Nordsiebenbürgen durch die sich zurückziehende Wehrmacht im September 1944 eine vorwiegend sächsische Ortschaft.

Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Teke in der Gespanschaft Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Mureș (dt. Mieresch) und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Lunca entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2938 2429 246 195 68 1930 3760 3336 248 120 56 1956 4283 3872 228 117 66 2002 2851 2699 67 39 46 2011 2625 2464 60 24 77 2021 2078 1884 27 7 160 (12 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1956 registriert. Die höchste Anzahl der Magyaren (345) wurde 1910, die der Rumäniendeutsche 1850 und die der Roma (65) 1956 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Băița, die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil, der Glockenturm und das Holztor zur Kirche alle 1723 errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Logig (Ludwigsdorf), das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Bornemisza im 18. Jahrhundert errichtet und die Anwesen in der Hauptstraße (str. Principală) Nr. 10, 15 und 265 im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.

Weblinks

Die Gemeinde Lunca bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1319