Obuchowo () ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage Obuchowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, drei Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 24 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ostróda.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde Obuchshöfchen im Jahre 1720. Es war eine Gründung des Orgelbauers Matthias Obuch, der auch Stadtkämmerer war.Werner Renkewitz, Jan Janca: Geschichte der Orgelbaukunst in Ost- und Westpreußen von 1333 bis 1945. Band 1. Wolfgang Weidlich: Tübingen 1984. S. 208. Das anfangs Orgelbauers Gütchen genannte ErbpachtgutDietrich Lange: Obuchshöfchen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) lag in der Stadtmark von Mohrungen im ostpreußischen Oberland und bestand aus neun Hufen.

1826 oder bald danach wurde im Oberwald ein Schießstand der Mohrunger Schützengilde eingerichtet.Mohrunger Heimatkreis – Nachrichten. 102. Ausgabe. 2004. S. 41f. pdf Dieser besteht bis heute mit einem dazugehörenden Klub.Strzelnica Obuchowo Website des Schützenklubs (polnisch)

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Obuchshöfchen die polnische Namensform „Obuchowo“. Heute ist die Osada (= „Siedlung“) eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohner 1782 2 Häuser 1822 6 Einwohner 1849 15 Einwohner in zwei HäusernRenkewitz, Janca, S. 208 1858 21 Einwohner in drei Häusern 1937/39 46 Einwohner

Religion Bis 1945 war Obuchshöfchen in das Kirchspiel der evangelischen Kirche St. Peter und Paul in Mohrungen eingepfarrt. Für diese Kirche schuf Matthias Obuch im Jahre 1705 eine Doppelorgel.Informationszentrum Ostpreußen: Pfarrkirche Peter und Paul in Mohrungen Die Pfarrkirche gehörte zum Kirchenkreis Mohrungen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Außerdem gehörte Obuchshöfchen zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph in Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.

Heute sind die Einwohner Obuchowos weiterhin nach Morąg eingegliedert: zur katholischen Pfarrkirche Piotr i Pawła, die zum Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg bzw. zur evangelischen Kirchengemeinde der Stadt, die eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Verkehr Obuchowo ist von Nowy Dwór aus über eine Stichstraße zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Dobrocin an der PKP- Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo zur Weiterfahrt bis Elbląg.

Weblinks

Schießplatz Obuchowo bei Youtube

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1720 Kategorie:Gmina Morąg Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren