In Europa existieren insgesamt 48 Dreiländerecke (englisch Tripoints), die generell von den Vereinten Nationen erfasst werden (hier inkl. Kosovo).United Nations Tripoint Registry Yearbook 4th Edition, erfasst sind nur ordentliche Mitglieder der UN Dabei grenzen, oft touristisch vermarktet, jeweils drei Staaten an einem Punkt aneinander.
Aktuelle Situation
Länderdreieck Kfz-Länderkennzeichen Position(UN-Code)Ortslage Drei Grenzen Anmerkungen D F L (114 defrlu) bei Schengen D - FD - LF - L Der genaue Verlauf der Grenzlinien wurde durch das Abkommen zwischen Deutschland und Luxemburg am 19. Dezember 1984 festgelegt (siehe Gemeinschaftliches deutsch-luxemburgisches Hoheitsgebiet). 120x120px|zentriert D CH F (093 chdefr) bei Weil am Rhein-Friedlingen (D) / Huningue (F) / Basel-Kleinhüningen (CH) D - FD - CHF - CH Das markante Denkmal steht 150 m südöstlich auf Schweizer Boden.Die Dreiländerbrücke () quert den Rhein 200 m nördlich und verbindet Deutschland mit Frankreich.Siehe auch „Dreyeckland“ 120x120px|zentriert D A CH (026 atchde) Im östlichen Bodensee (Obersee), etwa das Gebiet zwischen Bregenz, St. Gallen und Lindau (Bodensee) D - AD - CHA - CH Unfixiertes Dreiländereck. 1871 wurde das gegenwärtige politische Format festgelegt, das sich auf einen hypothetischen äquidistanten Punkt im Bodensee konzentriert. Es gibt auch eine zwischen den Anrainerstaaten vereinbarte Verwaltungsgrenze dessen Dreieckspunkt etwa bei liegt. 120x120px|zentriert D A CZ (030 atczde) beim Plöckenstein D - AD - CZA - CZ Trojmezí: Der Dreiländerpunkt Trojmez im Böhmerwald wurde 1765 als Grenze zwischen Böhmen, Österreich und dem Hochstift Passau bestimmt. Letzteres kam 1803 zu Bayern. Nach der Ausrufung der Tschechoslowakei 1918 wurde dieser Punkt zum Dreiländereck.
Nach der Auflösung der Tschechoslowakei wurde der Punkt 1993 remonumentiert. Das ursprüngliche dreieckige Wahrzeichen aus dem Jahr 1765 wurde durch neue Grenzsteine ersetzt. Siehe: Nicht verwechseln mit dem Dreiländereck bei Trojmezí, siehe → Historische Dreiländerecke (D-DDR-ČSSR) 120x120px|zentriert D PL CZ (112 czdepl) Süden von Zittau in der Lausitzer Neiße D - PLD - CZPL - CZ Die aktuelle politische Konstellation existiert seit dem Auseinanderbrechen der Tschechoslowakei 1993. Das Dreiländereck entstand an der Mündung des Ullersbaches in die Lausitzer Neiße in Folge der Abtrennung der deutschen Ostgebiete durch die Potsdamer Konferenz 1945 und Festlegung der polnischen Westgrenze auf die Oder-Neiße-Linie. Das Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien lag vorher 280 km südöstlich an der bei Bohumín (). Es gibt Planungen, die drei Länder über das Wasser mit Brücken zu verbinden, siehe und An Seilen über die Neiße, Sächsische Zeitung vom 15. Februar 2018. 120x120px|zentriert D L B (044 bedelu) Mündung Ribbach in die Our unweit Europadenkmal B - DB - LD - L Mit der Unabhängigkeit Luxemburgs von Belgien im Jahr 1839 durch die Teilung Belgiens entstand der Grenzpunkt zum Deutschen Reich. Die Grenzlinien entlang des Westufers der Our und des rechtwinklig einlaufenden Ribbachs bilden den Treffpunkt. Das Flussbett der Our bildet in gesamter Breite ab dem Dreiländereck (Georges-Wagner-Brücke) das gemeinschaftliche deutsch-luxemburgische Hoheitsgebiet. Am Ufer findet man den deutsch-belgischen Grenzstein № 1 aus dem Jahr 1922 und einen – vermutlich älteren – Stein № 52 an der Ecke zu Luxemburg. 120x120px|zentriert D B NL (045 bedenl) Vaalserberg B - DB - NLD - NL Ab 1816 zunächst Dreiländerpunkt zwischen dem Königreich Preußen, dem Königreich der Vereinigten Niederlande und dem von beiden Ländern als Kondominium verwalteten Neutral-Moresnet. Mit der Belgischen Revolution 1830 wurden die bis dahin niederländischen Gebiete zunächst komplett belgisch, 1839 trat Belgien aber einen Teil der Provinz Limburg an die Niederlande ab, dabei entstand an dieser Stelle ein Vierländereck der drei unabhängigen Staaten Preußen, Niederlande und Belgien, sowie von Neutral-Moresnet. 1919 fielen Neutral-Moresnet und ein östlich davon liegender, bis dahin deutscher Gebietsstreifen an Belgien, der Dreiländerpunkt Deutschland-Niederlande-Belgien verblieb jedoch an derselben Position. Auf Ebene der Gliedstaaten besteht hier seit 1970 wieder ein Vierländerpunkt: Französische Gemeinschaft Belgiens, Deutschsprachige Gemeinschaft (ebenfalls Belgien), Niederlande (Teil des Königreiches der Niederlande) und Nordrhein-Westfalen (deutsches Bundesland). Auf kommunaler Ebene stoßen hier die vier Gemeinden Kelmis (B), Plombières (B), Vaals (NL) und Aachen (D) zusammen.
Das heutige politische Format stammt von 1920, gekennzeichnet durch einen oktogonalen Obelisken als Denkmal mit der Nummer 193, das der ursprünglichen Abgrenzung von 1818 zugeschrieben wird und Ersatz für den amtlichen Grenzstein von 1926 ist. Bis zum 10. Oktober 2010 war es auch der höchste Berg der Niederlande. Diesen Status verlor der hohe Vaalserberg, als mit der Auflösung der Niederländischen Antillen die karibische Insel Saba mit dem 877 m hohen Vulkan Mount Scenery als „Besondere Gemeinde“ in das Staatsgebiet der Niederlande eingegliedert wurde. A SK CZ (031 atczsk) beiHohenau an der March (A)Mündung der Thaya in die March A - SKA - CZSK - CZ Der Grenzpunkt liegt in Gewässermitte. Bereits im 14. Jh. war es Grenze zwischen Österreich, Mähren und Ungarn, Durch das Auseinanderbrechen der Tschechoslowakei 1991 trat wieder der Verlauf gemäß Abkommen von 1928 ein. A SK H (033 athusk) beiDeutsch Jahrndorf (A), Čunovo (SK), Rajka (H) A - SKA - HSK - H Seit der Unabhängigkeit der Slowakei im Jahr 1993 Nachfolge des Dreiländerecks Österreich – ČSSR-Ungarn, das seit 1947 bestand. 1921 entstand durch die Verbringung von „Deutsch-Westungarn“ als Burgenland nach Österreich ein Grenzpunkt. Dann wurde die Grenze der Tschechoslowakei zu Ungarn um sieben Kilometer verschoben. Durch die Erweiterung des Bratislavaer Brückenkopfes fiel ab 16. Oktober 1947 ein zusätzliches kleines Gebiet von Ungarn an die Tschechoslowakei. A SLO H (032 athusi) Dreiländerecke Tromejnik/Harmashatar (387 m), bei Sankt Martin an der Raab, Kuzma, Felsőszölnök A - SLOA - HSLO - H Oststeirisches Hügelland/Goričko/Vasi-HegyhátNachfolger des durch die Unabhängigkeit Sloweniens im Jahr 1991 bestehenden Dreiländerecks Österreich-Ungarn-Jugoslawien, das 1921 durch Abtretung des Burgenlandes von Ungarn nach Österreich durch Verträge von Saint Germain & Trianon geschaffen wurde. Die Daten sind auf dem Denkmal festgehalten. FL A CH (028 atchlin) (Nordeck) westlich BangsFL - AFL - CHA - CH Im Mittelgerinn des begradigten Alpenrheins wurde 1955 die historische Grenzlinie bei den Markern 135 & 136 genau festgelegt. Grenzpunkt seit dem Zusammenbruch des Deutschen Bunds im Jahr 1866 120x120px|zentriert (029 atchlis) (Südeck); Naafkopf im Rätikon Dreiländereck seit 1866. Das Gipfelkreuz ( m) markiert den Dreiländerpunkt. Die Besteigung der Höhe ist etwas mühsam. 120x120px|zentriert AL GR MK (011 algrmk) im Prespasee ca. m südsüdwestlich der Golem-Insel AL - GRAL - MKGR - MK Es ist das südlichste Dreiländereck Europas.Eine gewöhnliche Boje im See kennzeichnet den Grenzpunkt. 120x120px|zentriert AL RKS MK (013 almkrs) Maja Kësula e Priftit (, , m) im Šar PlaninaAL - RKSAL - MKRKS - MK Südlich von Prizren; 4,7 km südlich des Kallabak ( m). Im Juni 2008 wurde ein ca. 2 m großer, weißer Grenzstein eingeweiht. 120x120px|zentriert AL RKS MNE (012 almers) Trekufiri/Tromeđa, etwa nördlich von Bajram Curr (Albanien) und von Dobërdol (Kosovo) AL - RKSAL - MNERKS - MNE 120x120px|zentriert AND F E (002 adesfrw) Pyrenäen, Pic de Médécourbe (2914 m) nahe ArcalísAND - FAND - EF - E nordwestliches DreiländereckEs ist das westlichste Dreiländereck Europas. Erst 1993 offiziell als Dreiländereck deklariert, jedoch seit 1862 als solches beschrieben. Auf dem Gipfel ein Cairn mit einem Eisenpfosten als informelle Markierung.The tripoints of AndorraThe western tripoint of Andorra 120x120px|zentriert (001 adesfre)Pyrenäen, südlich Portella Blanca d’Andorra ( m) südöstliches DreiländereckPortella Blanca war schon seit 1278 ein genutzter Passübergang, später durch den spanisch-französischen Grenzstein № 427 gekennzeichnet. 1993 offiziell zum Dreiländereck deklariert.The eastern tripoint of AndorraVideo Portella Blanca 120x120px|zentriert B F L (046 befrlu) im Chiers (Fluss), östlich von Mont-Saint-Martin (F), im Westen von Petingen-Rodange (L) und südlich von Aubange (B) B - FB - LF - L Das Gebiet um das Dreiländereck ist von Luxemburg aus über einen Abzweig der N5F gut zugänglich, jedoch schwer der exakte Punkt des Dreiländerecks, da dieser in einer steilen und dicht bewachsenen Geländevertiefung des Bachlaufs liegt. Der Grenzpunkt ist durch einen schlanken, weien Kegel gekennzeichnet, der von Gebüsch umwuchert ist. Zudem gibt es noch seit 1843 gusseiserne Markierungen № 1 zwischen Belgien und Luxemburg. , illustrierte Beschreibung in flämisch 120x120px|zentriert BIH HR MNE (040 bahrme) westlich Sitnica bei Kruševice, Gemeinde Herceg Novi BIH - HRBIH - MNEHR - MNE 2 km nordnordwestlich von Dubravka und 700 m westsüdwestlich des Grenzübergangs Granični prijelaz Sitnica zwischen Montenegro und Bosnien-Herzegowina. Bisher nicht eindeutig fixiert (siehe Treaty on the State Border between the Republic of Croatia and Bosnia and Herzegovina, UN, 30 July 1999), durch eine kaum erkennbare Steinpyramide gekennzeichnet. BIH HR SRB (041 bahrrs) westlich von Crnjelovo in Bosnien-Herzegowina BIH - HRBIH - SRBHR - SRB In der SaveZusammenfluss des Talwegs der Save (Grenze mit Bosnien-Herzegowina) nördlich der Mündung des Baches Lukavac von Süden als Verlängerung (Grenze Serbien/Kroatien); zwischen den Orten Bijeljina-Novo Naselje (BIH), Račinovci (HR) und Jamena (SRB). Seit der Unabhängigkeit von Bosnien-Herzegowina im Jahr 1992, 1999 vereinbart und 2006 festgelegt am Punkt, der als Folge eines Zusammentreffens der Verwaltungsgrenzen der drei jugoslawischen Teilrepubliken seit 1945 bestand. Grenzmarken sind nicht erkennbar. (serbisch), illustrierter Bericht aus dem Grenzgebiet in BIHMNE SRB (042 bamers) bei Kukurovići () westlich von Priboj BIH - MNEBIH - SRBMNE - SRB an den Hängen oder direkt auf dem Gipfel des Zelena Glava ( m)Dreiländereck seit der Trennung von Serbien und Montenegro 2006. Am ehemaligen Treffpunkt der jugoslawischen Teilrepubliken, der seit 1945 oder früher schon auf Karten dargestellt wurde. Eine verbindliche zwischenstaatliche Regelung gibt es bisher nicht. Der Punkt ist nicht auffällig markiert. BG GRMK (053 bggrmk) Tumbaspitze (, , m) BG - GRBG - MKGR - MK westlich von Petritsch (bulgarisch Петрич)Ein Landpunkt, der zur Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 geschaffen wurde auf der Basis einer Festlegung von 1913 durch den Vertrag von Bukarest, bei dem das ottomanische Vilâyet Saloniki unter seinen drei Besatzern verteilt wurde. Der genaue Ort des ursprünglichen Länderdreiecks war zweifelsfrei woanders, wurde aber 1919 durch den Vertrag von Neuilly-sur-Seine zugunsten Bulgariens vom tatsächlichen Standort auf dem Belasiza-Kamm zum Tumba-Gipfel verlegt. Es war bereits 1813 einseitig von Bulgarien abgegrenzt worden und wurde vorzeitig durch den Grenzstein № 1 fixiert. Der Gipfel ist durch einen restaurierungsbedürftigen Dreiländerstein markiert. Tumba Peak Genaue Karte (suche: Unten, Mitte) 120x120px|zentriert BG GR TR (054 bggrtr) Trigono BG - GRBG - TRGR - TR westlich des türkischen EdirneDer den Touristen angebotene Grenzpunkt liegt direkt südlich des Grenzübergangs. Ein wei gekalkter, mit den drei Landesflaggen gekrönter Betontetraeder markiert die Stelle etwas bescheiden. Der Zugang ist nur über einen Weg erlaubt. Auf der kleinen Insel 700 m südwestlich in der Mariza und südöstlich des Grenzpunktes gibt es ein weiteres, repräsentativeres Denkmal neben dem griechisch-bulgarischen Grenzstein № 1 und dem türkisch-bulgarischem Grenzstein № 320B. Es ist nicht frei zugänglich. Foto Fronteras que pasan por donde quieren. Reichlich Illustration zu skurrilen Grenzen