Der Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Geisteswissenschaften ist ein von der Erzdiözese Wien verliehener Wissenschaftspreis. Der Preis ist nach dem Kardinal Theodor Innitzer benannt.Kardinal-Innitzer-Studienfonds
Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds Dotiert wird der Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Geisteswissenschaften durch den Kardinal-Innitzer-Studienfonds, eine Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft. Er vergibt jährlich Förderungspreise an hervorragende junge österreichische Wissenschafter in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen.
Für die Prämierung kommen wissenschaftliche Arbeiten in Frage, die in ihrer wissenschaftlichen Bedeutung einer Habilitationsschrift gleichzusetzen sind. Die Bewerber sollen österreichische Staatsbürger sein. Die Arbeiten ausländischer Staatsbürger werden angenommen, wenn sie in Österreich an einer wissenschaftlichen Institution ständig arbeiten. Die Bewerbungen werden durch den Studienfonds begutachtet, wobei auch externe Gutachter beauftragt werden.
Preisverleihung Die Preisverleihung nimmt der Erzbischof von Wien, derzeit Josef Grünwidl, im Rahmen einer feierlichen Vergabesitzung im Dezember jedes Kalenderjahres vor.
Träger des Kardinal-Innitzer-Förderungspreises für Geisteswissenschaften
1971: Otto Gschwantler, Skandinavist 1972: William Butollo, Psychologe; Oskar Pausch, Germanist 1973: Helmut Rumpler, Historiker 1974: Johannes Koder, Byzantinist 1975: Robert Fleischer, Klassischer Archäologe; Karlheinz Rossbacher, Germanist 1976: Siegfried Haider, Historiker; Franz Viktor Spechtler, Germanist und Mediävist 1977: Johannes Divjak, Klassischer Philologe; Sepp Linhart, Japanologe; Alois Mosser, Historiker 1978: Hans-Joachim Müller, Romanist und Literaturwissenschaftler; Helmut Georg Satzinger, Ägyptologe und Koptologe 1979: Bernhard Doppler, Germanist; Wendelin Schmidt-Dengler, Literatur- und Sprachwissenschafter 1980: Anton Schwob, Germanist; Helfried Valentinitsch, Wirtschaftshistoriker; Ruth Wodak, Sprachwissenschafterin 1981: kein Preis vergeben 1982: Roman Sandgruber, Historiker 1983: Herbert Seifert, Musikwissenschaftler; Gertrud Viehauser; Werner Fritz, Judaist 1984: Heide Dienst, Historikerin; Murray G. Hall, Germanist; Horst Haselsteiner, Historiker; Georg Scheibelreiter, Historiker und Heraldiker; Friedrich Wallner, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker 1985: Manfred Prisching, Soziologe 1986: Franz Prammer, Philosoph 1987: Günter Burkert, Historiker; Erwin Waldschütz, Philosoph; Patrick Werkner, Kunsthistoriker 1988: Leopold Hellmuth, Germanist; Franz Stuhlhofer, Historiker; Wolfgang Zach, Anglist 1989: Falko Daim, Archäologe 1990: Annemarie Karpf, Anglistin 1991: kein Preis vergeben 1992: kein Preis vergeben 1993: Franz Eybl, Germanist; Walter Slaje, Indologe 1994: Ingrid Bennewitz, Mediävistin 1995: Michael Memmer, Rechtshistoriker 1996: Eva Gugenberger, Romanistin; Josef Perger, Philosoph 1997: kein Preis vergeben 1998: Roland Bauer, Romanist; Wynfrid Kriegleder, Literaturwissenschaftler und Germanist; Bernhard Palme, Papyrologe und Althistoriker; Manfred Pascher, Philosoph 1999: Johann Werfring, Historiker; Wolfgang Wohlmayr, Klassischer Archäologe 2000: Ludwig Fladerer, Klassischer Philologe; Johannes Freiler, Jurist 2001: Sabine Coelsch-Foisner, Anglistin und Literaturwissenschafterin 2002: Andrea Lindmayr-Brandl, Musikwissenschaftlerin; Kurt Remele, Theologe und Ethiker 2003: Martin Sexl, Komparatist 2004: Werner Telesko, Kunsthistoriker 2005: Oliver Vitouch, Psychologe und Kognitionswissenschaftler; Andreas Vonach, Theologe 2006: Barbara Schröttner, Erziehungswissenschafterin 2007: kein Preis vergeben 2008: Nina-Maria Wanek, Musikwissenschaftlerin; Wolfram Ziegler, Historiker 2009: kein Preis vergeben 2010: Christian Neuhuber, Germanist; Simone Paganini, Theologe 2011: Christoph Ebner, Rechtshistoriker 2012: kein Preis vergeben 2013: Peter Albin Kritzer, Mathematiker; Mihailo Popovic, Byzantinist 2014: Andrea Korenjak, Psychologin und Musikwissenschaftlerin 2015: kein Preis vergeben 2016: Martin Lang, Altorientalist; Susanne Schwab, Inklusionsforscherin 2017: Christina Antenhofer, Historikerin 2018: Michael Zichy, PhilosophInnitzer-Wissenschaftspreis 2018 für Chemiker Schuster – Die Preisträger 2018 auf religion.orf.at 2019: kein Preis vergeben 2020: kein Preis vergeben 2021: Simon Varga, PhilosophAnerkennung auf simon-varga.at 2022: kein Preis vergeben 2023: Ingeborg Zechner, MusikwissenschaftlerinAlice Senarclens De Grancy: Von Hollywood in den Konzertsaal. Musikwissenschaftlerin Ingeborg Zechner erhält heute für ihre Forschung zur Filmmusik des Komponisten Franz Waxman den Förderungspreis des Kardinal-Innitzer-Studienfonds. In: Die Presse, 13. November 2023 – online. 2024: kein Preis vergeben 2025: Isabella Walser-Bürgler, Philologin
Siehe auch Kardinal-Innitzer-Preis
Weblinks Website des Kardinal-Innitzer-Studienfonds – Geisteswissenschaften
Einzelnachweise
Geisteswissenschaften Kategorie:Wissenschaftspreis (Österreich) Kategorie:Auszeichnung (Wien) Kategorie:Erstverleihung 1971