Hochgößnitz ist eine Ortschaft und gleichnamige Streusiedlung in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg in der Steiermark. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage und Geographie Hochgößnitz liegt im südlichen Teil der Marktgemeinde Maria Lankowitz, südwestlich des Ortszentrums. Der Ort liegt auf einem nach Südosten streichenden Ausläufer des Wölkerkogels, der zum Graben des Frei-Gößnitzbaches hin abfällt.
Durch den Ort verläuft keine größere Straße, sondern nur die Gößnitzstraße, die Hochgößnitz über Niedergößnitz mit Gößnitz verbindet.
Geschichte Zu den ältesten Siedlungsspuren bei Niedergößnitz zählt eine aus der Urnenfelderzeit stammende Lanzenspitze. Der heutige Ort Hochgößnitz entstand im Hochmittelalter auf Rodungsgebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1422 als die grosse Go(e)snitz. Eine weitere Erwähnung erfolgte schließlich um 1790 als Hoch-Gößnitz. Der Ortsname leitet sich von den slawischen Wörtern goszd für Wald und nica für Bach ab und bedeutet soviel wie Waldbach. Der Namenszusatz Hoch- dient zur Unterscheidung von dem Ort Niedergößnitz, wobei bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Bezeichnung Großgößnitz in Verwendung war. Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner von Hochgößnitz im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Greißenegg, Lankowitz (mit dem Schleifferamt), Obervoitsberg (mit dem Amt Gößnitz), Paradeis, Großlobming, Piber sowie Reiteregg Untertanen im Ort. Der Ort war Teil des Werbbezirks Lankowitz. Das als Pestkreuz errichtete Zoislkreuz weist darauf hin, dass es in den Jahren 1480, 1680 und 1685 zu Ausbrüchen der Pest im Ort kam.
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Hochgößnitz Teil der Ortsgemeinde Gößnitz. Als am 1. Januar 2015 Gößnitz im Rahmen der Gemeindestrukturreform mit der Marktgemeinde Maria Lankowitz zusammengelegt wurde, wurde auch Niedergößnitz Teil der neuen Gemeinde.
Wirtschaft und Infrastruktur Hochgößnitz ist land- und forstwirtschaftlich geprägt, wobei hier in der Vergangenheit vor allem die Ochsen und Schafzucht eine größere wirtschaftliche Bedeutung spielte. Im Bereich um den Wölkart- und den Brandkogel gibt es eine ausgeprägte Almwirtschaft. Der Ort ist nach Lankowitz eingepfarrt, nachdem er bis 1786 von der Pfarre Köflach seelsorgerisch versorgt worden war.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Das als Pestkreuz errichtete Zoisl- oder Großzoislkreuz
In Hochgößnitz gibt es mehrere religiöse Kleindenkmäler, die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Die Großjaukkapelle ist eine 1898 geweihte Wegkapelle, die einen älteren Vorgängerbau ersetzte. Die Flantscherkapelle, ein vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammender Pfeilerbildstock, hat in seiner Nische eine Darstellung des Gnadenbildes von Maria Lankowitz. Das Zoisl- oder Großzoislkreuz wurde als Pestkreuz errichtet und steht auf einer Anhöhe, bei der es sich um ein Pestgrab handeln soll. Das Kreuz selbst ist ein Tabernakelbildstock und besteht aus einer einfachen, achteckigen Mauersäule, in deren Nischen unter anderem ein Kreuzigungsbild nach Art des deutschen Malers Gebhard Fugel steht. Am Kreuz erinnern die Jahreszahlen 1480, 1680 und 1685 an Pestausbrüche in der Gegend. Der Riegerbildstock wurde vom Besitzer des Riegergutes zur Erinnerung an der Rettung von Wölfen errichtet.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1422
Kategorie:Geographie (Maria Lankowitz) Kategorie:Pack- und Stubalpe Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)