Elektro Music Department (EMD) ist ein 1995 gegründetes Minimal-Techno-Label aus Berlin und gilt als „eines der stilbildendsten Labels der Techno-Geschichte“.. In: b3biennale.de vom 27. November 2017. Für das gesamte Artwork des Labels ist der in Berlin ansässige Schweizer Minimal-Künstler Daniel Pflumm verantwortlich. Musikalisch prägten Klaus Kotai und Gabriele Loschelder das Label.

Hintergrund Bei dem Label ging es besonders in den Anfängen um die Verbindung von Kunst und Clubgeschehen. Angeschlossen war der Berliner „Mikroclub“ Elektro, der seit 1992 in der Mauerstraße 15 in Berlin Auftritte internationaler DJs und Technoacts veranstaltete, bis das Gebäude im Januar 1995 abgerissen wurde. Nachfolgeclub wurde von 12. Dezember 1995 bis April 1997 das Panasonic, dann folgte die musikalische Leitung des, von der NEU-Galerie (Tim Neuger und Burkhard Riemschneider) in einer ehemaligen Kaufhalle ins Leben gerufene Init, beide in Berlin, Mitte.

„Radikale Reduzierung der Tracks auf das Wesentliche war damals ein Markenzeichen des Labels. Die Musik wurde von Klaus Kotai und Mo Loschelder (Kotai + Mo) produziert. Klaus Kotai kam vom Label Disko B aus München dazu und arbeitete mit Mo erfolgreich im Studio. Der visuelle und visionäre Künstler Daniel Pflumm erstellte das Artwork und produzierte für jede Veröffentlichung einen Videoclip. Ein besonderes Gimmick darin war das Einblenden der eigenen Telefonnummern.“Wir stellen vor: Elektro Music Department. In: rave-strikes-back vom 8. August 2018.

„Der Eindruck, mit jedem Plattencover ein kleines grafisches Kunstwerk in der Hand zu haben, trägt sicherlich zum Ruf des Labels bei [...] Wie kein anderes steht das Label für ein bestimmtes Berliner Club-Modell. Die Verbindung von Club und Kunst, nicht-kommerzielles Wirtschaften abseits der offiziellen Strukturen, die Identität spendende Kraft der elektronischen Musik für eine internationale community: Ab Mitte der 90er Jahre erreichte das alles mit dem Elektro Music Department eine gewisse klassische Form.“Oliver Ilan Schulz: Mo fährt Taxi durch Berlin. In: Welt.de vom 6. August 2002.

"Sound of Sparta" Vor fünf Jahren war der Berliner Club Elektro noch halb legal, heute ist er ganz legendär. Jetzt hält ein Sampler Rückschau und beweist: je Minimal, desto Mythos. Von Tobias Rapphttps://taz.de/Sound-of-Sparta/!1300938/ Sound of Sparta] bei taz.de, abgerufen am 28. September 2026

Musiker

Literatur Ulrich Gutmair: Die ersten Tage von Berlin: Der Sound der Wende (2013, IV. Das Elektro, Mauerstraße 15. Full Costumer Satisfaction)

Weblinks

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Einzelnachweise

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