mini|Undatierte Luftaufnahme (zwischen 1918 und 1937) mini|Luftaufnahme von 1948 Die Rehaklinik Wald (ehemals Zürcher RehaZentrum Wald, bis 2015 Höhenklinik Wald) ist eine Klinik für medizinische Rehabilitation in der Gemeinde Wald auf dem Faltigberg bei Hittenberg () im schweizerischen Kanton Zürich.

Die Klinik ist mit der Buslinie , die zum Bahnhof Wald verkehrt, an den öffentlichen Verkehr angeschlossen

Geschichte Erbaut wurde die Klinik 1898 als Sanatorium Wald zur Bekämpfung der Tuberkulose.

Seit 1894 hatte im Kanton Zürich ein «Komitee zur Erbauung eines Sanatoriums» bestanden. Diskutiert wurden auch Standorte ausserhalb des Kantons wie Davos, Flims und Braunwald. Die Gemeinde Wald beschloss, sich als Standort zu bewerben; das «Volksblatt vom Bachtel» zitierte ein Referat des Gemeindepräsidenten: Die Entscheidung fiel letztlich 1896 zwischen Faltigberg ob Wald (Aussenwacht Hittenberg) und Seelisberg ob Gibswil. Man entschied sich zugunsten von Wald mit der Auflage, die Gemeinde müsse eine Zufahrtsstrasse bauen und die Trinkwasserversorgung sicherstellen.

Bei der Eröffnung im Jahr 1898 als Zürcherische Heilstätte für Lungenkranke lag die Kapazität bei 88 Patienten, und die Tagestaxe betrug je nach Vermögensverhältnissen 2 bis 5 Franken, bei einer mittleren Kurdauer von 104 Tagen.Otto Brändli: Zürcher Höhenklinik Wald - Geschichte. 2012. (swisstb.org) Das Sanatorium war stark frequentiert und wurde wiederholt erweitert, 1908 um ein Kinderhaus, 1910 um die ehemalige Pension Sonnenberg als Aussenstation mit 30 Betten für Patienten «mit wenig Aussicht auf Heilung», 1916 um ein Ärztehaus.Urs-Peter Zingg: Vom Sanatorium zur Höhenklinik. In: Us eusere Walder Heimet. Nr. 251, Februar 2013.

Im Jahr 1909 wurde in Wald erstmals ein künstlicher Pneumothorax angelegt. 1911 erhielt die Klinik eine Röntgeneinrichtung, elektrisches Licht, sowie eine Zentralheizung. Der erste Chefarzt war Heinrich Staub (1898–1918), gefolgt von Franz Deiss (1918–1940) und Eduard Häfliger (1940–1977).

Durch den Rückgang der Tuberkulose in den 1940er-Jahren war die Klinik von der Schliessung bedroht. Für eine Sanierung (1946–1951) gewährten die Städte Zürich und Winterthur ein Darlehen von 4,18 Millionen Franken. 1971 wurde die Klinik umbenannt von Zürcher Heilstätte Wald in Zürcher Höhenklinik Wald. Unter Chefarzt Otto Brändli (1977–2007)CV Brändli Otto (swisslung.org) wurde das Sanatorium in eine Mehrzweckklinik umgewandelt. Eine Gesamtsanierung in den Jahren 1984–1990 wurde auf 21,1 Millionen Franken budgetiert unter Beibehaltung der Kapazität von 144 Betten. Es wurden nun auch nichttuberkulöse Lungenkrankheiten wie Lungenkrebs und chronische Bronchitis sowie weitere internmedizinische Krankheiten behandelt. Immer mehr Patienten wurden auch zur Rehabilitation eingewiesen.

2012 war die Klinik erneut durch eine Umsiedlung nach Uster bedroht. In Wald wurde eine Interessengemeinschaft gebildet mit dem Ziel, den Wegzug der grössten Arbeitgeberin der Gemeinde zu verhindern.Stefan Hotz: Die Walder stehen zur Höhenklinik. 13. November 2012. Die Stiftung Zürcher Höhenkliniken, seit 2015 Stiftung Zürcher RehaZentren, züriost 14. Juni 2015. entschied 2014, dass die Höhenklinik Wald bestehen bleibt und ihre Kapazität von 284 auf 400 Rehabilitationsbetten gesteigert werden soll.Höhenklinik bleibt Wald erhalten. In: Tages-Anzeiger. 19. Dezember 2014.

Durch die Fusion der Zürcher Rehazentren mit der Stiftung Kliniken Valens im Jahr 2023 wurde ein weiteres Kapitel aufgeschlagen: Seit Oktober 2025 tritt die Klinik unter dem Namen Rehaklinik Wald auf und ist aufgrund des gruppenweiten Rebrandings auch nach aussen hin sichtbar Teil der Klinikgruppe Valens – dem grössten Schweizer Rehaanbieter.

Weblinks

Rehaklinik Wald Von der Liegekur zur modernen Rehabilitation

Literatur Iris Ritzmann: Hausordnung und Liegekur: Vom Volkssanatorium zur Spezialklinik: 100 Jahre Zürcher Höhenklinik Wald. Chronos, 1998, ISBN 3-905312-79-4. Stiftung Zürcher RehaZentren (Hrsg.): Von der Liegekur zur modernen Rehabilitation. 100 Jahre Zürcher RehaZentrum Davos, 125 Jahre Stiftung Zürcher RehaZentren. Eigenverlag, 2018, ISBN 978-3-033-06428-7.

Einzelnachweise

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