mini|Magna Carta mini|Charta von Cetingrad Mit Charta (Pl. Chartas, Aussprache [];Nicht «tsch»; Duden Aussprachewörterbuch. Bibliographisches Institut Mannheim 1962. , entlehnt aus , möglicherweise mit dem ägyptischen Wort verwandt) bezeichnet man die für das Staats- und Völkerrecht grundlegenden Urkunden.
Wortbedeutungen In der Diplomatik wird die Charta als frühmittelalterliche Urkundenform von der Notitia abgegrenzt: Die Charta ist eine dispositive Urkunde, die in der ersten Person und im Präsens formuliert ist, während die Notitia als Beweisurkunde in der dritten Person und im Perfekt formuliert ist. Die Charta war im frühen und hohen Mittelalter besonders im südlichen Europa (Italien, Spanien, Südfrankreich) in Gebrauch.
Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch für Satzungen oder Selbstverpflichtungen nichtstaatlicher Organisationen verwendet. So gibt es z. B. Chartas von Künstlergruppen, Wissenschaftlern oder Berufsgemeinschaften.
Bekannte Beispiele Bekannte Chartas sind:
Carta Caritatis, das im 12. Jh. entstandene Verfassungsdokument des Zisterzienserordens, regelt die Beziehungen der Zisterzienserklöster untereinander
1215 Magna Carta 1527 Charta von Cetingrad die portugiesische Verfassungscharta von 1826 1931 Charta von Athen (Denkmalpflege) 1933 Charta von Athen (CIAM), Städtebau 1941 Atlantik-Charta 1945 Charta der Vereinten Nationen 1964 Charta von Venedig, Denkmalschutz Charta 77 18. August 1988 Hamas-Charta 1990 Charta von Paris 7. Dezember 2000 Charta der Grundrechte der Europäischen Union 2003 Charta zum Erhalt des Digitalen Kulturerbes 11. März 2005 Europäische Charta für Forscher 2006 Charta der Vielfalt 2008 Charta 08
Siehe auch Charta partita Charta (Newsgroup)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Verfassungsrecht Kategorie:Diplomatik Kategorie:Vertragstyp