Die Liste der Schleusen der Unstrut führt alle vorhandenen und ehemaligen SchleusenDeutschland und seine Bewohner: ein Handbuch der Vaterlandskunde für ..., Band 1 von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann, Stuttgart, 1834. im Verlauf des Flusses Unstrut und in den zur Verbesserung der Schifffahrt beziehungsweise aus hydrologischen Gründen künstlich angelegten und kanalartigen, Wasser der Unstrut führenden Seitenarmen auf. Die Namen nicht mehr vorhandener Schleusen sind kursiv geschrieben.
Die Unstrut ist ein etwa 192 km langer, linker Nebenfluss der Saale und deren wasserreichster Zufluss. Einzugsgebiet ist fast das gesamte Thüringer Becken nebst einem Teil der westlichen und nördlichen Randplatten, Teile des Südharzes und kleinere Teile des nördlichen Thüringer Waldes. Bei den Rekonstruktions- und Sanierungsarbeiten an den Unstrutschleusen wurden die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt. Die Staustufen Artern und Ritteburg mit ihren Schleusen befinden sich auf dem Territorium des Freistaates Thüringen. Die Kilometrierung erfolgt zu Berg, entgegen der Fließrichtung des Flusses.
Geschichte Voraussetzung für die Aufnahme des Schiffsverkehrs auf der Unstrut im April 1795 zwischen Bretleben (km 78,5) und der Mündung in die Saale waren im Zeitraum von 1791 bis 1795 u. a. der Bau von 12 Schleusen zwischen Artern (km 65,0) und Freyburg (km 5,2) sowie Maßnahmen des Flussausbaues (Verbreiterungen und Vertiefungen). Die Hauptabmessungen der Schleusen betrugen: Torbreiten zwischen 5,52 m und 5,65 m sowie Kammerlängen zwischen 50,50 m und 51,50 m. Möglich war der Verkehr von Schiffen bis 150 t Tragfähigkeit. Noch im 20. Jh. betrugen lt. Bekanntmachung vom 30. Dezember 1936 die zulässigen Schiffsabmessungen auf der Unstrut 5,50 m Breite und 44,50 m Länge. Ab 1826 war durch den weiteren Ausbau der Saale der durchgängige Schiffsverkehr von Artern/Unstrut bis Halle/Saale möglich.
Schleusen Anmeldung per Telefon Ort Name der Schleuse Wasserstraßenkilometer Abmessungen (Kammerlänge / Torweite / Kammerbreite / Fallhöhe) Verkehrsfreigabe / Baujahr / Sanierung / Umbau Schleusenbild bzw. Flussbild ungefähre ehemalige Lage Koordinaten (ungefähre Lage nicht mehr vorhandener Schleusen) Artern Schleuse Artern Unstrut 61,00 L ca. 50,00 m / B 5,45 m / B 5,45 m / Fallhöhe 1,60 m 1791 bis 1793 170pxKanu und Wanderverein Artern abgerufen am 22. Februar 2019. Kalbsrieth Schleuse Ritteburg Unstrut 57,50 L ca. 46,00 m / B 5,20 m / B m / Fallhöhe 1,25 m 1791 bis 1794, 1986 stillgelegt, Sanierungsbeginn 2000, Wiedereröffnung Juli 2002 Schönewerda Schleuse Schönewerda Unstrut ca. 53 L ca. 46,00 m / B 5,20 m / B ca. 6,00 m / Fallhöhe ? m 1792 bis 1794, in den 1960ern abgebrochen Roßleben Schleuse Roßleben Bekanntgabe einer Sperrung der Schleuse Roßleben; Merseburg, den 15. Juli 1841 im Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg: 1841 Unstrut L ca. 46,00 m / B 5,20 m 1794, in den 1960ern abgebrochen 170px|Unstrut in Roßleben Wendelstein (Memleben) Schleuse Wendelstein Unstrut 44,60 L ca. 46,00 m / B 5,50 m / B m / Fallhöhe 1,80 m 170px|Schleuse Wendelstein Nebra Schleuse Nebra Unstrut ca. 37,10 L ca. 46,00 m / B 5,50 m 1791 bis 1794, abgebrochen 170px|Unstrut in Nebra Querfurt OT Vitzenburg Schleuse Vitzenburg Unstrut L ca. 46,00 m / B 5,50 / Fallhöhe (unbekannt) 170px Karsdorf Schleuse Karsdorf, bis 1936/37 Carsdorf Unstrut 25,80 L ca. 46,00 m / B 5,50 m / B m / Fallhöhe ? m 1791 begonnen, am 16. November 1793 eingeweiht, in den 1960ern abgebrochen 170px Laucha an der Unstrut, (Burgscheidungen) Schleuse Tröbsdorf Unstrut 20,70 L ca. 46,00 m / B 5,50 m / B m / Fallhöhe ca. 1,00 m 1822, Umbau 1882/83 170px Laucha an der Unstrut Schleuse LauchaUnstrut 13,30 L ca. 46,00 m / B 5,20 m / B m / Fallhöhe ? m 1791 bis 1794 170px|Schleuse Laucha Freyburg Schleuse Zeddenbach Unstrut 6,70 L ca. 50,50 m / B 5,52 m / B ca. 6,00 m / Fallhöhe 1,60 m 1791 bis 1794 170px Freyburg Schleuse FreyburgUnstrut 5,20 L 50,67 m / B 5,65 m / Fallhöhe ? m 1791 bis 1795, in den 1960ern stillgelegt, Wiedereröffnung 27. November 1995 170px|Schleuse Freyburg
Literatur Fritz Kühnlenz: Städte und Burgen an der Unstrut. Greifenverlag, 1. Auflage 1992, ISBN 3-7352-0293-4 oder Sondereinband – Verlagshaus Thüringen 1999, ISBN 3-89683-121-6 Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt; Hg. Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung, Hefte 7 & 8 Michael Eile: Die Schifffahrt auf der oberen Saale und Unstrut: früher und heute Ringelbergverlag, Erstauflage (23. März 2016) ISBN 3-9458-5005-3
Weblinks
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) Erreichbarkeit und Schleusenbetriebszeiten Unstrut abgerufen am 22. Februar 2019
Einzelnachweise
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