Saduny () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Korsze (Stadt- und Landgemeinde Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
Geographische Lage Saduny liegt am Ostufer des Flüsschens Guber in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Kętrzyn ().
Geschichte Das ursprünglich Sdunckeim, nach 1784 Adlig Sdunkeim und noch vor 1871 ohne Zusatzbezeichnung genannte DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Sdunkeim mit sehr großem Gut kam 1874 zum Amtsbezirk LamgarbenRolf Jehke, Amtsbezirk Lamgarben (). Somit gehörte der Gutsbezirk Sdunkeim bis 1945 zum Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen.
Am 30. September 1928 gab Sdunkeim seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit den Gutsbezirken Adlig Ober Plehnen (polnisch Równina Górna) und Adlig Unter Plehnen (Równina Dolna) aus dem Amtsbezirk Paaris (polnisch Parys) zur neuen Landgemeinde Plehnen im Amtsbezirk Paaris zusammen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Paaris Am 23. Mai 1929 wurde die Landgemeinde Plehnen vom Amtsbezirk Paaris in den Amtsbezirk Dönhofstädt (polnisch Drogosze) umgegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Dönhofstädt
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, war auch Sdunkeim davon betroffen. Es erhielt die polnische Namensform „Saduny“. Heute ist das kleine Dorf Sitz eines Schulzenamtes (polnisch Sołectwo) und als solches eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Korsze (Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Einwohnerzahlen Jahr AnzahlSdunkeim bei GenWiki 1820 72 1885 137 1905 105 1910 94 2011 56Wieś Saduny w liczbach
Kirche Bis 1945 war Sdunkeim in die evangelische Kirche Lamgarben () in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen UnionWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 473 sowie in die katholische Kirche Korschen (polnisch Korsze) im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Saduny katholischerseits zur Pfarrei Garbno im jetzigen Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Johanneskirche in Kętrzyn (Rastenburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Saduny liegt an einer Nebenstraße, die die Woiwodschaftsstraße 590 bei Drogosze (Dönhofstädt) (bis 1988 Wilkowo Wielkie (Groß Wolfsdorf)) mit der Woiwodschaftsstraße 592 (einstige deutsche Reichsstraße 135) bei Garbno (Lamgarben) zur Weiterfahrt nach Kętrzyn (Rastenburg) verbindet. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Korsze