mini|120px|Logo des Polnischen Skiverbands 120px|mini|Rekordmeister Adam Małysz
Die Liste der polnischen Meister im Skispringen listet alle polnischen Meisterinnen und Meister im Skispringen auf.
Die ersten Meisterschaften fanden 1920 in Zakopane auf dem Berg Antałówka statt. Nachdem bis 1962 jedes Jahr ein Wettbewerb ausgetragen wurde, wurden die polnischen Meister ab 1962 sowohl von der Normalschanze (NS) als auch von der Großschanze (GS) ermittelt. Seit 2016 werden die Meisterschaften nur noch von der Großschanze und im Dezember veranstaltet. Mit 21 Titeln im Winter ist Adam Małysz Rekordmeister der Herren.
Seit Oktober 1996 werden zudem polnische Sommermeisterschaften auf mit Matten belegten Schanzen ausgerichtet. Auch im Sommer ist Adam Małysz mit 18 Einzeltiteln der erfolgreichste Athlet.
Seit 2014 finden auch polnische Sommermeisterschaften im Frauenskispringen statt, seit März 2016 auch im Winter. Bisher wurden diese Meisterschaften entweder von der Mittelschanze (MS) oder von der Normalschanze ausgetragen.
Austragungsorte
Die Polnischen Meisterschaften im Skispringen finden inzwischen vorrangig in Zakopane, Wisła und Szczyrk auf vier Schanzenkomplexen statt. Darüber hinaus wurden Meisterschaften in den heute ukrainischen Städten Worochta und Slawsko, sowie in den polnischen Städten Karpacz, Krynica-Zdrój und Szklarska Poręba ausgetragen.
Zakopane Am häufigsten wurden polnische Meisterschaften in Zakopane ausgetragen. Die Stadt an der Tatra-Bergkette ist das größte Wintersportzentrum Polens und verfügt momentan über zwei Schanzenanlagen, auf denen auch internationale Wettbewerbe ausgetragen werden. So ist die Großschanze Wielka Krokiew, die nach Stanisław Marusarz benannt wurde, jährlich Teil des Weltcups und des Continental Cups. Seit der Modernisierung in den Jahren 2016/17 liegt die Schanzengröße (Hillsize) bei 140 Metern. Darüber hinaus verfügt der Schanzenkomplex Średnia Krokiew über eine Normalschanze, die nach Bronisław Czech benannt wurde, und eine Mittelschanze (Mała Krokiew). Der Schanzenkomplex steht vor einer umfassenden Modernisierung, der eine Austragung der Weltmeisterschaften in Zakopane möglich machen soll. Momentan liegt die Hillsize der Normalschanze bei 94 Metern sowie bei 72 Metern bei der Mittelschanze.
Zakopane war der Austragungsort der ersten Meisterschaft. Damals wurde auf dem Berg Antałówka ad hoc eine Anlage errichtet, um ein Springen zu ermöglichen. Die größte Sprungweite war 14 Meter., Seite 2 (PDF; 1566 kB), skijumping.pl, abgerufen am 16. März 2019. Darüber hinaus wurden im Tal Dolina Jaworzynki zwei Wettkämpfe abgehalten. Die Schanze war die erste in Zakopane, wurde aber 1930 abgerissen. Zudem wurde eine Meisterschaft im Tal Dolina Kondratowa auf der Hala Kondratowa ausgetragen.
Wisła Das zweite Wintersportzentrum befindet sich in Wisła. Die Skisprungschanze Malinka wurde 1933 gebaut und hat seit dem aktuellsten Umbau zwischen 2004 und 2008 eine Schanzengröße von 134 Metern. Mit der Einweihung im Rahmen der polnischen Meisterschaften Ende September 2008 wurde die neue Malinka nach Adam Małysz benannt. Seitdem im Januar 2013 das erste Weltcupspringen auf der Malinka ausgetragen wurde, ist die Großschanze fester Bestandteil des Weltcups.
Die ersten Meisterschaften in Wisła wurden 1931 auf der Łabajów ausgetragen. 2017 wurde beschlossen, die Anlage aus finanziellen und Sicherheitsgründen abzureißen. Die Hillsize lag bei 71 Metern.
Szczyrk Der Austragungsort Szczyrk in den Karpaten wird momentan vor allem bei den Frauenmeisterschaften verwendet. Zur Anlage der Skalite-Schanzen gehören eine Mittelschanze (HS 77) und eine Normalschanze (HS 106). Die Schanzen können mit Matten belegt werden und eignen sich so für Sommer-Wettbewerbe. Die Normalschanze war Teil der Beskiden-Tour, die im Rahmen des Continental Cups im Sommer veranstaltet wurde. Darüber hinaus wurden in Szczyrk auf der Salmopol 1989 und 1995 Meisterschaften ausgetragen. Die Schanze, die nach Zdzisław Hryniewiecki benannt wurde, hatte ihren Konstruktionspunkt bei 85 Metern und wurde 2000 abgerissen.
Männer Meisterschaften 1920–1961 Zwischen 1920 und 1961 wurden insgesamt 36 Meisterschaften ausgetragen. Der herausragendste Athlet war dabei Stanisław Marusarz, dessen Rekord von elf Titeln erst 1987 durch Piotr Fijas eingestellt und schließlich übertrumpft werden sollte. Marusarz war dabei nur einer von vielen Athleten, der aus Zakopane stammte. Diese Dominanz ist auch auf die vielfachen Trainingsmöglichkeiten zurückzuführen, die die Stadt am Tatragebirge zu bieten hatte. Zakopane war in diesem Zeitraum insgesamt 23 Mal Austragungsort der polnischen Meisterschaften, davon wurde 18 Mal auf der Wielka Krokiew gesprungen. Zwischen 1940 und 1945 fanden aufgrund des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besetzung Polens keine nationalen Wettbewerbe statt. Jahr Austragungsort Schanze Meister Zweiter Dritter 1920 Zakopane Antałówka Leszek Pawłowski Franciszek Bujak Roman Łuszczyński 1921 Zakopane Dolina Jaworzynki Aleksander Rozmus Leszek Pawłowski Franciszek Bujak 1922 Worochta Worochta Aleksander Rozmus Andrzej Krzeptowski Eugeniusz Kaliciński 1923 Slawsko Kiczerka Andrzej Krzeptowski Aleksander Rozmus Henryk Mückenbrunn 1924 Krynica Krzyżowa Henryk Mückenbrunn Tadeusz Zaydel Andrzej Krzeptowski II 1925 Krynica Krzyżowa Henryk Mückenbrunn Aleksander Rozmus Szczepan Witkowski 1926 Zakopane Dolina Jaworzynki Andrzej Krzeptowski Henryk Mückenbrunn Józef Bujak 1927 Zakopane Wielka Krokiew Józef Lankosz Władysław Żytkowicz Andrzej Krzeptowski 1928 Zakopane Wielka Krokiew Bronisław Czech Aleksander Rozmus Władysław Żytkowicz 1929 Zakopane Wielka Krokiew Bronisław Czech Franciszek Cukier Władysław Mietelski 1930 Zakopane Wielka Krokiew Franciszek Cukier Aleksander Rozmus Leopold Gajduschek 1931 Wisła Łabajów Bronisław Czech Stanisław Marusarz Andrzej MarusarzKarol Gąsienica-Szostak 1932 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Izydor Gąsienica-Łuszczek Wojciech Gąsienica-Marcinowski 1933 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Piotr Kolesar Franciszek Gut-Szczerba 1934 Zakopane Wielka Krokiew Bronisław Czech Józef Bursa Jan Legierski 1935 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Andrzej Marusarz Marian Woyna-Orlewicz 1936 Zakopane Hala Kondratowa Stanisław Marusarz Bronisław Czech Stanisław Giewont 1937 Wisła Łabajów Stanisław Marusarz Bronisław Czech Piotr Kolesar 1938 Zakopane Wielka Krokiew Andrzej Marusarz Marian Zając Stanisław Czarniak 1939 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Jan Kula Andrzej Marusarz 1940–1945 nicht ausgetragen 1946 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Mieczysław Gąsienica Samek Tadeusz Kozak 1947 Zakopane Wielka Krokiew Jan Kula Józef Daniel Krzeptowski Jerzy Schindler 1948 Karpacz Orlinek Stanisław Marusarz Jan Kula Mieczysław Gąsienica Samek 1949 Szczyrk Skalite Stanisław Marusarz Leopold Tajner Jan Kula 1950 Zakopane Wielka Krokiew Jan Kula Józef Daniel Krzeptowski Tadeusz Kozak 1951 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Antoni Wieczorek Leopold Tajner 1952 Zakopane Wielka Krokiew Stanisław Marusarz Jakub Węgrzynkiewicz Jan Kula 1953 Szczyrk Skalite Aleksander Kowalski Antoni WieczorekJan Kula – 1954 Wisła Malinka Antoni Wieczorek Jan Kula Jakub Węgrzynkiewicz 1955 Zakopane Wielka Krokiew Andrzej Gąsienica DanielAntoni Wieczorek – Stanisław Marusarz 1956 Szklarska Poręba Owcze Skały Władysław Tajner Roman Gąsienica-Sieczka Aleksander Kowalski 1957 Zakopane Wielka Krokiew Władysław Tajner Franciszek Gąsienica Groń Roman Gąsienica-Sieczka 1958 Wisła Malinka Władysław Tajner Antoni Wieczorek Andrzej Gąsienica Daniel 1959 Zakopane Wielka Krokiew Zdzisław Hryniewiecki Jan Furman Władysław Tajner 1960 Zakopane Średnia Krokiew Józef Gąsienica-Bryjak Gustaw Bujok Władysław Tajner 1961 Wisła Malinka Józef Gąsienica-Bryjak Antoni Wieczorek Ryszard Witke
Wintermeisterschaften (seit 1962) Seit 1962 fanden 144 Winterwettkämpfe statt, wobei 33 davon Teamspringen waren. Es wurden 62 Einzelwettbewerbe von der Großschanze sowie 49 von der Normalschanze durchgeführt. Neben Zakopane etablierten sich die Städte Wisła und Szczyrk als Austragungsorte. Zu Beginn dieser Periode dominierten Springer wie Józef Przybyła, Stanisław Bobak oder Piotr Fijas, bevor Adam Małysz mit seinen 21 Meistertiteln im Einzel sowie acht Teammeisterschaften für seinen Verein KS Wisła Ustronianka unangefochtener Rekordmeister wurde.Stand: 11. Januar 2025