Wael Shawky (; * 1971 in Alexandria) ist ein ägyptischer Videokünstler.Ludwig Forum Videozone: Wael Shawky – Cabaret Crusades abgerufen am 19. Februar 2019
Leben und Werk Wael Shawky studierte Bildende Kunst an der Universität Alexandria und erlangte den Master an der University of Pennsylvania. 2010 gründete Shawky das Bildungszentrum MASS Alexandria. Er wurde 2011 mit dem Kunstpreis der Schering Stiftung ausgezeichnet.Schering Stiftung Kunstpreis Wael Shawky abgerufen am 19. Februar 2019
„Seine Serie Telematch (2007–2009) bezieht sich auf eine deutsche Fernsehsendung aus den 1970er Jahren, bei der Menschen aus zwei Städten in verschiedenen Spielen antraten, wobei sie als zusätzliche Schwierigkeit in verschiedenen Kostümen steckten. Die Idee eines Kampfes zwischen zwei Lagern, dessen einziger Zweck die Belustigung einer dritten Partei ist, bildet den Ausgangspunkt für eine Reihe von Arbeiten, die komplexe Beziehungen (zwischen den Geschlechtern sowie religiöser, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Natur) auf verschiedenen Ebenen untersuchen.“dOCUMENTA (13). Das Begleitbuch/The Guidebook. Katalog/Catalog 3/3., Seite 174, 2012, ISBN 978-3-7757-2954-3 Telematch Sadat (2007) ist ein Film aus der Serie.
Bei Cabaret Crusades handelt es sich um das Hauptwerk Shawkys. Die Trilogie besteht aus den Filmen The Horror Show File (2010), The Path to Cairo (2012) und The Secrets of Karbala (2015).Aros abgerufen am 17. August 2024 Als Quelle für die Trilogie Cabaret Crusades nutzt er das Buch Der Heilige Krieg der Barbaren: die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber von Amin Maalouf. Shawky lässt in seinen Filmen mittels handgefertigter Puppen die Ereignisse des 11. und 12. Jahrhunderts sichtbar werden.Kulturstiftung des Bundes Wael Shawky Ausstellung im K20 in Düsseldorf abgerufen am 19. Februar 2019 Die Marionetten sind aus Muranoglas angefertigt, sprechen arabisch, tragen üppige orientalische Kleidung, gestickte Umhänge, samtene Hüftkorsetts oder metallene Rüstungen. Schauplätze des verfilmten Puppentheaters sind unter anderem Damaskus, Mossul, Jerusalem und Aleppo.
Wael Shawkys Arbeiten sind auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Unter anderem war Shawky 2003 Teilnehmer der Biennale di Venezia, 2011 der Istanbul Biennale sowie 2012 Teilnehmer der dOCUMENTA (13).
Seit November 2024 ist er künstlerischer Direktor der Fire Station in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar. Dabei handelt es sich um ein Artists-in-Residence-Programm der staatlichen Museumsbehörde Qatar Museums in einer umgenutzten ehemaligen Feuerwache. Im Juli 2025 wurde Shawky als künstlerischer Leiter der Premierenausgabe der Kunstmesse Art Basel Qatar benannt, die im Februar 2026 in Doha stattfindet.Art Basel Qatar benennt künstlerischen LeiterArt Basel Qatar to debut with novel format and Wael Shawky as Artistic Director
Im Oktober 2025 wurde in der Hamburger HafenCity eine seine sechs Meter hohe Bronzeskulptur des Künstlers auf dem Vorplatz der Botschaft der Wildtiere enthüllt. Das Werk „Crush“ behandelt das Mit- und Gegeneinander von Natur und Zivilisation über die Jahrhunderte hinweg und wurde Shawky zufolge von der Sintflut-Erzählung der griechischen Mythologie inspiriert. Auftraggeber war die Deutsche Wildtier Stiftung.
Weblinks Wael Shawky lässt die Puppen tanzen In: Das Erste vom 23. Mai 2017 Kunsthaus Bregenz KUB 2016.03 Wael Shawky 23 | 04 − 26 | 06 | 2016
Einzelnachweise
Kategorie:Videokünstler (Ägypten) Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Ägypter Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Mann