alternativtext=Roxane Gay, eine dicke, Schwarze Frau mit zu Braids geflochtenen Haaren lächelt und winkt.|mini|Roxane Gay (2025) Roxane Gay (* 15. Oktober 1974 in Omaha, Nebraska, USA) ist eine US-amerikanische Autorin, Herausgeberin und Englischprofessorin haitianischer Abstammung.

Leben Roxane Gay wuchs behütet auf, wurde aber im Alter von zwölf Jahren von einer Gruppe Jugendlicher vergewaltigt. Roxane Gay begann ihr Studium zunächst an der Yale University, gab ihr Studium im dritten Jahr jedoch vorläufig auf, um für eine Beziehung nach Arizona zu ziehen. Schließlich nahm sie ihr Studium wieder auf und schloss es mit einem Abschluss in Kreativem Schreiben an der University of Nebraska-Lincoln ab. Im Anschluss promovierte sie an der Michigan Technological University. Nach Abschluss ihrer Promotion 2010 lehrte Gay zunächst bis 2014 als Aushilfsprofessorin Englisch an der Eastern Illinois University. Von 2014 bis 2018 unterrichtete sie Kreatives Schreiben an der Purdue University in Indiana. Im Sommersemester 2018 arbeitete Gay als Gastprofessorin an der Yale University.

Zusätzlich zu ihrer Karriere als Englischprofessorin arbeitet Gay als Autorin von Kurzgeschichten, Romanen und Essays, die jeweils in Buchform veröffentlicht wurden. Größere Bekanntheit im englischsprachigen Raum erlangte sie erstmals 2014 mit der Veröffentlichung einer Sammlung von Essays unter dem Titel Bad Feminist, die ein Bestseller auf der Liste der New York Times wurde. In ihren Memoiren unter dem Titel Hunger setzt sich Gay mit dem durch ihre Vergewaltigung entstandenem Trauma auseinander und reflektiert, wie dieses, aber auch wie gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dicken Menschen ihr Verhältnis zu ihrem Körper und zum Essen beeinflussten. Gay ist zudem Herausgeberin von Anthologien und Kommentatorin in Zeitungen wie dem Guardian und der New York Times. Sie war außerdem als erste Schwarze Frau in einer entsprechenden Rolle Hauptautorin für die Marvel-Reihe Black Panther: World of Wakanda, die allerdings nach sechs Ausgaben abgesetzt wurde. 2020 verkörperte sich Gay in einer Episode der Fernsehserie The L Word: Generation Q in einem Cameo-Auftritt selbst.

Themen ihres Werks sind Popkultur, Feminismus, Abstammung, sexualisierte Gewalt, Gewicht, gewichtsbezogene Stigmatisierung und der weibliche Körper.

Seit 2020 ist Gay mit der US-amerikanischen Schriftstellerin Debbie Millman verheiratet.Advoate.com: Roxane Gay and Debbie Millman are engaged, 2020 Eine Cousine von ihr ist die Politikwissenschaftlerin Claudine Gay.

Auszeichnungen

2015: Pen Center USA Freedom to Write Award 2016: Paul Engle Prize 2018: Eisner Award in der Kategorie Beste abgeschlossene Serie für Black Panther: World of Wakanda zusammen mit Ta-Nehisi Coates und Alitha E. Martinez 2018: Guggenheim Fellowship for Creative Arts in General Nonfiction 2018: Lambda Literary Award in der Kategorie Bisexual Nonfiction für Hunger 2019: Nominiert für den Lambda Literary Award in der Kategorie LGBTQ Anthology—Nonfiction für ihre Anthologie Not That Bad: Dispatches from Rape Culture 2019: Aufnahme in die Anthologie New Daughters of Africa von Margaret Busby 2025: National Book Foundation’s Literarian Award

Veröffentlichungen (Auswahl) Ayiti. Artistically Declined Press, New York/Oregon 2011, ISBN 978-1-4507-7671-4. Von Geistern und Schatten: Stories. Übersetzung ins Deutsche von Eva Bonné. btb Verlag, München 2024, ISBN 978-3442774142. Bad Feminist. Harper Perennial, New York 2014, ISBN 978-0-06-228272-9. Bad Feminist. Essays. Übersetzung ins Deutsche von Anne Spielmann. btb Verlag, München 2019, ISBN 978-3-442-71781-1. An Untamed State. Black Cat/Grove Atlantic, New York 2014, ISBN 978-0-8021-2251-3. Hunger: A Memoir of (My) Body. Harper, New York 2017, ISBN 978-0-06-236259-9. HUNGER: Die Geschichte meines Körpers. Übersetzung ins Deutsche von Anne Spielmann. btb Verlag, München 2019, ISBN 978-3-442-75814-2. Difficult Women. Grove Atlantic, New York 2017, ISBN 978-0-8021-2539-2. Schwierige Frauen. Stories. Übersetzung ins Deutsche von Anne Spielmann. btb Verlag, München 2021, ISBN 978-3-442-75916-3. Not That Bad: Dispatches from Rape Culture. Harper Perennial, New York 2018, ISBN 978-0-06-241351-2. Halb so schlimm: 29 Essays über Rape Culture. Übersetzung ins Deutsche von Cornelia Röser. btb Verlag, München 2024, ISBN 978-3442774289.

Weblinks

Interview mit Roxane Gay: „Fett zu sein, ist kein Zeichen, versagt zu haben“ in ZEIT Online, 10. Juni 2019 Roxane Gay über Feminismus und #MeToo: „Es war eine einzige Shitshow“ in TAZ, 15. Juli 2019

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Lambda Literary Award Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Essay Kategorie:Hochschullehrer (West Lafayette, Indiana) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Person (Feminismus) Kategorie:Haitianer Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau Kategorie:Anglist