Jelena Andrejewna Rybakina ( , engl. Transkription: Elena Rybakina; * 17. Juni 1999 in Moskau) ist eine in Russland geborene Tennisspielerin, die seit 2018 für Kasachstan antritt. Ihre bislang größten Erfolge sind die Titelgewinne in Wimbledon 2022, bei den Australian Open und US Open 2026 sowie der Sieg bei den WTA Finals 2025.
Karriere Werdegang bis 2020 Rybakina, die im Alter von fünf Jahren mit dem Tennisspielen begann, hatte bereits als Juniorin Erfolge vorzuweisen. 2017 gewann sie die renommierte Trofeo Bonfiglio und stand jeweils im Halbfinale der Australian Open und French Open. Ende 2017 erzielte sie mit Platz drei ihre höchste Position in der Junioren-Weltrangliste.
Bereits 2014 debütierte Rybakina auf dem ITF Women’s Circuit. 2017 ging sie in ihrer Geburtsstadt Moskau beim Kremlin Cup erstmals bei einem Turnier der WTA Tour an den Start, nachdem sie von den Organisatoren eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte. Mit drei Siegen qualifizierte sie sich für das Hauptfeld und verlor in der ersten Runde gegen Irina-Camelia Begu. Anfang 2018 durfte sie in St. Petersburg erneut mit einer Wildcard in der Qualifikation antreten und qualifizierte sich abermals für die Hauptrunde, in der sie nach einem Sieg in der Zweitrundenpartie gegen Caroline Garcia, ihrem ersten gegen eine Spielerin aus den Top 10 der Weltrangliste, das Viertelfinale erreichte, das sie gegen Julia Görges verlor. Nach dem Gewinn ihres ersten Profititels in Kasan erreichte sie das Endspiel bei einem ITF-Turnier der $60.000-Kategorie in Istanbul, bevor ihre Leistungen für den Rest des Jahres zu stagnieren begannen. Bei ihrer ersten Teilnahme an der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers bei den US Open 2018 startete sie dann, wie schon einige russische Tennisspieler und -spielerinnen vor ihr, unter kasachischer Flagge (aufgrund der Abstammung ihres Vaters konnte sie für Kasachstan starten) und schied in der zweiten Runde aus.
Anfang 2019 begann Rybakinas Aufstieg im Ranking, als sie zunächst in Launceston ein ITF-Turnier der $60.000-Kategorie gewinnen konnte, auf das zwei weitere Titel bei Turnieren der $25.000-Kategorie in Moskau und Kasan folgten. Im Anschluss erreichte sie auf Sandplatz beim WTA-Turnier in Istanbul aus der Qualifikation heraus das Viertelfinale und konnte sich bei den French Open erstmals in das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers spielen, verlor jedoch zum Auftakt gegen Kateřina Siniaková. In ’s-Hertogenbosch auf Rasen rückte Rybakina anschließend in ihr erstes WTA-Halbfinale vor, bevor sie in Bukarest nach einem Erfolg im Endspiel gegen Patricia Maria Țig ihren ersten WTA-Titel feiern konnte. Ihr zweites Finale bestritt sie gegen Saisonende in Nanchang, war dort jedoch gegen Rebecca Peterson ohne Chance. Durch eine Viertelfinalteilnahme beim Premier-5-Turnier in Wuhan, bei dem sie unter anderem von der verletzungsbedingten Aufgabe Simona Haleps profitierte, stieß sie Ende 2019 erstmals in die Top 50 im Ranking vor. In der Runde der letzten Acht musste sie sich dann der späteren Siegerin Aryna Sabalenka geschlagen geben und beschloss das Jahr mit einem weiteren Halbfinale in Luxemburg.
Zu Beginn des Jahres 2020 zeigte sich Rybakina in guter Form. So errang sie in Hobart nach einem Endspielerfolg über Zhang Shuai ihren zweiten WTA-Titel und stand bis zum coronabedingten Saisonabbruch im März in drei weiteren Endspielen – in Shenzhen, wo sie Jekaterina Alexandrowa unterlag, sowie im Anschluss bei den beiden Premier-Turnieren in St. Petersburg und Dubai; dort verlor sie gegen Kiki Bertens und Simona Halep. Bei den Australian Open kam sie erstmals in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers und im Februar 2020 erzielte sie mit Platz 17 ihre bis dahin höchste Weltranglistenposition.
Seit 2022: Drei Grand-Slam-Titel mini|Jelena Rybakina nach ihrem Erfolg in Wimbledon 2022
Ihre bislang größten Erfolge sind drei Grand-Slam-Titel. Ihr erster Titelgewinn gelang ihr in Wimbledon 2022. Da aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine keine russischen Tennisspieler zugelassen waren, wurden allen Teilnehmern am Grand Slam in Wimbledon keine Weltranglistenpunkte vergeben.
Rybakina siegte bei den WTA Finals 2025.
Im Februar 2026 gewann Rybakina durch ihrem Sieg bei den Australian Open ihren zweiten Grand-Slam-Titel. Daraufhin gewann sie im September desselben Jahres den Titel bei den US Open. Bereits im Halbfinale des Turniers erreichte sie eine nicht mehr einholbare Gesamtpunktzahl in der Weltrangliste, durch die sie ab 14. September 2026 als 30. Tennisspielerin in der Geschichte die Nr. 1 der Weltrangliste wurde.
Turniersiege Einzel Nr.DatumTurnierKategorieBelagFinalgegnerinErgebnis 1. 17. März 2018 ITF $15.000 Hartplatz (Halle) 6:4, 7:65 2. 3. Februar 2019 ITF W60 Hartplatz 7:5, 3:3 Aufgabe 3. 3. März 2019 ITF W25 Hartplatz (Halle) 7:5, 6:0 4. 17. März 2019 ITF W25 Hartplatz (Halle) 6:2, 6:3 5. 21. Juli 2019 WTA International Sand 6:2, 6:0 6. 18. Januar 2020 WTA International Hartplatz 7:67, 6:3 7. 9. Juli 2022 Grand Slam Rasen 3:6, 6:2, 6:2 8. 19. März 2023 WTA 1000 Hartplatz 7:611, 6:4 9. 20. Mai 2023 WTA 1000 Sand 6:4, 1:0 Aufgabe 10. 7. Januar 2024 WTA 500 Hartplatz 6:0, 6:3 11. 11. Februar 2024 WTA 500 Hartplatz 6:1, 6:4 12. 21. April 2024 WTA 500 Sand (Halle) 6:2, 6:2 13. 24. Mai 2025 WTA 500 Sand 6:1, 6:72, 6:1 14. 19. Oktober 2025 WTA 500 Hartplatz 3:6, 6:0, 6:2 15. 8. November 2025 WTA Tour Championships Hartplatz (Halle) 6:3, 7:60 16. 31. Januar 2026 Grand Slam Hartplatz 6:4, 4:6, 6:4 17. 19. April 2026 WTA 500 Sand (Halle) 7:5, 6:1 18.12. September 2026 Grand Slam Hartplatz 6:4, 5:7, 6:2
Doppel Nr.DatumTurnierKategorieBelagPartnerinFinalgegnerinnenErgebnis 1. 1. April 2017 ITF $15.000 Hartplatz (Halle) 6:1, 6:3 2. 6. Mai 2017 ITF $15.000 Sand 7:5, 4:6, [10:8] 3. 16. März 2018 ITF $15.000 Hartplatz (Halle) 6:4, 1:6, [10:6] 4. 2. März 2019 ITF $25.000 Hartplatz (Halle) 1:6, 6:3, [10:4]
Karrierestatistik und Turnierbilanz Einzel Die letzte Aktualisierung erfolgte nach dem Turnier in Cincinnati 2026.
Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; KF (kleines Finale) = unterlegen im Spiel um Platz drei; RR = Round Robin (Gruppenphase); n. a. = nicht ausgetragen; a. K. = andere Kategorie; PO (Play-off) = Auf- und Abstiegsrunde im Billie Jean King Cup; K1, K2, K3 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III im Billie Jean King Cup.
Anmerkung: Diese Statistik berücksichtigt alle Ergebnisse im Einzel bei ITF- und WTA-Turnieren. Als Quelle dient die ITF- und WTA-Seite der Spielerin. Dargestellt sind nur WTA-Turniere der Kategorie Tier I (bis 2008), die WTA-Turniere der Kategorien Premier Mandatory und Premier 5 (2009–2020) bzw. die WTA-Turniere der Kategorie 1000 (seit 2021).
Doppel mini|rechts|Kasachische Briefmarke mit Rybakina von 2023
Weltranglistenpositionen am Saisonende Jahr 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Einzel 616 425 191 37 19 14 22 4 6 5 Doppel 1166 682 484 516 362 49 442 119 — 266
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Tennisspieler (Russland) Kategorie:Billie-Jean-King-Cup-Spielerin (Kasachstan) Kategorie:Olympiateilnehmer (Kasachstan) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Russe Kategorie:Kasache Kategorie:Geboren 1999 Kategorie:Frau