Wladimir Petrowitsch Samanski (; * 6. Februar 1926 in Krementschuk, Ukrainische SSR, Sowjetunion) ist ein sowjetisch-russischer Film- und Theaterschauspieler.
Biografie Als Junge wuchs Samanski ohne Vater auf, und als die Deutschen 1941 nach Krementschuk kamen, blieb er ohne Mutter. Er täuschte die Kommission und erhöhte sein Alter, trat der Roten Armee bei und meldete sich freiwillig an die Front. Im Winter 1942 wurde er Student am Taschkenter Polytechnikum, musste jedoch 1943 zum aktiven Dienst. Er kämpfte ab Mai 1944 und rettete einmal seinen Kommandanten vor ihrem brennenden M10 Wolverine. Im Juni 1944 diente er als Funker im 1223 selbstfahrenden Artillerie-Regiment der 3. belarussischen Front während eines Durchbruchs in der Nähe von Orscha. Als Teil des Regiments, mit einer kurzen Pause wegen einer Verletzung, diente er bis Kriegsende. Nach dem Krieg wurde er Angehöriger der Militäreinheit Nr. 74256 in der Nordgruppe der Streitkräfte (Polen).
1950 wurde er wegen Beteiligung an der Prügelstrafe gegen einen Zugführer vom Militärgericht zu neun Jahren Haft gemäß Artikel 193-B des Strafgesetzbuchs der RSFSR verurteilt.Lasst sie reden. Обет Молчания знаменитых актёров Unter anderem arbeitete er auf Baustellen in Charkiw und am Moskauer Universitätsgebäude. Für lebensbedrohliche Einsätze in großer Höhe wurde seine Haftstrafe verkürzt. Er wurde 1954 entlassen und erhielt anschließend die Zulassung zur Theaterschule.
1958 absolvierte Samanski unter Georgi Gerassimow die Moskauer Kunsttheaterschule. Von 1958 bis 1966 war er Schauspieler am Moskauer Sowremennik Theater, von 1972 bis 1980 im Theaterstudio der Kinoschauspieler und seit 1992 am Theater Jermolowa.
Sein Filmdebüt gab Samanski 1959. Er spielte mehr als achtzig Rollen in Filmen, Fernsehspielen und Serien – hauptsächlich Militär-, Partei- und Industriearbeiter. Eine der besten Rollen von Samanski ist Alexander Lasrew in Alexei Germans Militärdrama Straßenkontrolle (1971). Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wird Lasarew von den Deutschen gefangen genommen, kollaboriert und tritt dann an die Seite der Partisanen. Für diese Rolle wurde Wladimir Samanski 1988 mit dem Staatspreis der UdSSR und im selben Jahr mit dem Titel ausgezeichnet.
Er war mit der Schauspielerin Natalja Klimowa (1938–2026) verheiratet.Vladimir Zamansky in KinoPoisk 1998 ging Samanski in den Ruhestand und ließ sich mit seiner Frau in Murom nieder, wo er noch lebt.
Am 20. Juli 2009 wurde Wladimir Samanski der Orden der Ehre verliehen.
Filmografie
Auszeichnungen (Auswahl) Tapferkeitsmedaille (1945) Medaille „Sieg über Deutschland“ Medaille „Für die Einnahme Königsbergs“ Verdienter Künstler der RSFSR (1974) Orden des Vaterländischen Krieges II. Klasse (1985) Volkskünstler der RSFSR (1988) Orden der Ehre (2009) Ehrenbürger von Murom (2013);
Einzelnachweise
Weblinks Wladimir Samanski (IMDb)
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Verdienter Künstler der RSFSR Kategorie:Volkskünstler der RSFSR Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR Kategorie:Träger des Ordens des Vaterländischen Krieges II. Klasse Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“ Kategorie:Träger der Medaille „Für die Einnahme Königsbergs“ Kategorie:Ehrenbürger in Russland Kategorie:Person (Krementschuk) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion) Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Mann