Simon Kirsch (* 1985 in MünchenSimon Kirsch. Profil und Vita bei CASTFORWARD. Abgerufen am 17. Februar 2019., nach anderen Quellen in StarnbergO.E. Hasse-Preis 2008 wird an Simon Kirsch verliehen. Pressemitteilung der Akademie der Künste vom 26. Februar 2009. Abgerufen am 17. Februar 2019.Simon Kirsch. Otto Falckenberg Schule. Abgerufen am 7. Dezember 2025.) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.
Leben Simon Kirsch wuchs in der Nähe von München auf. Von 1992 bis 2005 besuchte er die Waldorfschule in Gröbenzell. Sein Schauspielstudium absolvierte er von 2006 bis 2009 an der Otto-Falckenberg-Schule in München.Simon Kirsch. Vita. Internetpräsenz Schauspiel Köln. Abgerufen am 17. Februar 2019. Während seiner Ausbildung gastierte er an den Münchner Kammerspielen, wo er in Inszenierungen von Claudia Bauer und Stephan Kimmig auftrat.
Ab der Spielzeit 2009/10 war er bis 2013 festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Matthias Hartmann, Stefan Pucher, Michael Höppner und Stefan Bachmann zusammen. Zu seinen Wiener Hauptrollen gehörten der junge Heißsporn Philotas im gleichnamigen Einakter von Gotthold Ephraim Lessing, Sebastian in Was ihr wollt und die Titelrolle in Perikles."Philotas": Preußisch-griechischer Kamikaze. Aufführungskritik. In: Die Presse vom 2. April 2010. Abgerufen am 17. Februar 2019.Philotas im Vestibül: Es braucht nicht viel, um einen gelungenen Theaterabend zu schaffen. Aufführungskritik vom 10. Januar 2011. Abgerufen am 17. Februar 2019.„Was ihr wollt“: Großer Zirkus mit Shakespeares Narren. Aufführungskritik. In: Die Presse vom 23. Dezember 2010. Abgerufen am 17. Februar 2019.Burgtheater im Kasino: Antike Telenovela. Aufführungskritik. In: Die Presse vom 18. September 2011. Abgerufen am 17. Februar 2019.Immer Pech mit dem Eros. Aufführungskritik. In: Wiener Zeitung vom 19. September 2011. Abgerufen am 17. Februar 2019. In der Spielzeit 2011/12 gehörte er zum Ensemble der österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks Theaterstück Winterreise am Wiener Akademietheater.Jelineks "Winterreise": Geisterbahnfahrt ins Diesseits. Aufführungskritik. In: Wiener Zeitung vom 6. April 2012. Abgerufen am 17. Februar 2019.
Von 2013 bis 2019 war er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln. Er spielte dort u. a. Bassanio in Der Kaufmann von Venedig (Regie: Stefan Bachmann), Erich in Geschichten aus dem Wiener Wald (Regie: Stefan Bachmann), Laertes in Hamlet (Regie: Stefan Bachmann), Ulrich von Rudenz in Wilhelm Tell (Regie: Stefan Bachmann), Amir in Geächtet (Regie: Stefan Bachmann) und Mercutio in Romeo und Julia (Regie: Pınar Karabulut). In der Spielzeit 2017/18 war er am Schauspiel Köln der Tambourmajor in Therese Willstedts Woyzeck-Inszenierung.Woyzeck – Therese Willstedt zeigt Georg Büchners Sozialdrama am Schauspiel Köln mit sezierendem Tiefblick. Aufführungskritik. Auf: Nachtkritik.de vom 22. März 2018. Abgerufen am 17. Februar 2019. Außerdem trat er in der Spielzeit 2017/18 in einer Bühnenfassung des Romans Hool von Philipp Winkler auf.Blutiges Adrenalin. Premiere: "Hool" im Kölner Schauspiel. Aufführungskritik. In: General-Anzeiger vom 18. Dezember 2017. Abgerufen am 17. Februar 2019. 2018/19 spielte er unter anderem die Titelrolle des Karl in einer Adaption von Alfred Döblins Großstadtroman Pardon wird nicht gegeben (Regie: Rafael Sanchez), sowie in der Uraufführung von Elfriede Jelineks Schnee Weiß, welches in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater Heute zum Stück des Jahres 2019 gewählt wurde.
Als freischaffender Schauspieler arbeitete Kirsch u. a. am Schauspielhaus Zürich, am Theater Basel, am Staatsschauspiel Dresden, bei den Nibelungenfestspielen Worms und am Thalia Theater in Hamburg. In den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz.Simon Kirsch. Vita. Offizielle Internetpräsenz Schauspielhaus Graz Abgerufen am 7. Dezember 2025. Für seine Darstellung des Baron Düval in der Uraufführung Von einem Frauenzimmer (Regie: Anne Lenk), der Eröffnungsproduktion der Spielzeit 2023/24, wurde er für den Nestroypreis-Theaterpreis 2024 als bester Schauspieler nominiert. In der Spielzeit 2024/25 war er dort als Paul Werner in Minna von Barnhelm sowie in Immer noch hier (Regie: Rebekka David) zu sehen. Außerdem spielte er die Rolle des Louis in Engel in Amerika (Regie: Matthias Köhler) am Schauspiel Köln.
Seit der Spielzeit 2025/26 ist Simon Kirsch wieder festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich.
Kirsch stand auch für Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. In der TV-Literaturverfilmung Woyzeck, einer modernen Fassung des Büchner-Dramas von Regisseur Nuran David Calis, die im Januar 2013 beim Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken ihre Premiere hatte und für den Grimme-Preis nominiert war, verkörperte Kirsch den als Berliner Kiez-Größe angelegten Tambourmajor.WOYZECK. Filmfestival Max Ophüls Preis. Abgerufen am 17. Februar 2019. In der 5. Staffel der ZDF-Serie Bettys Diagnose (2019) übernahm Kirsch, an der Seite von Tatja Seibt, eine der Episodenhauptrollen.. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Außerdem war er in der ARD-Krimireihe Die Füchsin (2019) an der Seite von Lina Wendel und Karim Chérif, und als Gerichtsmediziner in der ZDF-Krimireihe Kommissarin Lucas (2023) zu sehen. In der ARD-Serie Warum ich? (Buch und Regie: David Schalko), die auf dem Filmfest Hamburg 2024 ihre Premiere hatte, spielte Kirsch die Episodenhauptrolle Alessandro. In der 16. Staffel der ZDF-Serie Die Chefin (2025) übernahm er eine weitere Episodenhauptrolle als tatverdächtiger, vom Dienst suspendierter Polizeibeamter Nils Behnke.Die Chefin: Mittel zum Zweck. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
Kirsch lebt in Köln und München.
Filmografie (Auswahl) 2013: Woyzeck (Fernsehfilm, Regie: Nuran David Calis) 2016: Über Barbarossaplatz (Fernsehfilm, Regie: Jan Bonny) 2019: Bettys Diagnose: Eine Frage der Liebe (Fernsehserie, Regie: Jurij Neumann) 2019: Die Füchsin – Schön und tot (Fernsehreihe, Regie: Sabine Derflinger) 2023: Piecht (Kurzfilm, Regie: Luka Lara Steffen) 2023: Kommissarin Lucas – Helden wie wir (Fernsehreihe, Regie: Thomas Berger) 2023: Kommissarin Lucas – Finale Entscheidung (Fernsehreihe, Regie: Thomas Berger) 2024: Warum ich? (Fernsehserie, Buch und Regie: David Schalko) 2025: Die Chefin: Mittel zum Zweck (Fernsehserie, Regie: Florian Kern)
Auszeichnungen 2008: O.-E.-Hasse-Preis. 2009: Solo-Preis beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielschulen. 2011: Nennung, Nachwuchsschauspieler des Jahres in der Kritikerumfrage der Theater heute für Die Beteiligten (Regie: Stefan Bachmann). 2024: Nominierung, Nestroy-Theaterpreis, Bester Schauspieler, für Von einem Frauenzimmer (Baron Düval) – Schauspielhaus Graz.
Weblinks
Simon Kirsch – Vita (Agentur)
Einzelnachweise
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