Seelach ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.

Geographie Das Dorf liegt in Hanglage nördlich des Seelabachs, eines rechten Zuflusses der Haßlach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kronach zur Bundesstraße 85 (1,7 km südöstlich) bzw. nach Rotschreuth (1,7 km westlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Giessübel zur Bundesstraße 303 (1,1 km südwestlich) und nach Dennach (0,8 km nordwestlich). Ein Anliegerweg verbindet mit Stressenberg (0,6 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1323/1328 im ersten bambergischen Amtsurbar erstmals urkundlich erwähnt.Bernd Graf: Der Name Gehülz – ein komplexes Kapitel der Haßlacherberg-Historie. In: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach, Band 26, 2013, ISBN 978-3-9803467-9-5, S. 148

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Seelach aus 17 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Kronach inne, was aber vom Seniorat v. Heßberg bestritten wurde. Grundherren war das Seniorat v. Heßberg (5 Güter, 7 Gütlein), das Kastenamt Kronach (2 Halbhöfe, 1 Sölde) und das Gotteshaus Kronach (3 Drittelhöfe, einer zu der Zeit unbewohnt).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 507.

Seelach kam durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 zum Kurfürstentum Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Seelach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neuses zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt im Jahr 1818 entstand die Ruralgemeinde Seelach, zu der Dennach, Dobersgrund, Poppenhof, Stressenberg und Unterbreitenloh gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach, 1919 in Finanzamt Kronach umbenannt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden einige Anwesen dem Patrimonialgericht Seelach (1831–1836). Ab 1862 gehörte Seelach zum Bezirksamt Kronach, 1939 in Landkreis Kronach umbenannt. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach, 1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 599. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 4,078 km².

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Seelach am 1. Mai 1978 nach Kronach eingegliedert.

Baudenkmäler Bildstock Backhaus Wegkapelle

Einwohnerentwicklung Gemeinde Seelach Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 182 176 170 180 199 204 204 202 204 211 202 223 242 244 246 259 298 304 322 319 295 343 516HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 31 32 31 31 44 48 66 Quelle

Ort Seelach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 101 101 115 97 107 108 155 199 312 345Häuser 16 15 15 18 24 38 91Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach Kronach gepfarrt.

Literatur

Weblinks

hasslacherberg.de – Private Website zu den ehemaligen Gemeinden Gehülz, Seelach und Ziegelerden

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ort im Landkreis Kronach