Dörfles ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Dorf liegt an der Kronach und am Hainbach, der innerorts als rechter Zufluss in die Kronach mündet. Im Osten gibt es einen Straßenanschnitt, der als Geotop ausgezeichnet ist, und eine Motocross-Strecke. Die Staatsstraße 2200 führt nach Kronach zur Bundesstraße 173/303 (3,1 km südlich) bzw. nach Friesen (1,5 km nordöstlich). Ein Anliegerweg verbindet mit Rosenhof (0,7 km südwestlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dörfles aus 17 Anwesen (1 Sölde, 7 Tropfsölden, 1 Tropfhaus, 6 Häuser, 2 halbe Häuser). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte die Stadt Kronach. Außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus und Schulhaus.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 467.
Dörfles kam durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 zum Kurfürstentum Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Dörfles dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Friesen zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts von 1818 entstand die Ruralgemeinde Dörfles, zu der Rosenhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach, 1919 in Finanzamt Kronach umbenannt. Ab 1862 gehörte Dörfles zum Bezirksamt Kronach, 1939 in Landkreis Kronach umbenannt. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach, 1879 in Amtsgericht Kronach umbenannt.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 577f. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 2,229 km².
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Dörfles am 1. Januar 1978 in Kronach eingegliedert.
Baudenkmäler mini|Denkmalgeschütztes Gebäude Dörfles 14
In Dörfles gibt es neun Baudenkmäler: Die katholische Kapelle St. Joseph ist ein dreiseitig geschlossener Satteldachbau mit Dachreiter und Schieferdeckung. Der neugotische Bau aus dem Jahr 1883 musste 1972 dem Neubau des Jugendheims weichen; sie wurde 1974 etwa 20 Meter nördlich des alten Standortes neu errichtet. Die Wegkapelle, am Fußweg nach Kronach, etwa 100 m östlich des Ortes gelegen, erbaut 1777, ist ein Sandsteinquaderbau mit Satteldach. Beim Ausbau der Staatsstraße 2200 wurde die Kapelle vom ursprünglichen Standort südlich des Ortes um etwa 300 Meter versetzt. Das Wohnstallhaus (Am Kalkwerk 3/5) aus dem Jahr 1828 ist ein eingeschossiges, traufständiges Doppelhaus mit Walmdach, der Stallteil in hohem Sockelgeschoss. Das Wohnhaus (Dörfles 14) aus dem Jahr 1827 ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Sandsteingliederung und übergiebeltem Mittelrisalit. Fünf Bildstöcke
Die folgenden Häuser listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 mit ihren ursprünglichen Hausnummern auch als Kunstdenkmäler auf. Sie werden in der Denkmalschutzliste nicht geführt, da sie entweder nicht aufgenommen, abgerissen oder stark verändert wurden. Haus Nr. 6: Hausfigur. Glosberger Muttergottes, 18. Jahrhundert.T. Breuer: Landkreis Kronach, S. 32. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 16: Eingeschossiger Satteldachbau, verputzt mit Eckpilastern, der Scheitelstein der Haustür bezeichnet „1832“, über dem Türsturz die Inschrift „Hanna“.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Dörfles Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 99 113 140 135 137 126 146 161 167 179 170 150 165 182 206 184 197 207 208 254 272 296 314 363HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 17 21 22 24 25 31 45 60 Quelle
Ort Dörfles Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 87 129 129 166 158 188 257 305 348 448Häuser 15 20 23 30 42 56 114Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer in Kronach gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Dörfles im Frankenwald – private Website
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1977